MGV Chöre Mühlacker
Lieder zum Advent
In der voll besetzten Pauluskirche herrschte Punkt 18 Uhr eine angenehme Stille und es war nur das 8-minütige Glockengeläut zu hören. Voller Spannung stellte sich der Kinderchor Tönchen auf, um das gemeinsame Konzert aller Chorformationen der MGV Chöre zu beginnen. Wie Chorleiter Martin Falk in einer kurzen Ansprache betonte, sei der Mut der wenigen Kinder zu belohnen, die erst seit kurzer Zeit dabei sind und trotzdem mit ihren drei Liedern schon die Zuhörer begeisterten und in eine vorweihnachtliche Stimmung versetzten. Der Jugendchor Tone up erfreute die Zuhörer mit dem bekannten „Happy Christmas“ von John Lennon und einem trad. Gospel „Burden Down Lord“, die beide trotz kleiner Besetzung stimmgewaltig durch den Raum tönten.
Der Gemischte Chor unter der Leitung von Walter E. Barth setzte das Programm mit dem „Ehre sei Gott in der Höhe“, begleitet von Martin Falk am Klavier, fort. Danach folgten zwei Adventslieder, die beide aus der Feder von Walter E. Barth stammen. Auch mit dem „Seht, es kommt die heilige Zeit“ von Manfred Bühler wurde eine weitere neuzeitliche Komposition vorgetragen. Der Frauenchor durfte mit einem Satz von Eugen Störkle „O selige Nacht“ sein Können zeigen. Aber auch der Männerchor konnte mit „Weihnachtsglocken“ von Eugen Störkle überzeugen.
Klassisch wurde es danach mit dem Gemischten Chor, wieder am Klavier von Martin Falk begleitet, mit dem „In Dulci Jubilo“ von Dietrich Buxtehude. Das „Neapolitanische Weihnachtslied“ von Paul Cadow, stimmgewaltig, aber auch mit gefühlvollen Pianostellen wurde vom Chor perfekt interpretiert. Es folgte mit einem Satz von Johann Sebastian Bach „Brich an du schönes Morgenlicht“ ein ebenso stimmgewaltiges, wie auch gefühlvolles Stück. Mit dem Satz „Friede auf Ehren“ von H. Joos beendete der Gemischte Chor unter großem Beifall seinen Auftritt.
Der Junge Chor Ton-Art setzte das Programm fort und wurde beim ersten Stück einem Gospel „Come let us sing“ vom Jugendchor verstärkt. Martin Falk leitete und begleitete den Chor vom Klavier aus. Nicht nur englischsprachige Gospels hatte der Junge Chor auf dem Programm, sondern auch gefühlvolle deutsche Weihnachts- und geistliche Lieder, die für diesen Abend einstudiert wurden. „Macht die Tore auf“ von Manfred Staiger war das erste Lied dieser Kategorie, bei dem die Strophen von den Solisten Michaela Lehr, Carola Weber und Jasmin Walz gesungen wurden. Bei den Adventsliedern „Heiland der Welt“ und „Was nie ein Auge gesehen“ wurde der Chor mit einem Flötenspiel perfekt von Ina Förster unterstützt. Ein Höhepunkt der Vorträge dürfte wohl das Stück „Herr wohin sonst sollten wir gehen“ gewesen sein. Ein zeitloses Lied von Thea Eichholz-Müller mit einem zu Herzen gehenden Text, einer gefühlvollen Melodie und mit Duettpassagen, hervorragend interpretiert von Martina Decker und Ingrid Tschonitsch. „Come, now is the time to worship“ ebenso vom Oslo Gospel Chor wie „You are holy“, bei dem wieder der Jugendchor mitsingen durfte, beendeten den Konzertteil des Jungen Chores Ton-Art.
Für den Abschluss des Konzertes hatten die Chorleiter das „Halleluja von Taizé“ gewählt, das von allen Chören des Vereins einstudiert wurde. Der Platz von dem Altar war bis auf den letzten Quadratmeter ausgenützt als die 120 Sängerinnen und Sänger Aufstellung genommen hatten. Ein stimmgewaltiges, aber auch gefühlvolle vorgetragenes Halleluja erfüllte den Raum und wurde mit lang anhaltenden Beifall des Publikums belohnt. Für die geforderte Zugabe durften die Zuhörer selbst mitmachen. Der Chor stimmte das „Oh du fröhliche“ an, zu dem einige aus dem Chor ein Halleluja darüber erklingen ließen.




(10 Bewertung(en), Beitrag mit 4,80 von 5)Autor: Arnold
Geschrieben am 12. Dez 2010 18:13, Rubrik: Chorverband Enz, Singen und Stimme,
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Dieses Mal hatte ich die Gelegenheit unseren Chor mal von der anderen Seite zu erleben. Und es war einfach toll! Natürlich ist es ein wahnsinniges Gefühl wenn man mitten im Chor mitsingt – aber es war für mich auch schön zu sehen, dass das was wir beim Singen erleben auch beim Publikum ankommt. Freu mich schon darauf, beim nächsten Mal DAS wieder auf der anderen Seite zu erleben.