Singen und Stimme Aktuell des Schwäbischen Chorverbandes

Der Weblog des Schwäbischen Chorverbandes

Jubiläumskonzert am 22. Mai im Silcherjahr

Der 150. Todestag des schwäbischen Komponisten Friedrich Silcher ist ein herausragendes Jubiläum für den Schwäbischen Chorverband. Silchers Wirken als Komponist und Musikpädagoge stellte entscheidende Weichen für die Laienchorbewegung in Deutschland. Seine Volksliedvertonungen sind bis heute weltberühmt und zählen zu der meistgesungenen Chorliteratur in Deutschland.

Einer der Jahreshöhepunkte des SCV und des vom SCV unterhaltenen Silcher-Museums in Silchers Geburtshaus in Weinstadt-Schnait ist das Konzert “Volkslieder von Friedrich Silcher in neuem Gewand” am Pfingstsamstag, 22. Mai um 19:30 Uhr in der Jahnhalle Weinstadt-Endersbach, Jahnstr. 2, 71384 Weinstadt. Der Gewandhauschor Leipzig und das Ensemble „l’art de passage“ haben die schönsten Silcher-Volkslieder neu arrangiert und machen die Schönheit von Silchers Musik damit auf ganz neue Weise hörbar. Die 1987 gegründete Band „l’ art de passage“ hat sich die Bearbeitung von Weltmusik auf die Fahnen geschrieben. Der Gewandhauschor kann auf fast 150 Jahre Tradition zurückblicken und genießt bis heute einen internationalen Ruf. Karten zu 12,00 Euro, ermäßigt 8,00 Euro gibt es an der Abendkasse.

Die weiteren Veranstaltungen im Silcher-Jahr:


Freitag, 11. Juni, Remstal-Gymnasium Weinstadt
Stimmbildungskurs des Gymnasiums und der Fellbacher Trollinger
Musikschule Unteres Remstal
Sonntag, 20. Juni 18:00 Uhr, Jahnhalle Weinstadt-Endersbach
Silcher-Konzert der Musikschule Unteres Remstal
Donnerstag, 26. August, 150. Todestag von Friedrich Silcher, 11:00 Uhr
Kranzniederlegung am Grab auf dem Stadtfriedhof Tübingen

Samstag, 28. August 15:30 Uhr, Silcher-Museum Schnait Denktag an Silcher. Leben und Wirken von Friedrich Silcher Silcherverein Schnait, Silcherchor Nürnberg, Kinderchor
Freitag, 3. September, 19:30 Uhr Evangelische Kirche Geradstetten
Silchers Leben und Lieder
Silcherchor des Berufsbildungswerks Waiblingen, „Freunde zur Pflege des Liedguts von
Friedrich Silcher“
Sonntag, 26. Oktober, Silcher-Museum Schnait
Tag der Offenen Tür
11:00 Uhr Matinee
Sonntag, 10. Oktober, 18:00 Uhr Sängerheim des Silchervereins Schnait
Silcher und die Frauen
Prof. Dr. Christel Höhle-Hezinger, Universität Jena, La Chorella, Frauenchor des
Schwäbischen Chorverbands

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Autor: Johannes Pfeffer

Geschrieben am 21. Mai 2010 16:00, Rubrik: Singen und Stimme,
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2 Reaktionen zu “Jubiläumskonzert am 22. Mai im Silcherjahr”

  1. Peter Heinke schreibt

    Schade dass der Chorverband dafür Geld ausgibt. Ein toller Chor aber die Bearbeitung von Silcher-Lieder zu diesen Stücken sollte verboten werden.
    Da war nur wenig von dem Flair Silcher zu hören.

  2. Autor schreibt

    Hallo Herr Heinke,

    vielen Dank für den Kommentar und Ihre Meinung. Unsere Zeitschrift SINGEN
    wird die Diskussion nach der Sommerpause aufgreifen. “Musikalisch dürfen”
    darf man mit Sicherheit ziemlich alles heute. Minimalbearbeitungen mit
    Akkordeon und Rhythmusbegleitung gingen über den Status des Arrangements
    nicht hinaus. Hier scheint bei vielen Stücken die Musik Silchers in erster
    Linie als Material für neue und eigenständige Werke gedient zu haben. In der
    sog. klassischen Musik nennt man das “Paraphrasen über…”.

    Wenn man überlegt, was schon Johann Sebastian Bach aus dem schönen Volkslied
    “Kraut und Rüben haben mich vertrieben” in seinen Goldberg-Variationen
    gemacht hat, mag man ähnlich erbost sein. Kontrapunkt, wohin man schaut.
    Vorwärts, rückwärts, Spiegelung, Dur, Moll… darf man so etwas, ohne ein
    Lied kaputt zu machen? Der Musikliebhaber mag schmunzeln über diese Frage,
    denn er weiß, dass Musik genau davon lebt, lebendig bleibt. Johann Sebastian
    Bachs polyphone Meisterschaft wurde von der Geschichte bestätigt, Silchers
    geniale Volksliedkunst ebenso. Also geben wir ihn frei für eine neue
    Generation, die nicht aufgewachsen ist mit dem “Sträußchen am Hute” und dem
    “Ännchen von Tharau”. Die Melodien sind so stark, dass sie auch durch zwei
    obligate Kettensägen nicht zerstört würden.

    Eine andere Frage ist die der Erwartungshaltung. Aber darüber können wir
    vielleicht ab der Doppelnummer August/September in SINGEN diskutieren.

    Mit freundlichem Gruße
    Wolfgang Layer, Verbandspressereferent und Verleger der Zeitschrift SINGEN

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