SCV Aktuell

Keine Angst im Männer- oder Frauenchor 

Annabell Thiel, 11.12.2019, Chorgattung, Frauenchöre, Männerchöre, Kommentare schreiben

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Die Angst vor dem Verlust der Gemeinnützigkeit von reinen Frauen- und Männerchören hat sich nach einem Interview von Finanzminister Olaf Scholz in der BILD breit gemacht. Im Interview sagt er „Vereine, die grundsätzlich keine Frauen aufnehmen, sind aus meiner Sicht nicht gemeinnützig. Wer Frauen ausschließt, sollte keine Steuervorteile haben und Spendenquittungen ausstellen“.

In der Diskussion ist jedoch wichtig, dass keine der Medien bisher einen Gesetzes-entwurf zitiert und auch die Realität in den Vereinen vielfältiger ist als schwarz und weiß. Singen unter dem Dach vieler Gesangvereinigungen selbstverständlich auch jeweils reine Frauen- oder Männerchöre zusammen, bedeutet dies in der Regel keineswegs, dass diese Vereine in ihrer Satzung grundsätzlich Personen des anderen Geschlechts von einer Mitgliedschaft ausschließen. So können beispielsweise auch Männergesangvereine, die künstlerisch tatsächlich nur als reine Männerchöre aktiv sind, Frauen als (fördernde, passive etc.) Mitglieder zulassen.

„Sollte dies in einzelnen Vereinssatzungen nicht entsprechend verankert sein und bei Einzelnen nun Befürchtungen auslösen, empfehlen wir diesen Vereinen eine Überprüfung ihrer Satzungen“, so Veronika Petzold, Geschäftsführerin des Deutschen Chorverbands.

Ein Text von Johannes Pfeffer

Adventskonzert Liederkranz Friolzheim

Puritscher, 10.12.2019, Chorgattung, Chorverband Johannes Kepler, Gaue und Verbände, gemischte Chöre, Singen und Stimme, Veranstaltungen, Kommentare schreiben

Am zweiten Adventssonntag (07.12.2019) veranstaltete der Liederkranz Friolzheim das traditionelle Adventskonzert in der ev. Kirche. Doch in diesem Jahr sollte es kein klassisches vorweihnachtliches Konzert werden. Das Motto „Weihnachten – Fest der Freude und des Friedens“ ließ es bereits erahnen. Mirco Schleef begrüßte als 1.Vorstand alle Besucher und Brigitte Schoch führte wie gewohnt herzlich und charmant durch den Abend.

Die Eröffnung oblag dem Gemischten Chor mit dem klangvollen „Heiligste Nacht“ von Joseph Haydn. Sanft und harmonisch folgte „Als die Welt verloren“. Nachdenklich und mit kraftvoller Botschaft erklang „Auf dem Weg zum Frieden“. Eine Textzeile lautet: „Wer den Frieden will, muss etwas tun“! Es folgte „Let us break bread together“ mit einem stimmgewaltigen Solisten Wolfgang Zenker und dem gefühlvoll einstimmenden Chor, der das Lied stark beendete. Ein fröhlicher, afrikanischer Gospel lockerte die Stimmung „ Siyahamba“. Abgelöst wurde der Gemischte Chor durch den Frauenchor Sing’n Swing mit „Between heaven and Earth“, ein zartes Liedstück mit eingängiger Melodie. Es folgte das nächste aussagekräftige Stück. „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen. Dieses Stück hat an Aktualität und Brisanz nichts verloren, selbst 30 Jahre nach der Deutschen Einheit und dem aktuellen Weltgeschehen! Udo Jürgens „Ihr von morgen“ steht dem in nichts nach, auch wenn es aus dem Jahr 1985 ist, ist dieser Text heute aktueller denn je! Mit „Stay with me“ schlug der Frauenchor wieder leisere und verträumte Töne an. Beschwingt ging es weiter mit dem Gemischten Chor und „Virgin Mary“, abgelöst von einem A-Cappella-Stück „We are marching in the light of God“, dieses war stimmstark und gefühlvoll. Als ein Highlight des Abends kann ohne Zweifel „Alleluja, Du bist der Weg“ genannt werden. Beide Chöre gaben dieses Liedstück zum Besten und begeisterten damit die Besucher. Danach wurde es wieder leiser. Anne Schleefs zartes Solo bei „In the Bleak Midwinter“ war ergreifend. Rhythmisch und auf jeden Fall ein weiteres Highlight war „Halleluja, Salvation and Glory“. Erst leise, dann im Canon und am Ende fulminant, ein echter Gänsehautmoment! „Gloria, Ehre sei Gott“, ein energetisches, fröhliches und kraftvolles Kirchenlied folgte. Andrea Langer war Solistin bei Bette Midlers „From a Distance“ und sie kann zu Recht behaupten, was Bette kann, kann Andrea auch! Die Botschaft: „God is watching us“, ein beruhigender Gedanke. „All night, all day“ wurde erneut von beiden Chören vorgetragen und als krönender Abschluss: Bette Midlers „The Rose“. Ein Liedstück dessen Botschaft weltberühmt ist!

Alles in allem hat Marina Hartmann als Dirigentin und musikalische Leitung mit eindrucksvollen Melodien, bedeutenden Texten und vorweihnachtlicher Stimmung ein kurzweiliges, sensibel abgestimmtes und beeindruckendes Konzert zusammengestellt. Brigitte Schoch mit den sorgfältig ausgesuchten Gedichten, Versen und kleinen Geschichten rundete diesen Abend perfekt ab. Von diesem Abend bleiben sollten folgende Worte:

„Wo Menschen sich verbünden, den Hass überwinden und neu beginnen, ganz neu… Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.“

Text und Foto: Kerstin Pietruszka, LK Friolzheim


Krönender Abschluss des 100-jährigen Jubiläums des MGV Wimsheim

Puritscher, 10.12.2019, Chorgattung, Chorverband Johannes Kepler, Gaue und Verbände, gemischte Chöre, Männerchöre, Singen und Stimme, Veranstaltungen, Kommentare schreiben

Unter dem Motto „Ohrenschmaus im Gotteshaus“ wurde am Samstag, 23. November 2019 das Ende des gelungenen Jubiläumsjahres des MGV Freundschaft Wimsheim im „Dom zu Wimsheim“ mit einem Konzert gefeiert. Es war gleichzeitig der Abschied des „Jubiläumschorleiters“ Fritz Kappenstein. Gemeinsam mit dem Frauenchor „Colors of Heaven“ unter der Leitung von Siegfried Zembok gestaltete der Jubilar ein kurzweiliges und vielfältiges Konzertprogramm bei besonderer Akustik und einem farbenfrohen Ambiente.

Die Pforzheimer Zeitung würdigte dieses Abschlusskonzert mit einem Presseartikel, der zur Veröffentlichung freigegeben ist.


Beethoven anders erleben und bis 15. Dezember Förderantrag stellen 

Annabell Thiel, 10.12.2019, Chorjugend im SCV, Chorpraxis, Nachwuchsarbeit / Werbung, Kommentare schreiben

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„Beethoven … anders“ ist ein Förderprogramm für Musikvermittlungsprojekte, die Facetten des Lebens und Schaffens Ludwig van Beethovens thematisieren. Zugleich ist „Beethoven … anders“ auch noch ein Wettbewerb: Nach ihrer Förderung gewinnen die besten Projekte Geldpreise.

Das Projekt möchte, dass Beethovens Wirken anlässlich seines 250. Geburtstags für eine junge Generation zeitgemäß aufbereitet und vermittelt wird. Für ent-sprechende Projekte können Chöre und Orchester aus den Strukturen des Amateurmusizierens in Deutschland bis zum 15. Dezember 2019 Fördermittel beim Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. (BMCO) beantragen.

Das Projekt soll Möglichkeiten eröffnen, sich in neuer Weise mit Beethoven als Bürger, Tonkünstler, Humanist, Visionär und Naturfreund auseinanderzusetzen. Ziel einer Förderung ist es deshalb, Projekte jenseits des im Konzertalltag zu erwartenden zu ermöglichen. Projekte, die einen anderen Blick auf das Leben und Schaffen Beethovens eröffnen, Unbekanntes entdecken und beim  Zusammenhänge-erschließen helfen. 

Die Projekte müssen dabei …

  • innovativ sein und Aspekte neuer Vermittlungsformen mit einbeziehen, die das klassische Konzerterlebnis aufbrechen (z.B. ungewöhnliche Konzertorte und -formate)
  • disziplinübergreifend sein und mehrere, verschiedene Künste miteinander verknüpfen (z.B. Musik, Tanz, Malerei, Literatur oder Schauspiel)
  • neue digitale Medien mit einbeziehen und in einem Videopodcast darstellen, der später von der Öffentlichkeit und von der Jury für die Vergabe der Geldpreise bewertet wird
  • neue junge Publikumsschichten erschließen

Weitere Informationen finden Sie hier.

© Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V.

 


Noch bis 15.12. bewerben: Musiklotsenausbildung 2020 

Annabell Thiel, 8.12.2019, Chorjugend im SCV, Chorpraxis, Themen, Vereinsführung, Kommentare schreiben

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Machen Sie Jugendliche fit für den Verein. Eine gute Ausbildung ist die beste Grundlage für erfolgreiche Chor- und Vereinsarbeit. In Kooperation mit dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) bietet die Landesmusikjugend musikbegeisterten Schülerinnen und Schülern der Haupt-, Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen im Alter von 12 bis 15 Jahren einen 5-tägigen Kompaktkurs an, der den Jugendlichen ermöglicht, verschiedenste Erfahrungen aus dem Bereich der Musik zu sammeln und fachliche Kompetenzen zu entwickeln.

Die ausgebildeten Musiklotsinnen und Musiklotsen sollen sich nach der Ausbildung in ihren Schulen eigenverantwortlich im musikalischen Bereich einbringen und die musikalische Arbeit der Musiklehrerinnen und Musiklehrer unterstützen. Auch ein Engagement in einem Verein ist möglich und wünschenswert. Die Ausbildung endet mit einer Lernstandskontrolle. Im Rahmen einer Abschlussfeier erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Urkunde des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport.

Der nächste Kurs in Verantwortung des SCV findet in der Woche vom 17. bis 21. Februar 2020 in Kooperation mit dem Deutschen Harmonika Verband (DHV) in der Jugendherberge in Bad Urach statt.

Die Anmeldefrist wurde noch bis zum 15. Dezember 2019 verlängert.

Weitere Informationen zur Ausbildung hier.


Stimmbildungsseminar des Chorverbandes Hohenloher Gau in Niederstetten

Walter Scheiner, 3.12.2019, Singen und Stimme, Kommentare schreiben

Stimmbildungsseminar des Chorverbands Hohenloher Gau

in Niederstetten

 

Ein anspruchsvolles Stimmbildungsseminar des Chorverbandes Hohenloher Gau ist auf großes Interesse gestoßen. Annähernd 100 Sängerinnen und Sänger, aber auch Chorleiterinnen und Chorleiter aus dem Einzugsgebiet des Chorverbandes, waren der Einladung der Frauenbeauftragten Birgit Bauer-Rathgeber in die Alte Turnhalle nach Niederstetten gefolgt.

Das Stimmbildungsseminar stand unter dem Motto „Der Körper – unser Instrument“ und wurde von der gefragten Dozentin Nicole Schömig aus Nürnberg geleitet. Sie war bereits mehrfach für den Schwäbischen Chorverband tätig. Nach der Begrüßung durch die Verbands-Frauenbeauftragte zeigte sich Verbandschormeister Hermann-Josef Beyer in seinem Grußwort über die rege Teilnahme sehr erfreut. Für die studierte Opernsängerin und Diplom-Gesangspädagogin sowie staatlich geprüfte Chorleiterin Nicole Schömig ist die Stimme ein einzigartiges Instrument. Es gebe „nichts Schöneres als den freien Klang der Stimme“. Sie wusste bei wirkungsvollen Stimmübungen den ganzen Körper mit einzubeziehen und konnte die Anwesenden durch kurzweilige und praktische Anleitungen begeistern. Dabei wurde der Schwerpunkt auf Haltung, Atmung, Resonanz und Artikulation gelegt. Dabei führte Schömig aus: „Was für Streicher und Bläser das Orchester ist, bedeutet für Sängerinnen und Sänger der Chor. In jedem Ensemble, ob Musik- oder Gesangsensemble, ist es wichtig, dass  Instrumente und Stimmen  einwandfrei  funktionieren und gut geschult sind.“ In lockerer Stimmung verging die Zeit mit Mund- und Kiefergymnastik sowie Pruste- und Stimmübungen. Nach einer kurzen Kaffeepause mit Gedankenaustausch und Gesprächen ging es hoch motiviert weiter. Trotz der hohen Anzahl an Teilnehmern herrschte in der Alten Turnhalle eine angenehme Stille. Nicole Schömig verstand es mit ihrer ruhigen und dennoch witzigen Art, alle in ihren Bann zu ziehen und für eine besondere Atmosphäre zu sorgen. Sie vermittelte, wie man mit einem Gummibärchen die Artikulation verbessern kann und zugleich eine süße Belohnung erhält.

Als Abschluss erklang das gemeinsame Lied „Bunt sind schon die Wälder“, bei welchem alle stimmgewaltig mitsangen. Am Ende des Singnachmittags bedankte sich Birgit Bauer-Rathgeber unter Applaus mit einem Präsent bei der Dozentin sowie beim Liederkranz Niederstetten für die gute Bewirtung.

 

Birgit Bauer-Rathgeber

 

 


Gemeinsames Erlebnis: 1. Stuttgarter Weihnachtssingen am 4. Advent

Vocals On Air, 3.12.2019, Chorgattung, Gaue und Verbände, Singen und Stimme, Themen, Kommentare schreiben

Gemeinsam Singen, gemeinsam Feiern, gemeinsam Erleben: Am Nachmittag des 4. Advent lädt ein breites Bündnis aus Vertretern von Kirchen und Sportorganisationen ins GAZi-Stadion ein, zum 1. Stuttgarter Weihnachtssingen – für die ganze Familie und für den guten Zweck. Ohne Perfektionsanspruch, Vorschriften oder Liederbuch, einfach frei nach Lust und Laune, mit viel Humor und sicher auch ordentlich Gänsehaut-Feeling, wenn bei dezenter Adventsbeleuchtung die verteilten Kerzen strahlen. Patrick Bopp, auch bekannt als Memphis in der Vocal Comedy-Truppe FÜENF, stellt das Programm in Vocals on Air vor.


Weihnachtliche Matinee zum 3. Advent

Annabell Thiel, 2.12.2019, gemischte Chöre, Sängerkreis Mittlerer Neckar, Veranstaltungen, Kommentare schreiben

Der Kreis-Chor des Sängerkreises Mittlerer Neckar lädt am 3. Advent zum Konzert in die  katholischen Kirche Christkönig in Ingersheim ein.

„Ich freue mich sehr darauf“, sagt Chorleiter Holger Frank Heimsch. „Mit der Matinee stimmen wir alle Freunde der Vokalmusik auf die schönste Zeit des Jahres ein.“ Alle zwei Jahre präsentiert der Kreis-Chor des Sängerkreises Mittlerer Neckar eine Matinée zum 3. Advent in einer Kirche der Region Ludwigsburg. 2019 ist der Chor zu Gast in Ingersheim.

Die Sängerinnen und Sänger werden traditionelle Advents- und Weihnachtslieder vortragen. Zuvor umrahmt der Kreis-Chor die Messe am Morgen des dritten Advents musikalisch. Direkt im Anschluss laden die Choristen zu einem stimmungsvollen Adventskonzert ein. Dabei werden auch die Besucherinnen und Besucher aktiv einbezogen. „Weihnachtslieder können alle singen“, so Heimsch. „Wir werden die ganze Kirche in Ingersheim zum Singen bringen, denn Singen an Weihnachten ist ein besonderes Gemeinschaftserlebnis.“

Wann und wo?

Sonntag, 15. Dezember 2019, 9:30 Uhr, katholische Kirche Christkönig Ingersheim

Eintritt frei – Spenden erbeten

Hier gibt es weitere Informationen. 

 


Quempas-Singen 2019

Matthias Maier, 2.12.2019, Chorverband Ludwig Uhland, Kommentare schreiben

Traditionelles Quempas-Singen am 2. Advent! Auch in diesem Jahr bringen die „Achalmfinken“ und „music and more“ vom Gesangverein Eningen und die Chorgemeinschaft Sankt Wolfgang die Sankt Wolfgangkirche Reutlingen wieder zum Klingen.

Die Chöre eine spannende Mischung aus bekannten und weniger bekannten Adventsliedern unterschiedlicher Epochen und Stile: von der Romantik bis zum Jazz. Der Name Quempas-Singen geht übrigens auf den lateinischen Liedtext „Quem pastores laudavere“, auf deutsch „Den die Hirten lobeten sehre“ zurück. Am bekanntesten wohl in der Version von Michael Praetorius aus dem Jahr 1607. Wann genau das Quempas-Singen zur Tradition wurde, ist nicht bekannt, aber bald wurde das „Quem pastores“ um weitere Lieder erweitert und vielerorts fester Bestandteil der Weihnachtstradition. Im Laufe der Zeit verlagerte es sich vom Weihnachtsmorgen in die Adventszeit. Und auch in Sankt Wolfgang in Reutlingen hat das Quempas-Singen eine lange Tradition. Brigitte Neumann leitet das hiesige Quempas-Singen nun schon seit über 25 Jahren leitet.

Neben den oben genannten Chören komplettieren das  „Ensemble Saitenklang“ und in diesem Jahr zum ersten Mal das Duo Katja Smyka (Klavier) und Gunhild Liebchen (Geige) das vielseitige Programm. Die Begleitung an Orgel und Klavier übernimmt in bewährter Weise Andreas Dorfner.

Wann und Wo?

Beginn des stimmungsvollen Konzertes ist am 8. Dezember 2019 um 17 Uhr in der Sankt Wolfgangkirche Reutlingen. Die ideale Möglichkeit, sich auf die bevorstehende Weihnachtszeit einzustellen oder sich eine kurze Auszeit vom vorweihnachtlichen Stress zu gönnen.

Karten und Eintritt:

Der Eintritt zum Konzert ist wie immer frei, Spenden werden aber gerne entgegengenommen. So können die Chöre den Konzertbesuch auch Menschen ermöglichen, die sich so etwas sonst eventuell nicht leisten könnten.


Bund unterstützt Deutsches Chorzentrum in Neukölln mit 5,9 Mio. Euro

Annabell Thiel, 2.12.2019, Gelesen, gehört, Nachwuchsarbeit / Werbung, Themen, Kommentare schreiben

© Deutscher Chorverband

Der Haushaltausschuss des Deutschen Bundestages hat in der vergangenen Nacht beschlossen, dass der Deutsche Chorverband e.V. für den Bau des Deutschen Chorzentrums 5,9 Millionen Euro erhält. Der Deutsche Chorverband errichtet mit Unterstützung des Bundes und des Landes Berlin das Deutsche Chorzentrum in Berlin am Standort KarlMarx-Straße 145.

Vom Deutschen Bundestag wurde 2018 eine Förderung des ersten Bauabschnitts von Ausbau und Sanierung des historischen Bestandsgebäudes über 1,3 Mio. Euro beschlossen. Nun gibt der Bund in 2020 ganze 4 Mio. Euro und im Folgejahr 1,9 Mio. Euro hinzu. Der Deutsche Chorverband muss dazu Mittel in gleicher Höhe beisteuern. Dies gelingt ihm durch Eigenmittel, einem Kredit bei der Berliner Sparkasse, Mitteln der Lotto-Stiftung sowie des Landes Berlin im Rahmen der Kita-Förderung.

Bezirksbürgermeister Martin Hikel: “In Neukölln ist viel in Bewegung. Gerade die Kunst- und Kulturszene ist so lebendig und vielfältig wie nie. Das Deutsche Chorzentrum, das im Herz von Neukölln entsteht, ist eine Bereicherung für den Bezirk und seine Menschen. Ich freue mich sehr über die Unterstützung des Bundestags, mit der dieses in Deutschland einmalige Projekt möglich wird.”

Auch der Neuköllner Bundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu, der sich intensiv für die Unterstützung des Chorzentrums durch den Bundestag eingesetzt hat, freut sich über den Erfolg: “Berlin ist Hauptstadt und internationales Aushängeschild Deutschlands. Da ist es folgerichtig, dass Berliner Kultur auch mit Mitteln des Bundes unterstützt wird. Ich freue mich sehr, dass Neukölln davon profitiert und im Bezirk nun ein Leuchtturm der Chorkultur entstehen wird.”

Das Deutsche Chorzentrum wird betrieben vom Deutschen Chorverband und integriert Partner und Institutionen aus den verschiedenen Bereichen der Deutschen und Berliner Chor- und Vokalmusikszene. Es hat zur Aufgabe, das chorische Singen umfassend und bundesweit zu fördern.

Künftige Nutzer werden der Deutsche Chorverband, der Chorverband Berlin und der Landesmusikrat Berlin, das Education-Programm der Berliner Philharmoniker (u. a. Vokalhelden) und ein Musikkindergarten in freier Trägerschaft sein. Alle Genannten sind gemeinnützige Institutionen und erfahren durch das entstehende Deutsche Chorzentrum eine langfristige Standort- und Planungssicherheit (25 Jahre Zweckbindung).


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