Singen und Stimme Aktuell des Schwäbischen Chorverbandes

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Jahreskonzert des Silcherchores in Rangendingen

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Traditionell folkloristische Kompositionen aus Romantik und Neuzeit war das Thema eines hochkarätigen Musikgenusses in der Stadthalle Museum.
Das Jahreskonzert des Silcherchores umfasste Werke und Bearbeitungen von Franz Schubert, Max Reger, Leon Schmalzbach und natürlich Friedrich Silcher.
Besonders die Stücke von Leon Schmalzbach stellten den lokalen Bezug zur Stadt Hechingen und deren Geschichte her:
33 Jahre lang prägte er das Leben der jüdischen Gemeinde in Hechingen als Lehrer.
In der Donaumonarchie geboren, verbrachte er seine Kindheit in München. 1895 Begann er seine Ausbildung zum Lehrer in Würzburg.
Sein musikalisches Können vervollkommnete er bei einem Studium wiederum in München.
Ab 1908 leistete er dann seinen Diensteid in Hechingen. Die wilhelminische Epoche prägte auch sein musikalisches Schaffen.


Seine Arbeiten wurden landesweit anerkannt und beim Sängerfest in Nürnberg oder im jungen Rundfunk aufgeführt.
An die Bauernschläue des „Tapferen Schneiderleins“ erinnerte sein Stück „Was haben wir Schneider auch groß für ein Gewicht.“
In dem sich selbiger erfolgreich um den Brückenzoll drückt, da er vom Körpergewicht so leicht ist, dass er auf einem Lindenblatt die Überfahrt wagen kann.
Eben diesen Schelm ließ Dirigent Mario Peters mit seinen Mannen pointiert durch die Aufführung blitzen.
Auch den direkten Vergleich mit den Stücken von Franz Schubert brauchte der Hechinger Schmalzbach nicht zu scheuen:
Bei den thematisch ähnlichen Stücken „das Dörfchen“ von Schubert bzw. „mein Dorf“ von Schmalzbach ging es jeweils um den liebevollen Bezug zur Heimat, den das Ensemble gefühlvoll in Szene zu setzen wusste.
Mit spitzbübischer Freude präsentierten die Sänger die in den romantischen Texten versteckten erotischen Anspielungen in Schuberts „Im Gegenwärtig Vergangenes“, in Schmalzbachs „Rosenzeit“ oder Silchers „Rosentock, Holunderblüt“.
Zur musikalischen Abrundung des Programms trug Ulrike Schaper mit dem „Jagdstück“ sowie „Melodie“ von Max Reger, und „Nachtgesang“ am Flügel bei.
Der erste Vorsitzende des Silcherchores Zollernalb nutzte die Veranstaltung, um auf die neue Möglichkeit der fördernden Mitgliedschaft hinzuweisen

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Autor: Dieter Dürrschnabel
Ich bin seit 1995 aktiver Sänger beim Sängerbund in Tieringen. Seit 1997 bin ich erst als Beisitzer und Pressewart und 2000 dann als Kassier und Pressewart in der Vorstandschaft. Am 01. März 08 wurde ich zum Gaupressewart des Zollernalb-Sängergau gewählt.

Geschrieben am 2. Nov 2008 22:28, Rubrik: sonstige Chöre,
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