Junge Chöre

Vocals On Air widmet sich Konzertchören

Vocals On Air, 14.12.2017, Aus der Geschäftsstelle, Chöre 50+, Chorgattung, Chorjugend im SCV, Chorliteratur / Medien, Chorpraxis, Fortbildungen, Frauenchöre, Gaue und Verbände, gemischte Chöre, Jugendchöre, Junge Chöre, Nachwuchsarbeit / Werbung, Neuerscheinungen, Singen und Stimme, sonstige Chöre, Themen, Veranstaltungen, Kommentare schreiben

Musikalische Gäste aus Münster und Hannover

Sie sind eine Gattung für sich – Konzertchöre. Bis heute gibt es Ensembles mit festen Wurzeln in der Geschichte bis hin zu Neugründungen mit neuer musikalischen Ausrichtung. Das Radiomagazin Vocals On Air“ widmet sich eine Stunde der Chorgattung. Moderatorin Katrin Heimsch präsentiert den Konzertchor Münster und den Jungen Konzertchor aus Hannover. Weitere Themen der Sendung sind die Arbeit des Verbandes Deutscher Konzertchöre und  die Vorstellung der neuen ProStimme Medien- und Dienstleistungsgesellschaft mbH.

Seit 100 Jahren ein starker Partner: Verband Deutscher Konzertchöre

„Der VDKC ist der Dachverband von leistungsorientierten Chören, der sich die Pflege wertvoller Chormusik in Aufführungen von künstlerisch hohem Anspruch zur Aufgabe gemacht“, so der Generalsekretär Ralf Schöne. „Wir organisieren eigene Chorfestivals, beraten unsere Mitgliedschöre in künstlerischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Fragen und veröffentlichen praxisorientierte Handreichungen.“ Vocals On Air stellt die Arbeit des Verbandes vor.

Aus der Tradition gegründet: Konzertchor Münster – Chor des Musikvereins

„Unser Chor wurde 1816 gegründet und 2004 in „Konzertchor Münster“ umbenannt und gehört zu den traditionsreichsten Chören Deutschlands.“ so die 1. Vorsitzende Regina Bisping-Spengler. „Damals wie heute ist der Chor mit dem städtischen Musikleben verbunden. Seit 1919 kooperieren wir mit dem Sinfonieorchester Münster, dessen Generalmusikdirektor auch immer musikalischer Leiter des Chores ist.“ Vocals On Air beleuchtet die Entwicklung des Chores.

Moderne Tradition: clazz  – Junger Konzertchor Hannover

„Seit 20 Jahren gibt es clazz als eine Art neue Generation von Konzertchören.“ so der künstlerische Leiter, Martin Jordan. „Lag früher der Schwerpunkt auf klassischem Repertoire, hat sich 2010 der sehr ambitionierte Hobbychor auf A-cappella-Arrangements aus dem Pop- und Jazzbereich spezialisiert.“ Vocals On Air stellt die musikalische Arbeit, die Projekte und gesellschaftliche Konstellation des Chores vor.

Neuer Service-Dienstleister: ProStimme Medien- und Dienstleistungsgesellschaft mbH

„Die Idee zur ProStimme-GmbH entstand im Schwäbischen Chorverband selbst.“ so Geschäftsführer Johannes Pfeffer. „ProStimme sieht sich als Partner für die Amateurmusik bei der professionellen Produktion von Medien.“ Vocals On Air stellt das Angebot der GmbH vor.

Das Radiomagazin Vocals On Air können Sie am Donnerstag, 14. Dezember 2017 um 18:00 Uhr im Internetradio unter www.vocalsonair.de als Stream hören. Diese und viele weitere Sendungen gibt es als Podcasts unter www.soundcloud.com/vocals-on-air


Dabei sein beim Festival der 10.000 Stimmen in Heilbronn

Isabelle Arnold, 8.12.2017, Chöre 50+, Chorfest/chor.com, Chorgattung, Frauenchöre, gemischte Chöre, Jugendchöre, Junge Chöre, Kinderchöre, Männerchöre, sonstige Chöre, Veranstaltungen, Kommentare schreiben

Anmeldephase für das Chorfest des Schwäbischen Chorverbandes 2019 gestartet

Seit dem 1. Dezember ist die Anmeldung für Teilnehmerchöre zum Chorfest des Schwäbischen Chorverbandes 2019 möglich. Nur wenige Minuten nach dem Start gingen auch schon die ersten Anmeldungen ein. Das Chorfest findet vom 30. Mai 2019 bis 2. Juni 2019 in Heilbronn statt. Die Anmeldung ist bis zum 15. Dezember 2018 möglich.

Wer mit seinem Chor 2019 am Chorfest teilnehmen möchte, kann sich über die Internetseite www.chorfest-heilbronn.de anmelden. Die Teilnehmerchöre können ihren Planungen entsprechend für ihren Auftritt ein Zeitfenster von Freitag 31. Mai bis Sonntag 2. Juni 2019 wählen. Zugleich mit der Anmeldung für die offenen Bühnen ist auch die Meldung zum Carl-Friedrich-Zelter-Chorwettbewerb möglich.
Teilnehmende Chöre können zwischen einem Eintagesticket (20 €, erm. 10 €) oder einem Gesamtticket für das viertägige Festival (35 €, erm. 20 €) wählen. Darin enthalten sind das Programmbuch, der Eintritt zur BUGA, die Teilnehmergebühren und alle Konzerteintritte. Auch für den Chor begleitende Fans gibt es Kombi-Tickets inklusive Eintritt auf die BUGA. Eine Übersicht aller Preise finden Sie als Anlage.
Partner des Chorfestes sind die Stadt Heilbronn und die Bundesgartenschau 2019. Daher bietet das Festival neben den Auftrittsorten in der Innenstadt von Heilbronn in Kirchen und auf Plätzen auch spannende Orte auf der Bundesgartenschau. So wird es neben der großen Hauptbühne eine schwimmende Bühne auf der alten Haßmersheimer Fähre geben und das neue Stadtviertel Neckarbogen bietet ungewohnte Klangräume.

Weitere Informationen zum Chorfest 2019 unter: www.chorfest-heilbronn.de


Jahreskonzert des Liederkranzes Renhardsweiler

Klaus Haid, 30.11.2017, Chorgattung, Junge Chöre, Männerchöre, Oberschwäbischer Chorverband, Kommentare schreiben

Am Samstagabend, 18. November hatte der Liederkranz & Popchor Renhardsweiler zu seinem Jahreskonzert ins Dorfgemeinschaftshaus in Renhardsweiler eingeladen. „Komm mach die Augen zu, träum dich weit fort. Mit Phantasie wechseln wir den Ort“. Mit dieser Aufforderung aus dem Eröffnungslied „Komm wir segeln übers Meer“ nahmen die Sängerinnen und Sänger des Gemischten Chores die zahlreichen Gäste mit auf die imaginäre Reise über die Weltmeere. Aus dem Dorfgemeinschaftshaus wurde ein Kreuzfahrtschiff, was dank des maritimem Bühnenbildes leicht fiel, und aus der Chorleiterin Ursula Wentz die Steuerfrau.

Konzentriert auf das Dirigat ihrer Steuerfrau eingehend und mit guter Artikulation bewiesen die Crewmitglieder ihre stimmliche Fitness. Den Start ins Mittelmeer gab es mit dem „Komm ein bisschen mit nach Italien“ dem Hit der 50er-Jahre aus dem Revuefilm „Bonjour Kathrin“ von Catharina Valente und Peter Alexander, um dann verträumt und liebevoll erinnernd bei dem neapolitanischen  Volkslied „Vieni sul mar“ die Weite des Meeres zu besingen. Traditionell hat bei den Renhardsweiler Konzerten auch die Instrumentalmusik ihren Platz. An diesem Abend das Duo Marion Rösch und Veronika Burth am Konzertflügel und der Violine. Die beiden studierten Musikerinnen servierten im  Zusammenspiel und instrumentalem Zwiegespräch nicht wie sonst gewohnt mächtig, sondern verspielt und munter tänzerisch „Die schöne blaue Donau“. Beim „La Paloma“, der Sehnsuchtsmelodie von Freddy Quinn hörte man leises Mitsummen um dann in die „Reise ins Glück“ entführt zu werden. Bunt war nicht nur das Outfit der Crewmitglieder des Popchores sondern auch ihre Beiträge. Bei der Ode an die Nordseeinsel „Westerland“ der Punk-Rockband „Die Ärzte“ und dem Nena-Klassiker „Leuchtturm“ sowie dem angelsächsischen Shanty „Drunken sailer“ bewiesen sie Rhythmusgefühl und die wenigen Männer ihre Fähigkeit als sichere Backgroundsänger. Mit die Hinhörer des Abends waren die Langnesewerbung der 80er-Jahre „Like ice in the sunshine“, die der Chor Leichtigkeit versprühend interpretierte und der Kulthit der Beach Boys „Surfin USA“ bei dem auch Körpereinsatz gefordert war.

Extra für diesen Konzertabend zusammengefunden hatten sich die Männer des  Chores „Santiano“, vom Moderator als verwegene Freibeuter der Meere angekündigt. Die beiden Lieder „Frei wie der Wind“ und „Santiano“ der namensgleichen norddeutschen Erfolgsband waren der Männercrew wie auf den Leib geschnitten. Der bunte Mix aus Pop, Irish Folk und Shanty inszenierten sie eingängig und unterhaltsam. Ein Projekt das nach Weiderholung ruft. Am Startort Mittelmeer endete die musikalische Kreuzfahrt bei der der Gemischte Chor mit dem Evergreen„Capri Fischer „ und dem „Funiculi Funicula“ die italienische Leidenschaft lebensnah und mit einer ansteckenden Lockerheit interpretierten.

Kongeniale Begleiter nicht nur bei diesen Liedern sondern bei allen drei Chören waren am Flügel die jungen Pianistinnen Janina Gnand und Sharon Gnann aus Reichenbach.

Mit dem gemeinsamen Schlusslied „Dort am Meer“ endete ein abwechslungsreicher, mit Ohrwürmern gespickter und kurzweiliger Konzertabend, für den die Akteure vom Publikum mit Szenenbeifall und einem kräftigen Schlussbeifall belohnt wurden. Die Zugabe „Seemann deine Heimat ist das Meer“, bei dem die souverän leitende Chorleiterin Ursula Wentz zum Mitsingen aufforderte, verband dann Sänger und Zuhörer zu einem mehrhundertstimmigen Schlusschor.


Fast 300 Sängerinnen und Sänger treten beim Regionssingen in Reinstetten auf

Klaus Haid, 30.11.2017, Chorgattung, Gaue und Verbände, gemischte Chöre, Junge Chöre, Männerchöre, Oberschwäbischer Chorverband, Kommentare schreiben

 

Der Gemeindesaal Reinstetten war letzten Sonntag beim Regionssingen bis auf den letzten Platz belegt. Vorstand Siegfried Wespel vom gastgebenden Liederkranz und der Präsident vom Oberschwäbischen Chorverband (OCV) konnten acht Chöre der Region Iller begrüßen und zusammen mit den Besuchern viele Liedvorträge in bunten Variationen hören. Die Chorgemeinschaft Tannheim mit dem jungen Chorleiter Kevin Prinz begann furios und interpretierte das Volkslied „Es klappert die Mühle“ als Wettstreit unter den Geschlechtern.

Karibische Rhythmen brachte der Singkreis Erlenmoos, unter der Leitung von Sicoe Ille, mit dem Stück „Woza Nkosi“ auf die Bühne. Der Liederkranz Kirchdorf, geführt von Brigitte Mack zeigte sich up to date und trug aktuelle Songs von Helene Fischer und DJ Özi vor. Und die Reinstetter Sänger mit Chorleiter Franz Härter sangen vierstimmige Volkslieder und ein harmonisches „Minnelied“  in Pianissimo.

Vor der Pause überbrachte Ortsvorstehen Franz Kiefer die Grüße der Ortsverwaltung Reinstetten und in Vertretung von Bürgermeister Andreas Denzel der Stadtverwaltung Ochsenhausen. Kiefer ging auf die Vereinsgründung des Gesangvereins im Jahr 1967 ein, Anlass war die Einweihung der neuen Grund – und Hauptschule Reinstetten unter Schulleiter und Chorleiter Franz Wespel und Vorstand Karl Walter. Kiefer gratulierte dem Liederkranz zu seinem 50jährigen Jubiläum, verbunden mit einem finanziellen Beitrag, so wie auch ein Glückwunschbrief mit einem Scheck von Landrat Dr. Heiko Schmid eingegangen ist. Dann übernahm der Vizepräsident des OCV Erwin Gering die Sängerehrung mit Laudatio. Sieben Sänger waren schon vor 50 Jahren aktiv dabei. Josef Baur damals als jüngster mit 17 Jahren. Er, Helmut Baier, Hugo Ehrhart, Rudolf Ehrhart, Walter Heckenberger, Josef Laubheimer sen. und Siegfried Wespel erhielten vom Präsident Schwörer die Goldene Nadel des Schwäbischen Chorverbands und die Urkunde für 50 Jahre aktives Singen im Chor vom Deutschen Chorverband überreicht. Für 40jähriges Singen im Gesangverein wurde Robert Held geehrt.

Der junge Chor Con Takt vom Sängerbund Unteropfingen unter Leitung von Karin Schoch, bekam mit ihrem Auftritt viel Beifall, sind sie doch auch bekannt und erfolgreich bei manchem Sängerwettbewerb. Die Chorgemeinschaft Frohsinn Hürbel und Harmonie Gutenzell unter Leitung von Markus Gerowski sangen stimmungsvoll auf’s Wohl der Frauen und auf die Eroberung vom Paradies. Als gleich 43 Sänger vom Männergesangverein des Musikvereins Dettingen mit ihrem Chorleiter Tobias Schädler auf der Bühne standen, gab es ein imposantes Bild ab. Ihr vielseitiger Liedvortrag mit Hits von Grönemeyer, dem „Augustin-Rap“ und den sanften „Glocken von Isola Bella“ begeisterten sie das Publikum. Vielseitig zeigt sich auch der zuletzt auftretende Chor Horizont mit jungen Sängerinnen und Sängern aus Dettingen und Umgebung unter Leitung von Petra Maier mit „Freedom is Comming“ und „Halleluja“. Und passend zum Abschluss des großen Regionssingens sang der Chor Horizont das Lied „Gute Nacht Freunde“.

 


„Schumpentour“ beeindruckt das Publikum

Klaus Haid, 30.11.2017, Chorgattung, Junge Chöre, Oberschwäbischer Chorverband, Kommentare schreiben

Herbstrevue des Männerchors Eglofs im vollen Dorfstadel lässt keine Wünsche offen

An zwei Abenden ist der Männerchor Eglofs zusammen mit seiner „Quintessenz“ unter Leitung von Sebastian Kaufmann auf „Schumpentour“ gegangen. Mitreisender war der von Holger Frank Heimsch geführte Chor der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, der den Namen „Chormäleon“ trägt.

Die Besucher im ausverkauften Dorfstadel erwiesen sich als begeisterungsfähige Augenzeugen dieses bunten Ausflugs zu interessanten Städten und vielversprechenden Orten. Seit vielen Jahren überrascht der Männerchor sein Publikum mit immer neuen Ideen für seine Konzertrevuen. Und wenn auch jede für sich ein Knüller war, so darf man ohne Übertreibung behaupten, dass diesmal unter der Projektleitung von Günther Böhm und Sebastian Kaufmann wie Markus Frick als Verantwortliche für Programm und Regie „der Vogel abgeschossen“ wurde. So und ähnlich äußerten sich die Zuhörer nach zweieinhalb Stunden Show, die in sich stimmig war und keinerlei Wünsche offen ließ.

Den „roten Faden“ durch die Show spannte Leander Möller als Ferdinand, dem Prachtstück aus einem Allgäuer Kuhstall. Wobei das Wundertier ebenso Joseph von Eichendorff rezitierte, wie es vor der „Feinstaub-Problematik“ warnte oder den Weg über den großen Teich und zurück ins schöne Ungarnland ebnete. Alle Texte, die aus bekannten Liedern „Allgäu-Spezifisches“ und Erheiterndes machten, waren Josef Bischofberger zu verdanken. Dass Themen und Bühnendekoration gut miteinander harmonierten, dafür war Ulrich Herkle verantwortlich.

Begleitet von Tobias Rädle am Piano, dem Bassisten Jeff Wohlgenannt und der Cellistin Josephine Klein sowie Anna Kaufmann mit der Violine und Jonas Herkle an den Schlaginstrumenten wurden zunächst mit Eichendorffs „Mondnacht“ die Flügel der Seele weit gespannt, um gemäß einer fränkischen Volksweise hinaus „in Gottes schöne Welt“ zu fliegen.

Erster Höhepunkt des Programms war zweifellos die Fahrt zum Genfer See, wo Solist Markus Frick vom „Smoke on the water“ und den von Deep Purple wahrgenommenen Ereignissen zu berichten wusste.

Dann lieferten die „Chormäleons“ aus Stuttgart ihre Visitenkarte ab. Mit überaus frischen jugendlichen Stimmen zeigten die Gäste, was hinter dem gern benutzten Ausdruck „Feuerwerk der Chormusik“ steckt.

Großartiger A-Cappella-Klang ging über in ein Medley des Musicals „Les Miserables“, bei dem Solisten ihr Können zeigten. Im zweiten Teil folgte zwei fröhlichen Beiträgen der zu einem Klassiker avancierte Song der Rockmusik „Music“ von John Miles. Tosender Applaus brandete auf, als die letzten Takte von Maybebops „Schwarz oder Weiß“ verklungen waren. In die Zeit der großen Las Vegas- Auftritte durfte man sich zurückversetzt fühlen, als Männerchor und Quintessenz ein Medley anstimmte, das Frank Sinatra gewidmet war. Ein aus Touristen, Werktätigen und Größen des amerikanischen Schaugeschäfts zusammengesetztes Völkchen intonierte international bekannte Songs wie „Strangers in the night“, „Fly me to the moon“ oder „New York, New York“. Nicht weniger farbenfroh und lebendig ging es beim „Ungarischen Schumpentanz“ zu, der dem „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms entlehnt war. Wehten hier Impressionen von feurigem Csárdás und süffigem Tokajer durch den Saal, so ging es bei den „Sieben mageren Rindern“ wieder überaus ländlich. Das blieb auch so, als das schon in Eglofs als legendär zu nennende „Mir heibet heit“ für erneute Lacher sorgte. Udo Lindenbergs „Cello“, von Florian Widmann vorgetragen, war dazwischen der Ruhepol.

„Ihr seid tolle Gastgeber und habt eine tolle Show einstudiert.“ Mit diesen Worten bedankte sich Chorleiter Heimsch bei den Eglofsern und rief zu einem gemeinsamen Schlusslied auf. Dass es gerade die „Schwabenhymne“ der Gruppe „Füenf“ war, gefiel dem Publikum besonders. Und so mancher wird im Stillen mitgesungen haben: „Deutschland, gib nicht auf. Doch es gibt ein kleines Volk im Süden, das hat es ein kleines bisschen besser drauf.“


„ConTakt“ setzt mit der Inszenierung  der „Musketiere“ einen weiteren Glanzpunkt

Klaus Haid, 30.11.2017, Chorgattung, gemischte Chöre, Junge Chöre, Oberschwäbischer Chorverband, Kommentare schreiben

ConTakt-Konzert 2017 in Kirchdorf

Wieder einen Konzertabend vom Feinsten erlebten die nahezu 1000 Besucher am Wochenende in der Kirchdorfer Festhalle. An beiden Konzertabenden gelang dem aus dem Sängerbund Unteropfingen hervorgegangenen gemischten Chor „ConTakt“,  eine  weitere Höchstleistung in seiner noch jungen Geschichte. Verdienter Lohn für eine überaus intensive Probenarbeit, hatte Chorleiterin Karin Schoch doch eine höchst anspruchsvolle Mischung aus Klassik, Rock Pop und Musical zusammengestellt.

Einfach Mensch sein, auch in seinen Schwächen und seinem Versagen, stand als richtungsweisendes Motto über den Titeln des ersten Konzertteils. Klar, dass da Herbert Grönemeyers bekannter Hit „Mensch“, arrangiert von Oliver Gies, nicht fehlen durfte.  Vom Chor und den Solistinnen Kathrin Binder und Ilona Bihlmayer ausdrucksstark vorgetragen, war er ebenso ein Highlight wie die vom gleichen Musiker komponierten Variationen zu alten Volkslied „Die Gedanken sind frei“. Den Einstieg  hatten zuvor der fetzig vorgetragene englische Titel „Same nights“ und das ebenfalls von O. Gies als Chor arrangierte „Vogellied“ gemacht, letzteres in humorvoller Weise von verrückten Ideen erzählend, die plötzlich zerplatzen.  Ernsthafter daher kamen da die Titel „Up where we belong“ und „Unchained melody, verbunden mit dem Rat, trotz aller Mühsal hoffnungsvoll in kleinen Schritten vorwärts zu gehen und sich zu befreien. Großen Beifall erhielt auch  das ungemein schwungvoll vorgetragene „Shut up and dance with me“, mit der darin enthaltenen Aufforderung, sich einfach zu freuen statt zu jammern und zu räsonieren, ebenso „Unwritten“, von der Komponistin als Geburtstagsgeschenk für ihren Bruder als Anstoß verfasst, jeden neuen Tag als ein leeres Blatt Papier zu betrachten, das  man beschreiben kann.

Nach der Pause hieß es, wie schon seit mehr als einem Jahrzehnt: Bühne frei für das Musical. Diesmal ging die historische Reise in das Paris des 17. Jahrhunderts, wo Alexandre Dumas seinen Roman „Die drei Musketiere“ am französischen Königshof spielen ließ. In historisch stimmigen Kostümen,  als König und Königin, geistliche Würdenträger, Soldaten der königliche Elitetruppen, Edelleute, Bedienstete und Bürgerinnen und Bürger gekleidet, stellten sie spielend und singend die Protagonisten der Handlung dar. Überwiegend waren dabei die wichtigen Rollen doppelt, teilweise sogar dreifach besetzt, ein Beweis dafür, dass der Chor mit einer großen Zahl von Solostimmen glänzen kann. So traten als  intriganter und machthungriger Kardinal Richelieu nacheinander Martin Bock, Peter Kohler und Jürgen Notz auf, Karin Schoch und Ilona Bihlmayer als Königin, Anne Wesch und danach Uli Haar als Constance. Neben dem jungen Adeligen D‘Artagnan (Timo Lorenz) sangen  Robert Pfeifer, Dominik Link und Christoph Göppel die Rollen der drei Musketiere.

 

Tanja Gnann setzte sich als die Femme  Fatale Milady de Winter in Szene und  in Julia Zwiesler hatte das Stück seine charmante und gewitzte Erzählerin. Großen Anteil hatten neben dem Chor und seinen Solisten auch die Instrumentalisten um den bewährten Pianisten Thomas Hörmann: sein Sohn Stefan (Klavier), Jürgen Graf und Jörg Stanger (Violine, Gitarre), Fabian Mrosz (Bass) und Lars Riedel (Schlagzeug).

Nach dem mächtigen Schlusslied „Einer für alle, alle für einen“ hatte die Vereinsvorsitzende Ulrike Haar vielen zu danken, ganz besonders aber der unermüdlichen Karin Schoch, die für dieses Konzert nicht nur Dirigentin war, sondern auch als Komponistin in einer bewundernswerten Fleißarbeit das komplette Arrangement für das Musical geschrieben hatte.  Ein mächtiger Schlussapplaus und die stürmisch geforderte Zugabe „Music was my first love“ beendeten den  rundum begeisternden Konzertabend.


Landesjugendchöre aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Radiomagazin Vocals On Air

Vocals On Air, 30.11.2017, Chorgattung, Chorliteratur / Medien, Chorpraxis, Gaue und Verbände, Gelesen, gehört, gemischte Chöre, Jugendchöre, Junge Chöre, Nachwuchsarbeit / Werbung, Neuerscheinungen, Singen und Stimme, sonstige Chöre, Themen, Kommentare schreiben

Medientipp: Geistliche und weihnachtliche Musik mit der Vocalband Viva Voce

In der aktuellen Ausgabe vom Radiomagazin Vocals On Air am Donnerstag 30. November und 7. Dezember 2017 präsentiert Moderator Holger Frank Heimsch Jugendchöre aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dabei steht das musikalische Programm im Mittelpunkt. Mit den Gästen der Sendung stellt Vocals On Air die Vielfalt der Jugendchöre  vor. Neben den Chor-News darf man sich auf vorweihnachtliche und spirituelle Vokalmusik von Viva Voce freuen.

2018 großes Jubiläum: Landesjugendchor Sachsen

„Der Landesjugendchor Sachsen ist ein sehr junger Chor, der es sich zur Aufgabe gesetzt hat das vokalreiche Sachsen musikalisch zu bereichern und weniger bekannte Vokalmusik zu erarbeiten“, so der künstlerische Leiter Ron-Dirk Entleutner. „Anlässlich des 10jährigen Bestehens des Chores wird es 2018 ein Ehemaligenprojekt geben und a cappella und chorsinfonische Konzerte.“

Viele Sprachen – ein Klang: Schweizer Jugendchor

„1994 wurde der Chor gegründet und wir proben, auf Grund der vier Landessprachen, in Deutsch und Französisch.“ so Nikolas Klose, der als Deutscher in der Schweiz studiert und Sänger im Schweizer Jugendchor ist. „Highlights waren die Neuarrangements von Schweizer Volksliedern im Stile der Komponisten aus anderen Ländern. So hat ein türkischer Komponist das Schweizer Volkslied „Dort oben uf em Berge“ mit türkischen Volksliedern vermischt“.

Starker Medienauftritt: Landesjugendchor Vorarlberg

“Bei uns gab es ganz wenig Jugendchöre. Mit dem Landesjugendchor Vorarlberg ist es unser Ziel, die jungen Sängerinnen und Sänger dort musikalisch abzuholen, wo sie sich selbst finden. Daher ist das Repertoire modern, aber auch mit klassischen Werken versehen.“ so Chorleiter Oskar Egle. „Seit Gründung des Chores war die mediale Präsentation bei Konzerten und auf YouTube ein fester Bestandteil der Arbeit. Auch hier finden sich die Mitglieder wieder.“

Medientipp : Spirituelle und weihnachtliche CDs der Vocalband Viva Voce

Viva Voce hat sich aus dem Windsbacher Knabenchor heraus gebildet. Die facettenreiche Bandbreite der A cappella-Musik präsentieren wir beispielsweise aktuell mit unserem Weihnachtsprogramm.“ so Bandenmitglied Heiko Benjes. „2018 feiern wir ein Jubiläum mit einem neuen Programm und einer neuen Tour.“ Vocals On Air stellt die aktuellen CDs der Band vor.

Das Radiomagazin Vocals On Air können Sie am Donnerstag, 30. November & 7. Dezember 2017 um 18:00 Uhr im Internetradio unter www.vocalsonair.de als Stream hören. Diese und viele weitere Sendungen gibt es als Podcasts unter www.soundcloud.com/vocals-on-air


Die schwedische A-cappella-Band „Real Group“ am 7. Dezember 2017 in Villingen-Schwenningen

Isabelle Arnold, 29.11.2017, Chorgattung, Junge Chöre, Veranstaltungen, Kommentare schreiben

Wie kaum eine andere Gruppe hat die schwedische „Real Group“ die A-cappella- und Vocal Music geprägt. Seit über 30 Jahren begeistert das Stockholmer Quintett bei über 3.000 Konzerten auf allen fünf Kontinenten. Mit ihrem ersten „Christmas“-Album beweisen die Ausnahmekönner, dass selbst weihnachtliche Klassiker keine instrumentale Begleitung benötigen. Allein mit ihren Stimmen holen sie den Klang eines ganzen Orchesters auf die Bühne. Das „Christmas in Concert“ am Donnerstag, den 7. Dezember 2017 um 20:00 Uhr im Franziskaner Konzerthaus in Villingen-Schwenningen liefert den Beweis!

„God jul“ heißt es, wenn Nils Landgren, der schwedische Starposaunist alle zwei Jahre „Christmas with his Friends“ und seinem Publikum im Franziskaner Konzerthaus feiert. Diese „Beinahe-Tradition“ wird mit Schwedens Vocal Group der Superlative fortgesetzt – denn dass The Real Group seit Jahren zur absoluten A-cappella-Weltklasse gehört, ist unbestritten. Emma Nilsdotter, Lisa Östergren, Anders Edenroth, Morten Vinther Sørensen und Janis Strazdinš geben Konzerte auf der ganzen Welt, die schwedische Königin bekam von ihnen ein Geburtstagsständchen und sie eröffneten die Fußball-WM in Südkorea. Ihre Alben zählen zu den meistverkauften Scheiben in der A-cappella-Geschichte.

„A cappella“ bezeichnete ursprünglich kirchlichen Gesang, eben „nach Art der Kapelle“. Die Musik von The Real Group ertönt jedoch nicht in Kirchen, sondern in den größten Konzerthallen. Mit ihren Kompositionen und Arrangements hat die Gruppe eine einzigartige Ausdrucksform zwischen Jazz, Soul, Pop, Klassik und skandinavischer Musik geschaffen. Ihre ureigene Kombination aus musikalischer Perfektion, Authentizität und starken Kompositionen, verbunden mit einem großartigen Talent für Unterhaltung auf höchstem Niveau, spricht ein breites und auch junges Publikum an. Und einfach nur bekannte Lieder anzustimmen, reicht dem talentierten Quintett lange nicht mehr, weshalb immer mehr eigene Songs ins Programm aufgenommen werden. Eine Begleitband benötigt die Gruppe natürlich nicht, schließlich lässt sich auch ein Schlagzeug ganz einfach selbst „beatboxen“!

Karten für das Sonderkonzert gibt es im Vorverkauf für 29, 25 und 21 Euro (ermäßigt 50 %) u. a. beim Tourist-Info & Ticket-Service in Villingen (Franziskaner Kulturzentrum) und Schwenningen (Bahnhof), außerdem an allen Vorverkaufsstellen von Kulturticket Schwarzwald-Baar-Heuberg und im Internet.

Telefon: 07721-822525

E-Mail: tickets@villingen-schwenningen.de

Bild © Mats Baecker


Indian Summer Chorfestival 2017 in Malmsheim

Puritscher, 21.11.2017, Chöre 50+, Chorgattung, Chorverband Johannes Kepler, Frauenchöre, Gaue und Verbände, gemischte Chöre, Junge Chöre, Männerchöre, Singen und Stimme, Themen, Veranstaltungen, Kommentare schreiben

Der letzte Samstag im Oktober, herbstliche Außentemperaturen, eine gut gefüllte Schulturnhalle in Malmsheim, die zahlreiche gute Geister des Liederkranzes zuvor präpariert hatten – all das waren gute Voraussetzungen für das Indian Summer Chorfestival, das in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfand und vom Liederkranz Malmsheim ausgerichtet wurde.

Gastgeberchor Malmsheim

Acht Chöre gab es zu hören und zu sehen und eine größere Vielfalt an Darbietungen scheint kaum vorstellbar. Der Stammchor des Liederkranzes Malmsheim gab zum Auftakt „mörderische“ Lieder und Chansons zum Besten. Zusammen mit der Formation Querbeat gelang ein Ausflug in die Welt des Jazz und der Popmusik bevor die Voices of Joy vom Liederkranz Renningen kein Blatt vor den Mund nahmen und dem sachkundigen Publikum englisches Liedgut aus den Bereichen Traditional, Ragtime und Pop präsentierten. Den ersten Programmteil des Abends schloss der Chor Tonträger vom Sängerbund Schwieberdingen mit poppigen und swingenden Titel ab. Bis zur Pause kam keine Langeweile auf und das Publikum honorierte die Beiträge mit ordentlichem Applaus, bevor es eine Gelegenheit zur Stärkung bekam. Der Liederkranz Malmsheim hatte hierfür bestens vorgesorgt, so dass der zweite Teil mit dem Chor Vocal Explosion pünktlich beginnen konnte. Hier standen rockige und poppige Lieder zum Playback auf dem Programm. Weiter ging es dann gleich mit der Formation InTakt aus Magstadt, die ein buntes poppig-rockiges Programm für uns einstudiert hatte. Es folgten Male:Vox vom Frohsinn in Renningen mit einem bunten Strauß aus Musical, Pop und Country, bevor das Ensemble Singwerk aus dem Raum Herrenberg das Publikum mit a-Cappella-Versionen bekannter Popsongs verzauberte. weiterlesen »


Ergebnisse des Landeschorwettbewerbs 2017 in Bretten

Isabelle Arnold, 21.11.2017, gemischte Chöre, Jugendchöre, Junge Chöre, Kinderchöre, Männerchöre, Veranstaltungen, Kommentare schreiben

Vom 18. bis 19. November fand in Bretten der Landechorwettbewerb statt. Fast 50 Chöre und Ensembles hattens ich an diesem Wochenende in 12 Kategorien den Jurys gestellt. Dabei ging es aber nicht nur darum eine Leistungsbeurteilung von Experten ihres Faches zu bekommen, sondern auch um die Weiterleitung zum Deutschen Chorwettbewerb im nächsten Jahr. Zehn Chöre haben in Bretten ihr direktes Ticket zum Deutschen Chorwettbewerb vom 5. bis 13. Mai 2018 in Freibugr gelöst. Darunter auch der Chor des Jahres  des Schwäbischen Chorverbandes CalvVoci in der Kategorie Männerchor.

Sechs Teilnehmende Ensembles haben noch die Hoffnung über eine Option zum Deutschen Chorwettbewerb zugelassen zu werden.

Alle Wertungen des Wettbewerbs gibt es hier.


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