Singen und Stimme Aktuell des Schwäbischen Chorverbandes

Der Weblog des Schwäbischen Chorverbandes

Aktuelles Editorial SINGEN, Ausgabe 02-2012

Liebe Sängerinnen und Sänger,

unsere Aktion Silcher-Socke ist schon weit gediehen. Die Aufsummierung der Spendeneingänge ergibt bereits einen fünfstelligen Betrag. Allerdings liegt dieser noch deutlich unter dem Ergebnis von 1992, als ebenfalls um Spenden für das Silcher-Museum gebeten wurde. Deshalb haben wir die Laufzeit der Aktion Silcher-Socke bis zum 15. Februar 2012 verlängert, zumal uns berichtet wurde, dass in der Advents- und Weihnachtszeit die Chöre mit Proben und Auftritten bis zum Drei-Königs-Singen mit ihrer eigentlichen Aufgabe, eben dem Singen, mehr als ausgelastet seien. Drum wollen wir dem Sammeln eine verlängerte Chance geben.

Am und im Silcher-Museum sind Bau-, Umbau und Neuaufstellungsmaßnahmen zu treffen, die sich auf einen Endbetrag zwischen 40.000 und 50.000 € bewegen werden. Manche Maßnahmen dulden keinen Aufschub, etwa die Vordachsanierung mit einem Aufwand von ca. 3.800 €, denn das Vordach im jetzigen Zustand ist eine Gefahrenquelle für den Besucherverkehr. Andere Installationen, die das Museum attraktiver machen sollen, könnten vielleicht geschoben werden, aber wann soll man mit einem erlebnisreichen Museum punkten, wenn nicht im Jubiläumsjahr? Den ganzen Beitrag lesen »

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Ein Bilderrätsel zum Jubiläum des Silchermuseums

Was soll das bedeuten?

Eine lange Schnur voller gestrickter Socken hängt vor dem Eingang zum Geburtshaus Friedrich Silchers. Im Jahr 1912 gründete der Schwäbische Chorverband (damals noch Schwäbischer Sängerbund) ein Museum und Archiv zum bekannten Volksliedkomponisten. Das Silcher-Museum wird also im nächsten Jahr 100 Jahre alt.

Doch was hat es nun mit den vielen Socken auf sich? Wer hat diese getragen? Und warum hängen sie nun vor dem Eingang zum alten Schulhaus in Schnait?

Und was hat das mit mir zu tun?

Die Antwort auf all diese Fragen finden sich ab Anfang November im Internet unter: www.s-chorverband.de/silcher-socke.htm sowie in der Ausgabe November 2011 der Zeitung SINGEN des Schwäbischen Chorverbandes. Wir dürfen gespannt sein.

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Schwergewicht oder Leichtgewicht – wie wichtig ist UNSER FRIEDRICH SILCHER für Chöre?

Die Bedeutung Friedrich Silchers in der neueren Musikwissenschaft bis heute – Ein Abriss

Friedrich Silcher ist mit über 300 Volksliedbearbeitungen sicherlich einer der bedeutendsten Volksliedsammler des 19. Jahrhunderts. Für traditionelle Chöre sind seine Bearbeitungen von Volksliedern wichtiger Teil des Repertoires. Die Veröffentlichungen von Noten und Tonmaterial halten immer noch an. Doch wie steht es um die wissenschaftliche Forschung? Hat sein Werk hier Bedeutung für die Nachwelt, ist er auch heute noch Bestandteil der Forschung?

Wissenschaftliche Arbeiten zum 200. Geburtstag

Zu Ehren des 200. Geburtstag Friedrich Silchers fand 1989 in Tübingen am Institut für Musikwissenschaft eine Ausstellung über den ersten Universitätsmusikdirektor statt. Begleitend dazu gab der Initiator und Ordinarius des Institutes Dr. Manfred Hermann Schmid einen Ausstellungskatalog und eine Aufsatzsammlung zu Leben und Nachleben Friedrich Silchers heraus. In seinem Vorwort schreibt er: “Sein Titel lautete Universitäts-Musikdirektor, sein Beruf: Volkserzieher”. Sein pädagogisches Wirken scheint also bedeutend in die Nachwelt hineinzuwirken. Viele seiner Volksliedkompositionen wurden aus pädagogischem Ansinnen, beispielsweise als Unterrichtsstücke oder zur Anpassung der Werke an die Fähigkeiten seiner Alumnen und die Gegebenheiten in den Chören, geschrieben.

Die Aufführungspraxis

Im selben Jahr fand in der Bundesakademie Trossingen ein Symposium statt, welches sich stark mit musikpraktischen Aspekten F. Silchers beschäftigte. Dr. Hermann Josef Dahmen, langjähriger Leiter des Silcher-Archivs in Schnait, mahnt davor Silcher als “weltfremden Traumtänzer” zu sehen. In seinen zwei Referaten zeigt er mehrmals auf, wie Silchers Volksliedsätze durch kunstvoll gemeinte Interpretationen geradezu entstellt werden. Die schlichten Volksliedsätze seien eher zum “Vor-sich-Hinsingen” als für kunstvolle Aufführungen geeignet, in den meisten Aufführungen war dieses Empfinden allerdings nicht gegeben, so Dr. H.J. Dahmen. Den ganzen Beitrag lesen »

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