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	<title>Kommentare zu: Singen mit &#228;lteren Menschen &#8211; Literaturliste</title>
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	<description>Der Weblog des Schwäbischen Chorverbandes</description>
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		<title>Von: Layer</title>
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		<dc:creator>Layer</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 11:24:41 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Frau Bart, Dr. Michael Fuchs, Leiter der Abteilung f&#252;r Phoniatrie und Audiologie am Universit&#228;tsklinikum Leipzig, hat uns zum Problem der alternden Stimme folgende sehr gut formulierten und verst&#228;ndlichen Ausf&#252;hrungen zukommen lassen:

Jeder Mensch durchl&#228;uft einen biologischen Alterungsprozess, der durch einen Verlust an Funktionalit&#228;t der Gewebe und Organsysteme gekennzeichnet ist. Der Zeitpunkt und das Ausma&#223; dieser Ver&#228;nderungen sind interindividuell sehr verschieden, so dass diesbez&#252;glich das biologische Alter entscheidender ist als das kalendarische. Das alles trifft auch auf alle Teile unseres Stimmapparates und auf dessen auditive und zentrale Steuerung zu. So finden sich bei vielen &#228;lteren Menschen typische Symptome einer alternden Stimme, die deren Qualit&#228;t und Leistungsf&#228;higkeit reduzieren und unter dem Fachbegriff „Presbyphonie“ zusammengefasst werden. Die Presbyphonie, vergleichbar mit der Presbyakusis (Altersschwerh&#246;rigkeit), ist im eigentlichen Sinne keine Erkrankung, verursacht aber Einschr&#228;nkungen der kommunikativen Funktionalit&#228;t und damit oft auch der Lebensqualit&#228;t. In besonderer Weise sind davon &#228;lter werdende S&#228;nger betroffen, da die Beeintr&#228;chtigungen der Singstimme in der Regel st&#228;rker wahrgenommen werden als die der Sprechstimme. Eine zentrale Ver&#228;nderung ist die nachlassende Elastizit&#228;t der Gewebe durch den Verlust an elastischen Fasern, die durch bindegewebige Fasern ersetzt werden. Ein anderes generelles Problem im Alter ist die immer gr&#246;&#223;er werdende Wahrscheinlichkeit, von allgemeinen Erkrankungen betroffen zu sein, die sich auch negativ auf die Stimme auswirken.

Im Bereich der Atmung macht sich der Elastizit&#228;tsverlust des Lungengewebes durch eine Verminderung der Beweglichkeit des Brustkorbes und damit der Lungenkapazit&#228;t bemerkbar. Die so genannte „atmende Fl&#228;che“ der Lunge wird kleiner, was zu einer Kurzatmigkeit bei k&#246;rperlichen Belastungen, aber eben auch beim Singen f&#252;hren kann. Der S&#228;nger bemerkt dies durch ein h&#228;ufiger erforderliches Nachatmen bei langen Phrasen und Schwierigkeiten, die St&#252;tzfunktion der dosierten Ausatmung in gewohnter Weise auszuf&#252;hren. Bei &#228;lteren Frauen stellt die Osteoporose, eine relativ h&#228;ufige hormonell bedingte Erkrankung mit einer typischen Verkr&#252;mmung des R&#252;ckens, eine andere Ursache der eingeschr&#228;nkten Thoraxbeweglichkeit dar.

Der Kehlkopf, dessen Ger&#252;st aus Knorpel besteht, erf&#228;hrt insbesondere beim Mann eine zunehmende Verkalkung und sp&#228;ter Verkn&#246;cherung, die die Flexibilit&#228;t einschr&#228;nkt. Bei beiden Geschlechtern kommt es au&#223;erdem zur R&#252;ckbildung (Atrophie) von Muskelgewebe und Schleimhaut, dadurch zu einem Masseverlust der Stimmlippen. In Kombination mit der geringeren Elastizit&#228;t resultiert daraus h&#228;ufig ein unvollst&#228;ndiger Stimmlippenschluss (Abb. 1 und 2). Bei der Phonation - beim Singen und beim Sprechen - entweicht Ausatemluft, die nicht in Tonenergie umgewandelt wird und die Stimme behaucht und heiser klingen l&#228;sst und ihre Steigerungsf&#228;higkeit (Schwelltonverm&#246;gen, Singen im Forte oder Fortissimo) einschr&#228;nkt. Der S&#228;nger bemerkt h&#228;ufig ein gr&#246;&#223;eres Anstrengungsgef&#252;hl beim Singen und eine schnellere Erm&#252;dbarkeit der Stimme. Ein weiteres Problem stellt die zunehmende Austrocknung der Schleimhaut dar, die beim Singen als st&#246;rend empfunden wird.

Weitere Details zum Thema Stimme im Alter finden Sie in der Zeitschrift SINGEN des Schw&#228;bischen Chorverbands.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Frau Bart, Dr. Michael Fuchs, Leiter der Abteilung f&#252;r Phoniatrie und Audiologie am Universit&#228;tsklinikum Leipzig, hat uns zum Problem der alternden Stimme folgende sehr gut formulierten und verst&#228;ndlichen Ausf&#252;hrungen zukommen lassen:</p>
<p>Jeder Mensch durchl&#228;uft einen biologischen Alterungsprozess, der durch einen Verlust an Funktionalit&#228;t der Gewebe und Organsysteme gekennzeichnet ist. Der Zeitpunkt und das Ausma&#223; dieser Ver&#228;nderungen sind interindividuell sehr verschieden, so dass diesbez&#252;glich das biologische Alter entscheidender ist als das kalendarische. Das alles trifft auch auf alle Teile unseres Stimmapparates und auf dessen auditive und zentrale Steuerung zu. So finden sich bei vielen &#228;lteren Menschen typische Symptome einer alternden Stimme, die deren Qualit&#228;t und Leistungsf&#228;higkeit reduzieren und unter dem Fachbegriff „Presbyphonie“ zusammengefasst werden. Die Presbyphonie, vergleichbar mit der Presbyakusis (Altersschwerh&#246;rigkeit), ist im eigentlichen Sinne keine Erkrankung, verursacht aber Einschr&#228;nkungen der kommunikativen Funktionalit&#228;t und damit oft auch der Lebensqualit&#228;t. In besonderer Weise sind davon &#228;lter werdende S&#228;nger betroffen, da die Beeintr&#228;chtigungen der Singstimme in der Regel st&#228;rker wahrgenommen werden als die der Sprechstimme. Eine zentrale Ver&#228;nderung ist die nachlassende Elastizit&#228;t der Gewebe durch den Verlust an elastischen Fasern, die durch bindegewebige Fasern ersetzt werden. Ein anderes generelles Problem im Alter ist die immer gr&#246;&#223;er werdende Wahrscheinlichkeit, von allgemeinen Erkrankungen betroffen zu sein, die sich auch negativ auf die Stimme auswirken.</p>
<p>Im Bereich der Atmung macht sich der Elastizit&#228;tsverlust des Lungengewebes durch eine Verminderung der Beweglichkeit des Brustkorbes und damit der Lungenkapazit&#228;t bemerkbar. Die so genannte „atmende Fl&#228;che“ der Lunge wird kleiner, was zu einer Kurzatmigkeit bei k&#246;rperlichen Belastungen, aber eben auch beim Singen f&#252;hren kann. Der S&#228;nger bemerkt dies durch ein h&#228;ufiger erforderliches Nachatmen bei langen Phrasen und Schwierigkeiten, die St&#252;tzfunktion der dosierten Ausatmung in gewohnter Weise auszuf&#252;hren. Bei &#228;lteren Frauen stellt die Osteoporose, eine relativ h&#228;ufige hormonell bedingte Erkrankung mit einer typischen Verkr&#252;mmung des R&#252;ckens, eine andere Ursache der eingeschr&#228;nkten Thoraxbeweglichkeit dar.</p>
<p>Der Kehlkopf, dessen Ger&#252;st aus Knorpel besteht, erf&#228;hrt insbesondere beim Mann eine zunehmende Verkalkung und sp&#228;ter Verkn&#246;cherung, die die Flexibilit&#228;t einschr&#228;nkt. Bei beiden Geschlechtern kommt es au&#223;erdem zur R&#252;ckbildung (Atrophie) von Muskelgewebe und Schleimhaut, dadurch zu einem Masseverlust der Stimmlippen. In Kombination mit der geringeren Elastizit&#228;t resultiert daraus h&#228;ufig ein unvollst&#228;ndiger Stimmlippenschluss (Abb. 1 und 2). Bei der Phonation &#8211; beim Singen und beim Sprechen &#8211; entweicht Ausatemluft, die nicht in Tonenergie umgewandelt wird und die Stimme behaucht und heiser klingen l&#228;sst und ihre Steigerungsf&#228;higkeit (Schwelltonverm&#246;gen, Singen im Forte oder Fortissimo) einschr&#228;nkt. Der S&#228;nger bemerkt h&#228;ufig ein gr&#246;&#223;eres Anstrengungsgef&#252;hl beim Singen und eine schnellere Erm&#252;dbarkeit der Stimme. Ein weiteres Problem stellt die zunehmende Austrocknung der Schleimhaut dar, die beim Singen als st&#246;rend empfunden wird.</p>
<p>Weitere Details zum Thema Stimme im Alter finden Sie in der Zeitschrift SINGEN des Schw&#228;bischen Chorverbands.</p>
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		<title>Von: Sophia Bart</title>
		<link>http://www.singen-und-stimme.de/2008/05/27/singen-mit-alteren-menschen-literaturliste/comment-page-1/#comment-1120</link>
		<dc:creator>Sophia Bart</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 22:01:40 +0000</pubDate>
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		<description>Mein Interesse gilt den physiologischen Kriterien im Umgang mit der Stimme &#228;lterer Menschen. Es gibt leider wenig Forschung der Phoniater zu diesem Thema.Es w&#228;re f&#252;r mich sehr wichtig hierzu Informationen zu bekommen, bitte nicht Literatur, sondern rein technische Reflektionen zur Physiolgie der alterneden Stimme. Vielen Dank Sophia Bart</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Interesse gilt den physiologischen Kriterien im Umgang mit der Stimme &#228;lterer Menschen. Es gibt leider wenig Forschung der Phoniater zu diesem Thema.Es w&#228;re f&#252;r mich sehr wichtig hierzu Informationen zu bekommen, bitte nicht Literatur, sondern rein technische Reflektionen zur Physiolgie der alterneden Stimme. Vielen Dank Sophia Bart</p>
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