Bühnenfeuerwerk der Chormusik mit Chormäleon und Schräglage

Foto: Chormäleon/Clemens FreitagChormäleon Stuttgart und Schräglage Essen sorgen für großartige Stimmung vor ausverkauftem Haus

Pott trifft Ländle: über 250 Zuschauer erlebten am Samstag, 26. November ein abwechslungsreiches und auf höchstem Niveau dargebotenes Chorkonzert auf Show-Niveau. Chor der Dualen Hochschule Stuttgart und der Essener Popchor präsentierten einen Querschnitt ihrer aktuellen Programme in der AWO-Begegnungsstätte „Altes Feuerwehrhaus“ in Stuttgart-Heslach. Zudem eine perfekt abgestimmte Band, die den Abend zur Show werden lies.

„Vor vielen Jahren hat Sängerin Conny Chormäleon aus beruflichen Gründen verlassen und ist nach Essen gezogen. Doch der Kontakt zu einzelnen Chormitgliedern ist nie abgebrochen.“, so Martin Lichter, Mitglied im Chorleitungsteam von Chormäleon. „In Essen hat sie einen neuen Chor für sich gefunden. Und weil wir von Chormäleon gerne Gäste einladen, lag der Kontakt und die Idee zum Gemeinschaftskonzert sehr nahe.“ Nach einem Jahren Vorbereitung war es endlich soweit: der Popchor Schräglage aus Essen kam mit 30 Sängerinnen und Sängern unter der Leitung von Oliver Noack nach Stuttgart und präsentierte ein breit gefächertes Programm.

Foto: Schräglage/ Clemens FreitagChor mit Schnauze: Schräglage aus Essen

Zu Beginn präsentierten die Ruhrpottsänger das rhythmisch perfekt intonierte „They don’t care about us“ von Michael Jackson. Nach dem ersten Lied war eine besondere Stimmung im Saal. Man möchte als Zuhörer noch mehr davon hören. Beifallsstürme bekräftigten die Leistung der Choristen. Der Popchor präsentierte neben Klassikern wie „Highway to hell“ von AC/DC oder „What is Love“ von Hardaway auch die stimmungsvolle Lieder wie „Wana Baraka“ oder „Boulevard of broken“ von Green Day. Stets an der Gitarre von Chorleiter Noack begleitet zeigt Schräglage seine Stärken in der Choreografie. Jedes Lied wird in einer anderen Aufstellung dargeboten. Bekannte Hits wie „Rock mi“ werden mit dem Dialekt des Potts versehen. „Bütz mich“ (Küss mich) wird mit volkstümlicher Choreo und typischem Musikantenstadel-Klatschen auf der Bühne der AWO präsentiert. Dem Chor gefällt es, das Publikum ist bestens unterhalten. Nicht umsonst war Schräglage Teil des Wettbewerbs „Der Beste Chor im Westen“ vom Westdeutschen Rundfunks. Mit der Hymne des Potts „Komm zur Ruhr“ von Herbert Grönemeyer, welches ehrfürchtig und innbrünstig dargeboten wurde, und der Zugabe „Tubthumping“ von „Martha & The Vandellas“ verabschiedetet sich Schräglage in die Pause.

Nach einer kurzen Pause übernahmen die Gastgeber den Taktstock und eröffneten den zweiten Konzertteil mit „Let me Entertainer you“ aus dem Musical „Gipsy“. Chormäleon – Chor der DHBW Stuttgart zündeten mit ihrem Programm ein wahre Bühnenfeuerwerk der Chormusik. Mal sind es die ruhigen und mit Spannung vorgetragenen A cappella-Titel „Wie kann es sein“ von den Wise Gyus, „True Colors“ von Cyndi Lauper (Solistinnen: Katrin Heimsch und Sabine Wonner) oder  die eindrucksvolle 270 Grad-Aufstellung des Chores bei der Ballade „Viva La Vida“ im abgedunkelten Saal mit Teelichtern. Das Publikum traute sich nicht zu klatschen, da eine besondere Stimmung im Raum schwebte. Doch auch schwungvoll können die rund 40 Choristen aus Stuttgart. „Some Nights“ von F.U.N. (Solist: Tobias Bayah), „Don’t stop me now“ von Queen oder „Let it go“ aus Disneys „Frozen“ zeigten, wie stimmsicher und kraftvoll der Chor wirkt, der 2016 sehr erfolgreich beim Chorwettbewerb im Rahmen vom Deutschen Chorfest 2016 in Stuttgart teilgenommen hat.

Chorshow mit Chormäleon aus Stuttgart

„Das besondere an Chormäleon ist, dass der Chor auf der Bühne nochmals 100 Prozent mehr gibt, als in der Probe und dadurch zur Höchstform aufläuft“, so Chorleiter Holger Frank Heimsch, der seit 2012 den Chor der DHBW Stuttgart leiten darf. Und das merkt auch das Publikum, welches sich nicht mehr auf den Stühlen aushält und die Darbietungen mit Standing Ovations würdigte. Die große Chorshow läutet Chormäleon und seine Band mit „Time Warp“ aus der „Rocky Horror Picture Show“ (Solisten: Steffen Schwarz, Monika Goldstein, Martin Lichter) und „Superperforator“ aus „Schuh des Manitu“ (Solist: Lucas Thielmann). Ein Highlight war das Männerensemble des Chores mit dem mystisch vorgetragenen Titel „Misty Mountains“ aus dem Film „Der Hobbit“.
Zum Schluss zog Chormäleon nochmals alle Showregister und zeigte mit „Shut up and dance“ von „Walk the Moon“, dass die jungen Sängerinnen und Sänger eine Chorshow auf höchstem Niveau präsentierten. Stets abgestimmt mit der perfekten Licht- und Tonregie von Janosch Frank und Jan-Philipp Feil und der choreigenen Band, die den Darbietung das Sahnehäubchen aufsetzten.

Das große Finale erklang in einem gemeinsamen und stimmgewaltigen „Rama Lama Ding Dong“ von „The Edsels“ und einem auf die Adventszeit einstimmenden „Feliz Navidad“. Langanhaltender Beifall für beide Chöre und ihrer Chorleiter würdigten das fünfte Begegnungskonzert der AWO Stuttgart. „Einmalig, unterhaltsam und für jeden etwas dabei.“ fassten viele Zuschauer am Ende des Abends das Konzert zusammen. Chormäleon und Schräglage zeigten, wie vielfältig und stimmungsvoll Chormusik sein kann.

Foto: Chormäleon/Clemens Freitag

 

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