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Warum sich die gesamte Amateurmusik in Baden-Württemberg über die Zuschüsse für die Neubauten in Plochingen und Staufen freuen kann

Modell des Musikzentrum in Plochingen

Modell des Musikzentrum in Plochingen

18 Mio. Euro für die Blasmusik – so oder ähnlich lauteten die Überschriften einiger Presseberichte und Rundfunkbeiträge in Baden-Württemberg Anfang März. In der Tat haben es der Bund Deutscher Blasmusikverbände (BDB) und der Blasmusikverband Baden-Württemberg (BVBW), nach vielen Stunden Verhandlung mit besten Argumenten erreicht, dass ihr in den letzten Jahren gründlich vorbereiteter, gemeinsamer Zuschussantrag für Akademie-Neubauvorhaben positiv beschieden wurde. Was – bei aller Freude über die breite Berichterstattung zu einem Amateurmusikthema – dazu jedoch oft vergessen wurde: Diese Nachricht bedeutet einen Gewinn für die gesamte Amateurmusik im Land – für die Vereine in den Chorverbänden ebenso wie für die in den Verbänden der Akkordeon-, Zither-, Zupf- und HackbrettspielerInnen oder Liebhaberorchester!

Denn alle Verbände haben die gleichen Bedarfe: Nach Räumlichkeiten mit Übernachtungsmöglichkeiten für ihre Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen und nach Bildungsangeboten zur Deckung des Qualifizierungsbedarfs ihrer Mitglieder. Das hat auch die vom Landesmusikverband Baden-Württemberg in Auftrag gegebene Bedarfsanalyse „Kompetenznetzwerk Amateurmusik“ ergeben. Und die ersten modularen Seminare des Programms „Mitspielen in der Zukunft! Vereinsmanagement in der Amateurmusik“, bei denen der Schwäbische Chorverband als einziger Musikverband in Baden-Württemberg alle vier Module anbietet, haben bereits gezeigt: Das Konzept funktioniert. VertreterInnen verschiedener Verbände, ChorsängerInnen gemeinsam mit InstrumentalistInnen unterschiedlichster Couleur, beschäftigten sich gemeinsam mit den Themen, die gegenwärtig wie künftig alle Musik- und Gesangvereine beschäftigen, nämlich Fragen zu Führung und Management von Vereinen der Amateurmusik.

Entsprechend haben die beiden Blasmusikverbände ihre Zuschussanträge auch explizit so formuliert, dass die Neubauten zur Zukunftssicherung der gesamten Amateurmusik in Baden-Württemberg dienen sollen. Eine Kooperationsvereinbarung zwischen den Blasmusikverbänden und den übrigen im LMV organisierten Verbänden, die dies auch schriftlich festhält, wird derzeit ausgearbeitet. Ohne enorme finanzielle Eigenleistungen der Blasmusikverbände könnten aber auch die beiden Neubauvorhaben in Plochingen und Staufen, die im Jahr 2020 bereits abgeschlossen sein sollen, nicht gestemmt werden. Bei aller Imposanz, die eine derartige Summe hat: Die insgesamt 18 Mio. Euro sind – mit Ausnahme eines mittleren sechstelligen Betrags aus Mitteln der Landesstiftung im Jahr 2006 zum Anbau eines Orchestersaales in Staufen – die ersten Landesmittel seit Baumaßnahmen an der früheren Akademie des BVBW in Kürnbach im Jahr 1989. Und es handelt sich bei den 18 Mio. € um Investitionsmittel des Landes, die sonst in ganz andere Bereiche geflossen wären und nicht etwa der Kultur oder gar exklusiv der Amateurmusik „zur freien Verfügung“ gestanden hätten. Die Verbände der Amateurmusik, die Chor- wie Instrumentalvereine, haben also viele Gründe sich gemeinsam über die Zuschüsse für die Akademien der Blasmusikverbände für die gesamte Amateurmusik zu freuen!

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Autor: Landesmusikverband

Geschrieben am 28. Mrz 2017 13:13, Rubrik: Aus der Geschäftsstelle, Fortbildungen,
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