Festival des Chorgesangs nach Haisterkirch verlegt
Gegen 15.00 Uhr hatte Regionschorleiter Barny Bitterwolf nochmals mit seinem befreundeten oberschwäbischen Wetterpropheten Roland Roth (Bad Schussenried) telefoniert und dann die Auskunft erhalten, dass es mit 90-prozentiger Sicherheit in Bad Waldsee um 19.30 Uhr regnen wird.
Also wurde der Männerchor Haisterkirch alarmiert und gebeten, die dortige Mehrzweckhalle für das große Chorereignis herzurichten. Natürlich hatten sich die Sängerinnen und Sänger der Region Schussen darauf gefreut, das Ambiente des Rathausplatzes zu genießen und da auch ihren Gesangsvortrag anzubieten.
Im Nachhinein waren die Aktiven doch zufrieden mit der Entscheidung der Verlegung, auch wenn die Verantwortlichen anfänglich als „Ungläubige”, „Zweifler” und „Feiglinge” bezeichnet worden waren.
Der Hallenbesuch hatte auch seine Vorteile, denn die Sängerinnen und Sänger (über 200!!!) bekamen, wie weitere 120 Besucher die Gelegenheit, einen Sitzplatz zu ergattern und mussten nicht stehen. Etwa 350 Personen verfolgten währen knapp 2 Stunden die unterhaltsamen Gesangsbeiträge. Die Vorsitzenden aus der Chorgemeinschaft der Region Schussen im Oberschwäbischen Chorverbands Jürgen Gekle und Werner Muscheid äußerten sich dann auch höchst lobend und anerkennend über den gesamten Verlauf.
Haisterkirchs Vorsitzender des einheimischen Männerchors bedankte sich bei seinen „Rothemden”, bei der Chorleiterin Katrin Frick und den Ehefrauen für die gezeigte spontane Hilfe bei der Hallenbestuhlung und beim Service.
„Das war eine vorbildliche Gemeinschaftsleistung”, kommentierte auch Barny Bitterwolf das Haisterkircher Engagement.
Er hatte wie von ihm gewohnt die Regie und Moderation übernommen, überbrückte mit seinen humorvollen, einfach unübertrefflichen Ansagen das Sangesgeschehen und trug wesentlich dazu bei, dass auch in der eher schmucklosen Mehrzweckhalle festliche Stimmung aufkam. Die teilnehmenden Chöre hatten sich fleißig auf das Regionssingen vorbereitet. Etliche haben sich sogar extra zu Chorfusionen zusammengefunden, so der Liederkranz Weingarten mit dem Liederkranz Bad Schussenried. Ravensburg stellte sogar eine Dreierkombination mit dem Ravensburger Doppelquartett, der Chorgemeinschaft Ravensburg und dem Männergesangsverein Zogenweiler. Der Sängerbund Aulendorf trat gemeinsam mit dem Liederkranz Otterswang auf. Fusioniert hatten für dieses Regionssingen auch der Liederkranz Baienfurt mit dem Liederkranz Mochenwagen. Ohne Kombinationskräfte bereicherten die Chorgemeinschaft Taldorf, der Liederkranz Bad Waldsee und der heimische Männerchor Haisterkirch das Chorgesangs-Festival.
Vorgetragen wurde klassisches Liedgut für Chorgesang mit dem bekannten Lob auf Wein, Weib und Gesang, dazu Lieder aus verschiedensten Regionen Europas und auch ganz spezielle Schmankerln wie die „Hymne auf den Leberkäs”.
Zum Schluss wurde das oft zitierte „Gänsehaut-Gefühl” mit dem gemeinsam gesungenen „Kein schöner Land” so richtig vermittelt. Das sehr disziplinierte Publikum, es waren ja in der Mehrzahl aktive Sängerinnen und Sänger, bedankte sich bei allen Vortragenden mit reichlich und herzlichem Beifall. Besonders lobte Barny Bitterwolf die Chorarbeit der Chorleiter und Chorleiterinnen, die inzwischen schon die Hälfte der Regionschöre dirigieren.
Hingewiesen hatte er auch noch auf den Rekordversuch am 10. Juli um 14.00 Uhr in Durlesbach, wo er mit dem berühmt gewordenen „Auf der Schwäb`sche Eisebahna” den dort weltgrößten Chor für dieses Lied dirigieren möchte.
Bericht und Bilder von Rudi Martin
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(Danke für Ihre Meinung!)




(Danke für Ihre Meinung!)Autor: Haid
Pressereferent des OCV
Geschrieben am 6. Jul 2011 17:11, Rubrik: Chorgattung, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme,
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