Singen und Stimme Aktuell des Schwäbischen Chorverbandes

Der Weblog des Schwäbischen Chorverbandes

Liederkranz Wildenstein und Gäste geben eindrucksvolles Konzert

Eine schöne Einstimmung auf die Weihnachtszeit bot am Samstagabend der Liederkreis Wildenstein in der evangelischen Martinskirche. Zusammen mit Nachwuchsinstrumentalisten und dem Liederkranz Ellenberg als Gastchor gestalteten die Sänger ein Konzert mit Weihnachts- und Adventsliedern, barocker Musik, aber auch eingängigen Melodien aus Schlager und Pop.

Umrahmt wurden die Chorwerke von jungen Musikern der Familien Hammerl und Litak. Als wunderbar lebhafte und klanglich strahlende Einleitung war der „Einzug der Königin von Saba“ aus Georg Friedrich Händels Oratorium „Salomon“ zu hören. Später folgte, von Franziska Hammerl gesungen, ein innig vorgetragenes und auf Violoncello wie Klavier sehr einfühlsam begleitetes geistliches Wiegenlied von Johannes Brahms.

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Zwischen Volkslied und Operettenseligkeit

Als die Sängerinnen und Sänger des Crailsheimer Kammerchores ihr Lehár-Potpourri geendet hatten, schallte ihnen in der bis auf den letzten Platz belegten Ingersheimer Festhalle begeisterter Applaus entgegen. Der Vortrag des von Bettina Kartak geleiteten und von Marlene Wollmann am Klavier begleiteten Chores zählte am Sonntagabend zu einem der Höhepunkte des 41. Herbstkonzertes der Crailsheimer Chöre.

Das Publikum konnte zwischen „Immer nur lächeln“, dem „Soldat am Wolgastrand“ und „Dein ist mein ganzes Herz“ innerlich mitsummend schwelgen. Aus dieser Operettenseligkeit wurde es gleich darauf von den „Vielharmonikern“ gerissen, die unter der Leitung von Arnulf Brenner ein begeisternd peppiges Programm boten. Den ganzen Beitrag lesen »

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Mondnacht mit Vielfalt beim Frauenchor des Schwäbischen Chorverbandes

Aus der Hohenloher Zeitung vom 19.07.2011, Von Claudia Burkert-Ankenbrand

Foto: Claudia Burkert-Ankenbrand

Öhringen – Am dunklen Nachthimmel sieht er aus wie eine flache gelbe Scheibe oder wie eine schmale Sichel ? und doch hat der Mond mehr als zwei Seiten. Der Erdtrabant reflektiert nicht nur die Strahlen der Sonne, sondern auch die Sehnsüchte der Menschen. Das Konzert des Frauenchores “La Chorella” ist eine musikalisch-poetische Reise zum Mond. Die Leitung hat Wiltrud Reusch-Weinmann, die es schafft, die Zuhörer im Foyer der Richard-von-Weizsäcker-Schule auf den nahen Erdtrabanten zu versetzen. Im übertragenen Sinn versteht sich.

Das besondere an der Mondnacht mit dem Frauenchor des Schwäbischen Chorverbandes, der Sopranistin Mirella Hagen und der Pianistin Sabine Eberspächer liegt in der Vielfalt: Die Konzertbesucher genießen mit allen Sinnen. Fürs Auge ist die Bühne: Planeten ziehen am nachtschwarzen Firmament ihre Bahnen über einer silbernen Mondlandschaft. Frauenstimmen, Soli, Gedichte und Texte über den Mond sind für die Ohren. Zu hören gibt”s vom Bechstein-Flügel klassische Werke, die Werken modernerer Kulturen gegenüberstehen.

Die Romantik behält jedoch die Oberhand ? kein Wunder, rankte sich doch gerade um den Mond die Sehnsucht dieser Epoche. Bei Silchers “Der Mond” zieht die Sopranistin Mirella Hagen das Publikum in ihren Bann. Ihre fesselnd innige Interpretation der Kunstlieder von Schubert und Brahms voll Melancholie und Sehnsucht erzeugt mit der Klavierbegleitung durch Sabine Eberspächer bewegende Musikmomente. Ohne Sentiments poetisch interpretiert Mirella Hagen mit ihrem schlanken Mezzosopran “Die Nacht” von Richard Strauss und das Lied an den Mond aus Dvoraks “Rusalka”. Die Bezeichnung “Mondscheinsonate” fasst den verzaubernden Eindruck des Eingangssatzes in Worte. Dem Sehnen nach dem Himmelstrabanten verleiht die Pianistin den klingenden Ausdruck. Und in “Clair de lune” lässt sie den silberhellen Schimmer des Vollmonds über die dunkle Landschaft gleiten.

Sabine Eberspächer umreißt mit ausgewählten Versen die jeweilige Stimmung. Der Frauenchor überzeugt mit einem runden ausgewogenen Ensembleklang, der flexibel ist im Interpretieren der romantischen Sätze von Silcher und Brahms. Jede Strophe wird für sich gestaltet und trotzdem die Stimmung, die über jedem Lied liegt, einheitlich wiedergegeben. Auch Cesar Bresgens “O du stille Zeit” profitiert vom plastischen Gestaltungswillen des Chores. “La Chorella” gefällt mit präsenten, klar und gradlinig geführten Stimmen und mit deutlicher Aussprache. Die Chorleiterin geht sehr überlegt an die Werke und mit dem Chor souverän um. So gelingen auch extreme Kontraste mit “Aquarius” und “Let the Sunshine In” aus dem Musical “Hair”. Das Konzert entlässt nach langem Schlussapplaus ein bisschen geheimnisvoll und in jedem Fall ahnungsreich in eine laue Mondnacht.

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