Singen und Stimme Aktuell des Schwäbischen Chorverbandes

Der Weblog des Schwäbischen Chorverbandes

175 Jahre Liederkranz Pfullingen e.V.

Festakt und Festkonzert beim Liederkranz Pfullingen e.V.

Unter der Führung des Kaufmanns Louis Raiser fand sich im Jahr 1837 eine Gruppe sangesfreudiger Männer zusammen, um den Verein zu gründen, der in diesem Jahr seinen großen Geburtstag feiern darf: Der Liederkranz begeht als einer der ältesten Gesangvereine im Schwäbischen Chorverband sein 175jähriges Jubiläum.

Beim Festakt am 28. Januar 2012 begrüßte der Vorsitzende Eugen Hilbertz die vielen Gäste und Ehrengäste in den Pfullinger Hallen. Bürgermeister Rudolf Heß, Landrat Thomas Reumann, der Präsident des Schwäbischen Chorverbandes Dr. Eckhart Seifert und Irmgard Naumann, die Präsidentin des CV Ludwig Uhland gratulierten dem Liederkranz und zollten ihm hohe Anerkennung für seine musikalische Arbeit, die immer Tradition und Fortschritt zu verbinden wusste, für seine Kontinuität in guten und in schweren Zeiten, und nicht zuletzt für seine kulturelle und soziale Bedeutung in der Stadt und der Region. Professor Werner Mezger von der Universität Freiburg hielt den Festvortrag und referierten in launigen Worten über den Chorgesang im Allgemeinen und die Geschichte des Liederkranz Pfullingen im Besonderen.

Die vier Erwachsenenchöre des Liederkranz schufen unter der Leitung von Jürgen Bolle den musikalischen Rahmen. Festliche Titel wie Mozarts “O Schutzgeist alles Schönen” und lyrische Lieder wie “Klänge aus Mähren” von Dvorak oder “Amazing Grace” wurden vorgetragen, teilweise begleitet vom Bläserensemble der Musikschule Pfullingen, von den Pianisten Friedemann Treutlein und Ulli Betz sowie von Thilo Vautländer am Schlagzeug und an den Pauken.

Am Schluss ließ der Gemischte Chor mit “Klänge der Freude” die “Lieder des Jubels” machtvoll zum Himmel empor steigen. Den ganzen Beitrag lesen »

Wie hat Ihnen der Beitrag gefallen?
1 Sterne2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Danke für Ihre Meinung!)
Loading ... Loading ...

Chorprojekt „200 Stimmen ein Klang“

Imposant das Bild, beeindruckend das Klangvolumen, anspruchsvoll und abwechslungsreich das Programm, so präsentierte sich das Chorprojekt  „200 Stimmen ein Klang“  den zahlreichen Besuchern des Geistlichen Konzerts in der Stadtpfarrkirche St. Johann in Bad Saulgau.
Das Anliegen von Chorleiter und Initiator des Projektes Christian Vogt, im Zusammenschluss mehrerer von ihm geleiteten Chöre eine Literatur zu singen, die für kleinere Chöre nicht machbar ist, ging voll und ganz auf. Neben der Hommage an Felix Mendelssohn-Bartholdy, den bedeutenden Vertreter der Romantik, waren es die zeitgenössischen geistlichen Werke, die dem ganz  in A-cappella gesungenen Konzert seine Wirkung gaben.
Schon beim eröffnenden „Jauchzt dem Herrn, alle Welt“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy konnte man sich vom Spannungsbogen der strahlenden Stimmen der Kinder und Jugendlichen des Mittelstufenchores der Freien Waldorfschule,  der Dynamik der Frauenstimmen und den gehaltvollen Männerstimmen der Chöre aus Göppingen, Suppingen und dem Männerchor Bad Saulgau einstimmen lassen.

Die beiden Chorleiter Christian Vogt und Gunter Rall sowie der Rezitator Manfred Tächl freuen sich mit dem Vorsitzenden des Männerchores Bad Saulgau, Joachim Farger (v.li) und den Chormitgliedern über das gelungene Chorprojekt

Aus dem Oratorium „Elias“ stammen die beiden Motetten „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ und „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“ vom Chor homogen und den Intentionen des Chorleiters folgend dargebracht. Das eichendorff’sche Morgengebet „O wunderbares tiefes Schweigen“ gefiel durch den wirkungsvollen Wechsel der feinen Frauenstimmen und den ausdrucksstarken Männern. Im dynamischen Crescendo der Männerstimmen eröffnend bis zum im feinsten Piano verklingenden Mortis nostre und dem finalen Amen war das „Ave Maria“ des zeitgenössischen Komponisten Rolf Lukowsky einer der Hinhörer des Konzerts. War das „God be in my head“ noch ruhig fließend, ließ der Chor beim Spiritual „I can tell the world“ aufhorchen. Der Rhythmusvorgabe der eröffnenden jungen Stimmen folgend, ließ sich der Chor ganz auf die Stimmung des Spirituals ein. Besonders schön, das kraftvolle „Yes singing“. Den ganzen Beitrag lesen »
1 Sterne2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertung(en), Beitrag mit 5,00 von 5)
Loading ... Loading ...

150 Jahre Eintracht Poppenweiler

Mit „Swingin’ Mörike“ Einstieg in das Jubiläumsjahr

 Jens Holzingers Vertonung von Mörike-Gedichten hat ein Projektchor des Jubilars einstudiert, um in der Matinée am Sonntagmorgen die Gäste in der Kelter zu begeistern. Seit April 2010 hat Dirigent Andi Rapp in den Proben seine 18 Sängerinnen und Sänger für diese Ur-Aufführung ‚geplagt’, bis jeder Ton, jedes Tempo und jeder Schritt gepasst hat. Das Gedicht „An die Geliebte“ wurde so zur Pop-Ballade, im Boogie-Woogie-Rhythmus kam „Josephine“ daher und das poetische Kleinod „Um Mitternacht“ wurde als fetziger Tango vorgetragen. Der musikbegeisterte Mörike hätte sich wohl mehrmals die Augen gerieben, wenn er vor ca. 180 Jahren diese Lieder hätte hören können. Dass der Chor die 12 Lieder so locker und konzentriert vortragen konnte, lag auch mit an der professionellen Klavierbegleitung durch Jürgen Zimmermann.

Vorständin Gaby Knorpp stellt in einem kurzen Rückblick zu Beginn der Vorstellung die Vereinsgeschichte von der Gründung im Jahr 1862 bis zum heutigen Tag dar. 1994 stand der Verein kurz vor dem Aus, mit dem Kern des heutigen Chörles hat sie jedoch in den letzten 18 Jahren den Verein bis zu seiner heutigen Blüte wieder aufgebaut – vom Zwergensingen der 10-18 monatigen Kleinkinder bis hin zum Seniorenchor der über 65-Jährigen ist bei der Eintracht Poppenweiler alles vertreten.

Diesem guten Vereinszustand zollten auch die prominenten Redner viel Lob: Ludwigsburgs OB Werner Spec meinte „Ganz Ludwigsburg ist stolz auf diesen Chor“; Wolfgang Layer vom SCV bezeichnete Gaby Knorpp als Macherin, die Neues rasch in die Realität umsetzen könne; Anton Klotzbücher vom Sängerkreis Mittlerer Neckar würdigte die vielseitige Vereinsarbeit in Poppenweiler und Peter Teufel als Vorsitzender der Ludwigsburger Gesang- und Musikvereine bescheinigte Gaby Knorpp viel Engagement und Idealismus. Den ganzen Beitrag lesen »

Wie hat Ihnen der Beitrag gefallen?
1 Sterne2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Danke für Ihre Meinung!)
Loading ... Loading ...

Internationaler Chorwettbewerb in Frankfurt

Im Rahmen des Deutschen Chorfestes findet vom 07.-09. Juni 2012 in Frankfurt wieder der Internationale Chorwettbewerb statt. Teilnehmen können alle nichtprofessionellen Chöre mit mindestens 16 Mitgliedern, nur in der Kategorie Jazz/Pop sind kleinere Gruppen zugelassen. Acht Kategorien von Alter Musik bis Musical stehen zur Wahl.

Kategorien

Die Chöre melden sich, unabhängig von der Chorgattung, in einer durch eine Musikepoche bestimmten Kategorie an. A Alte Musik/Klassik, B Romantik geistlich, C Romantik weltlich, D Moderne, E Jazz/Pop/Gospel, F Folklore/World Music, G Show/Musical, nur H Kinderchöre können sich als Chorgattung in den Wettstreit begeben und wählen ihr Programm frei. Innerhalb der Kategorien werden jeweils zwei Leistungsstufen unterschieden.

Anmeldung

Zur Anmeldung gehören folgende Unterlagen: Eine kurze Beschreibung des Chores mit Bild und ein kurzer Text über den Chorleiter, die Zuordnung in eine der Kategorien A-H, ein möglichst aktuelles Tondokument als CD oder als MP3-Datei. Eine Selbsteinschätzung bezüglich der beiden Leistungsstufen I und II ist erwünscht, aber nicht Bedingung. Eine frühe Anmeldung gibt dem Veranstalter Gelegenheit, besondere Bedürfnisse der Chöre zu berücksichtigen. Das genaue Programm muss bis spätestens zum 31. Januar 2012 mit jeweils drei Notenexemplaren für die Jury eingereicht werden.

Weitere Informationen, Anmeldeunterlagen, sowie die genauen Anmeldeformalitäten unter: http://www.chorfest.de/konzerte/chorwettbewerb/

1 Sterne2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertung(en), Beitrag mit 5,00 von 5)
Loading ... Loading ...

Festliche Verabschiedung nach 43 Jahren Chorleitung

Weihnachtskonzert des Kirchheimer Liederkranzes in ausverkaufter Christuskirche

Der Termin für das Weihnachtskonzert des Kirchheimer Liederkranzes am  3. Advent stand dieses Jahr im Wettbewerb mit mehreren ähnlichen Veranstaltungen. Zur freudigen Überraschung der Verantwortlichen des Vereins strömten die Besucher schon lange vor Beginn und füllten die Christuskirche bis auf den letzten Platz. Das zeigte nicht nur das Interesse an einer anspruchsvollen musikalischen Unterhaltung, sondern auch die Verbundenheit mit dem 1826 gegründeten und damit ältesten Kirchheimer Verein.

Zum Beginn zog der Kinderchor der Alleenschule Kirchheim mit brennenden Kerzen in die Kirche ein. Unter der Leitung von Nadja Köppel trugen die kleinen Sängerinnen und Sänger fünf Lieder vor, die sie zum Teil mit rhythmischen Bewegungen anreicherten, begleitet von Raphael Lindeke auf der Gitarre.

Der gemischte Chor des Kirchheimer Liederkranzes stimmte mit drei Weihnachtslieder gemeinsam mit dem Esslinger Liederkranz auf die Weihnachtszeit ein. Die Kooperation der beiden Chöre besteht schon viele Jahre und die Klangfülle der fast 60 Sängerinnen und Sänger war beachtlich.

Das Weihnachtsoratorium von Camille Saint Saëns erfreute mit seinem feinen klassizistischen Stil, sanft fließenden Melodien und schwebender Harmonik einen Eindruck von Leichtigkeit und Zartheit, dessen Klänge durch die meisterhafte Begleitung der Orgel von Ralf Sach und den Vortrag der Solisten der Musikhochschule Stuttgart verstärkt wurden. Der Wechsel zwischen den Soli von Sopran, Mezzosopran und Alt sowie Tenor und Bass-Bariton und ihren Vorträgen im Solo bis zum Quintett und den Chören von „Gloria in altissimis  Deo“ bis zu „Tollite hostias“  warvon Prof. Hempel meisterhaft einstudiert worden. Derbegeisterte Beifall der Zuhörer war verdient. Den ganzen Beitrag lesen »

Wie hat Ihnen der Beitrag gefallen?
1 Sterne2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Danke für Ihre Meinung!)
Loading ... Loading ...

Weihnachtskonzert Liederkranz Hirschau

Wieder stand der 4. Adventssonntag im Zeichen eines weihnachtlichen Melodienreigens des Liederkranzes Hirschau in der Hirschauer Kirche und viele Gäste folgten der Einladung.

Mit “Macht hoch die Tür” eröffnete der gemischte Chor das Konzert, dem viele weitere schöne Weihnachtslieder folgten. Auch der Kinderchor hatte großen Anteil am Gelingen. Wenn unser Heiland da ist, Maria sich über ihr Kind freut, dürfen auch die Hirten laut und fröhlich singen und tanzen, was die Zuhörer zu Sonderapplaus motivierte.

Männerchor und Frauenchor wechselten sich im Programm ab und erfreuten mit wunderbaren Weisen wie “Es kam ein Engel Gottes” oder “In nächtger Stille”. “Ich steh an deiner Krippe hier” – eine Herausforderung für die Bass-Stimmen, die sehr schnell singen mussten, während Sopran und Tenor es etwas gemächlicher hatten.

Mit dem Kinderchor gemeinsam erklangen die Spirituals “Amen” und “This little light of mine”, was guten Anklang beim Publikum fand. Weihnachtliche Weisen wie “Engel singen Jubellieder”, “Noel, Noel” und “Transeamus” bildeten den Schluß des harmonischen Programms. Mitwirkende waren auch wieder der Musikverein, der Akkordeonclub, die Gruppe Ziehblech und die Bloamberger Alphornbläser. Vorsitzender E. M. Friedrichs bedankte sich bei allen Mitwirkenden und bat um Spenden für den Verein für Mukoviszidose Kranke. Gemütlich konnte der Abend bei Speis und Trank ausklingen. (Patrizia Friedrichs)

1 Sterne2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertung(en), Beitrag mit 5,00 von 5)
Loading ... Loading ...

Musik erfüllt die Welt, musisches Wochenende für Sängerinnen und Sänger von kirchlichen und weltlichen Chören

Diese Wochenende richtet sich an Sängerinnen und Sänger, die Freude am Chorgesang haben und gerne in der Gemeinschaft singen mögen. Inhalte sind neben Stimmbildungsübungen vor allem chorischer Gesang von bekannten weltlichen und geistlichen Liedern. Den Abschluss bildet die musikalische Gestaltung des Sonntagsgottesdienstes in der Hauskapelle.

Termin: 16. bis 18. März 2012
Ort:  Tagungshaus Regina Pacis  der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Leutkirch
Veranstalter: Landvolkshochschule Leutkirch
Leitung: Chordirektorin Anne-Regina Sieber, Verbandschorleiterin im Oberschwäbischen Chorverband

Anmeldung: LVHS Leutkirch, Bischof-Sproll-Str. 9, 88299 Leutkirch
Telefon 07561/9813838, Fax 07561/9813840,
e-mail: LVHS-Leutkirch@t-online.de oder
www.tagungshaus.net/regina-pacis „Angebote und Veranstaltungen“

Wie hat Ihnen der Beitrag gefallen?
1 Sterne2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Danke für Ihre Meinung!)
Loading ... Loading ...

Ein besonderes Chor-Projekt zum 60. Geburtstag des Landes Baden-Württemberg

Singakademie 60 + -

Kursinhalt:
Zum 60. Geburtstag (25. April 1952) des Landes Baden-Württembergs wird ein ganz besonderes Projekt auf die Beine gestellt. Sängerinnen und Sänger des Jahrganges 1952 sind eingeladen, gemeinsam mit den beiden Chorverbänden Badischer Chorverband und Schwäbischer Chorverband und der Landesakademie für die musizierende Jugend ein spannendes und kurzweiliges Konzertprogramm mit Vertonungen von Chormusik baden-württembergischer Dichter zu realisieren. Den Abschluss dieses einmaligen Projektes bildet eine Tournee durch die verschiedenen Landesteile Baden-Württembergs vom 01.11. – 04.11.2012. Parallel dazu werden Kabarettisten aus den jeweiligen Landesteilen das Konzertprogramm bereichern.

Weitere Probetermine:     29.10. – 01.11.2012 (Kurs 12.1029.1)
Konzert-Tournee:    01.11. – 04.11.2012

Zielgruppe:
Sängerinnen und Sänger des Jahrganges 1952

Leitung: Den ganzen Beitrag lesen »

1 Sterne2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertung(en), Beitrag mit 5,00 von 5)
Loading ... Loading ...

Charles Dickens’ A Christmas Carol

Das Licht geht aus und Charles Dickens betritt die Bühne. Schwarzer Frack, braune Weste, silberne Uhrenkette, lockiges graues Haar, langer Bart. In der Hand hält er sein berühmtestes Buch, die Weihnachtsgeschichte “A Christmas Carol”. Er schlägt die erste Seite auf und beginnt zu erzählen: “Marley was dead, to begin with. There is no doubt whatever about that.” Von der ersten Minute an haben die rund 200 Besucher in der Mehrzweckhalle in Seißen am Dienstag fasziniert die Europapremiere des “Eagle”s Nest Theatre” aus Melbourne verfolgt, das von der Ortsverwaltung und dem Liederkranz Seißen sowie Thomas Dentler, Intendant des Theaters in der Westentasche, nach Seißen geholt wurde.
Die englischsprachige Theateraufführung war die erste des neuen Kooperationsprojektes “Kunst im ländlichen Raum” und wurde diesem Motto mehr als gerecht. Die Inszenierung des australischen Theaters braucht kein Bühnenbild, keine Musik, kein Ensemble. Sie lebt ganz allein von Phil Zachariah, der nicht nur Charles Dickens wirklichkeitsgetreu darstellt, sondern auch die über 20 Charaktere in der Erzählung “A Christmas Carol” gekonnt verkörpert. Jeder Person verleiht er durch eine eigene Stimme, Sprechweise und Körpersprache Wiedererkennungswert. Obwohl James Adlers minimalistische Inszenierung auf den ersten Blick modern wirkt, atmet sie doch den Geist Englands Mitte des 19. Jahrhunderts. Schließlich hat sich der Regisseur an Dickens eigenen Aufführungen der Erzählung und dessen Arbeitsnotizen orientiert und die sozialkritische Intention deutlich herausgearbeitet.
Protagonist ist Ebenezer Scrooge, ein alter, geiziger, kaltherziger Geschäftsmann. An Heilig Abend besuchen ihn sein verstorbener Teilhaber Morley sowie die Geister der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnacht. Die fantastischen Begegnungen führen ihm seine Schlechtigkeit, das Leid seiner Mitmenschen und die Folgen seines Handelns vor Augen und ermöglichen es ihm, ein besserer Mensch zu werden. “Are these the shadows of the things that will be, or are they shadows of things that may be, only?”, fragt Scrooge verzweifelt den letzten Geist. Am Ende feiert der Weihnachten ablehnende Scrooge mit seinem Neffen, erhöht das Gehalt seines armen Angestellten und schenkt dessen Familie einen Truthahn.

Die kühle Atmosphäre der Mehrzweckhalle hindert Zachariah nicht daran, Emotionen wie Trauer, Angst, Wut und Schmerz, aber auch Mitgefühl, Freude und Glück zu transportieren. Seine Mittel sind eine herausragende Mimik, Tempo und ausgefeilte Dramaturgie. Er ist immer in Bewegung, hält den Spannungsbogen, spricht die Dialoge so fließend, als hätte er einen Gesprächspartner. Durch viele komische und anrührende Szenen wird der ernste Tenor des Märchens abgeschwächt. Dem Humor Dickens und dem Stück in fünf Strophen im Allgemeinen können wohl nur Besucher mit sehr guten Englischkenntnissen oder mit dem Inhalt der Geschichte Vertraute folgen.
Dafür bleiben Scrooges Schlussworte “Merry Christmas” und “God bless us, everyone” wohlig-weihnachtlich im Gedächtnis. “Es ist ein großes Privileg hier zu spielen. Die Menschen auf dem Land verstehen, warum man sich gegenseitig braucht”, sagte James Adler, Regisseur und Intendant des “Eagle”s Nest Theatre”. Diese Botschaft wolle das Theater nun auch in die Städte tragen.

Ulrike Ruopp

Wie hat Ihnen der Beitrag gefallen?
1 Sterne2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Danke für Ihre Meinung!)
Loading ... Loading ...

„Konzertchor Federsee“ bietet beachtliche Leistung

Für das traditionelle Konzert am vierten Adventswochenende hat der „Konzertchor Federsee „ im Liederkranz Bad Buchau unter der Leitung von Peter Schmitz mit dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saens seiner  Chorgeschichte einen weiteren Höhepunkt hinzugefügt. Ergänzt wurde das Konzert ,durch das „Magnificat” von Giovanni Battista Pergolesi und der Kantate 61 „Nun komm, der Heiden Heiland” von Johann Sebastian Bach. Während der Chor vor allem in den Chorälen seine Stärke zeigte, überzeugte das Orchester „capella novanta” unter Günther Luderer die Zuhörer in der gutgefüllten Stiftskirche durch seine Perfektion.

Gleich fünf Gesangssolisten, zum Teil von Peter Schmitz ausgebildet, waren in das mächtige Chorwerk eingebunden. Heidi Albinger-Seel (Sopran), Silvia Mütterlein (Mezzosopran und Alt) sowie Anna Burbulla (Mezzosopran), Simon Daiber (Tenor) und Matthias Rolser (Bariton) beide auch schon des Öfteren bei Chorkonzerten des Liederkranzes dabei, verstanden es auf Anhieb die Zuhörer zu begeistern. Nach nicht enden wollendem Schlussbeifall bedankte sich der Chor mit der Wiederholung des letzten Liedes „Bringet Opfer und betet den Herrn an in seinem Heiligtum” aus dem Weihnachtsoratorium. Mit Blumensträußen für die Solisten und Chorleiter Peter Schmitz bedankte sich der Liederkranz für die erstklassige Darbietung.

KWE/SZ-FOTO: KLAUS WEISS
Wie hat Ihnen der Beitrag gefallen?
1 Sterne2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Danke für Ihre Meinung!)
Loading ... Loading ...

Copyright © 2010, Bütefisch Marketing & agentur einfach-persoenlich
63 queries, 0,655s | Beiträge (RSS) & Kommentare (RSS) | powered by wp