Singen und Stimme Aktuell des Schwäbischen Chorverbandes

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Explosives Kunstwerk hochdramatischen Inhalts: Die Stuttgarter Hymnus-Chorknaben mit der Johannes-Passion

Hymnus_Eidenmueller

„Mit welcher Wucht muss diese ausgefeilte Komposition die Zeitgenossen getroffen haben! Nicht die Sache, wohl aber die Größe und Dramatik des Entwurfs waren neu und beispiellos“, schreibt Rainer Johannes Homburg über Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion. Dieses „explosive Kunstwerk hochdramatischen Inhalts“ führt er am Palmsonntag, 20. März um 18 Uhr mit den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben und Handel’s Company in der Stiftskirche auf. Der Bariton und Althymnusianer Lucian Eller singt die Christusworte, als weitere Solisten werden Angelika Lenter, Sopran, Johanna Rademacher, Alt, Markus Brutscher, Tenor und Matthias Gerchen, Bass, zu hören sein. Das Werk wird auch aufgenommen und erscheint im Herbst bei MDG als CD.

„Kühner“ sei die Johannes-Passion, urteilte einst Robert Schumann, „gewaltiger, poetischer“ als ihr Schwesterwerk, die Matthäus-Passion – „wie gedrängt, wie durchaus genial, namentlich in den Chören, und von welcher Kunst!“

Johann Sebastian Bach wurde 1723 zum Thomas-Kantor in Leipzig berufen. Die Johannes-Passion BWV 245 war das erste große Werk, welches er dort aufführte: Am Karfreitag des Jahres 1724 in der Leipziger Nikolaikirche. Heute gilt es als Inbegriff musikalischer Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben. Bachs unbekannter Textdichter kombinierte den lutherischen Bibeltext mit betrachtenden Arien nach dem Vorbild des Hamburger Ratsherrrn Barthold Heinrich Brockes. Sie sollten den Hörer zur mitfühlenden Andacht anhalten. Dazu tritt der evangelische Choral: Immer wieder hält die Handlung inne und die Gemeinde antwortet und bezieht so das Geschehen auf sich. Der zentrale Gedanke Bachs und seines Textdichters ist die Heilsbedeutung des Kreuzesgeschehens. Die Sünden der Christen machen den Tod Jesu nötig. Dies wird verbunden mit einer intensiven Meditation unseres Sterbens, unserer Endlichkeit. Nicht die Umstände des Todes am Kreuz sind das Thema, sondern die Bedeutung dieses Todes.

Karten unter Tel. 0711. 259 404 0, Tel 01806. 700 733 oder www.reservix.de

Weitere Infos: www. hymnus.de

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Autor: Isabelle Arnold


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