Ein Highlight auch für den OSG-Männerchor

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Kühl, mit noch verdächtig regenschweren Wolken am Himmel, so präsentierte sich der Morgen des 10. Landesmusikfestivals, als sich die Sänger des OSG-Männerchores schon in aller Frühe am Künstlereingang des Konzerthauses trafen, um sich auf den ersten Auftritt des Tages, die Mitwirkung beim Eröffnungskonzert einzustimmen. Die erste und Gott sei Dank einzige Enttäuschung des Tages war die Feststellung, dass statt der erwarteten Überfüllung des Konzerthauses die Zuhörerreihen wegen der missverständlichen Mitteilung in den Medien deutliche Lücken aufwiesen. Mit der Eröffnungsfanfare und der Ansprache durch den Präsidenten des ausrichtenden Blasmusikerverbandes Baden-Württemberg Rudolf Köberle, MdL wurde das 10 Landesmusikfestival eröffnet. Weitere Musikstücke, dargeboten vom Sinfonischen Orchester Ravensburg und dem Landeszitherorchster, sowie Ansprachen leiteten über zum ersten Auftritt des Gau-Männerchores. Im feinsten Piano und hochkonzentriert der Chorleiterin Anne-Regina Sieber folgend, erklang der Auftakt zum „Morgenrot“ von R. Pracht, bei dem das Wechselspiel zwischen piano und forte auch dank der guten Akustik des Raumes besonders fein zur Geltung kam. Der „Chor der Priester“, feinfühlig von Irene Streis am Klavier begleitet, ließ die Feierlichkeit der Handlung aus der „Zauberflöte“ von W.A. Mozart erahnen. Waren die ersten beiden Chorsätze eher festlich, kündete das Locken der Trommel Großes an. „Stolz und fesch, schmuck und fein, zieh’n wir auf in Viererreih’n“ so sangen die Männer beim Deutschmeister-Regimentsmarsch von Anne-Regina Sieber mit neuem Text auf den Männerchor versehen. Beim Schlusssatz mit dem „Wir sind vom Oberland der Projektmännerchor, fröhliche Sänger sind wir“ war es vorbei mit dem aufmerksamen Lauschen. Begeistertes Mitklatschen der Honoratioren und Gäste und der anerkennende Beifall, war dann auch der Lohn für einen gelungenen Auftritt, der beim anschließenden Stehempfang mit viel Anerkennung gewürdigt wurde. Der Präsident des Schwäbischen Sängerbundes Dr. Lorenz Menz bezeichnete den Chorsatz gar als auch der Wettergott muss wohl zufrieden gewesen sein, denn im Anschluss an die Eröffnung zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Von seiner besten Seite zeigte sich auch die Gastgeberstadt Ravensburg. Eine perfekte Organisation, das Ambiente der historischen Altstadt und nicht zuletzt die riesige Besucherzahl ließ den Tag für Musiker und Sänger und Besucher zu einem Erlebnis werden. Imagewerbung für den Chorgesang machten die vielen Chöre, die meisten aus dem Oberschwäbischen Sängergau, auf den unterschiedlichen Bühnen und Kirchen. So auch der OSG-Männerchor, der auf dem Marienplatz seinen Open-Air-Auftritt hatte. Im legeren Schwarz/Rot gaben die Sänger nicht nur optisch eine gute Figur ab, sondern boten dem begeistert mitgehenden Publikum ein buntes Kaleidoskop ihres Repertoires. Auch hier sprang der Funke zum Publikum beim „Wir sind ein Männerchor“ sofort über. Viel Schmunzeln gab es beim Werbesong für die Qualität der älteren Herren „Nehm’n Sie’n Alten“ und beim „Ich fahr mit meiner Klara in die Sahara“. Dass Piano, gut vorgetragen, auch im Freien ankommen kann, zeigte sich beim italienischen Liebeslied „Vieni sulla Barchetta“ und beim „Bajazzo“. Mit der strauß’schen Schnellpolka „Leichtes Blut“ setzten die Sänger um Anne-Regina Sieber und auch hier wieder gekonnt von Irene Streis begleitet, einen flotten Schlusspunkt. Natürlich kamen sie nicht ohne Zugabe vom Podium, so dass die Zuhörer bei „In Salzburg zu St. Peter“ beschwingte und schunkelnde Sänger erlebten und bei „Mama Loo“ feststellen konnten, dass die Truppe der reiferen Herren auch bei englischsprachigen Songs ein ordentliche Figur abgeben. Den Schluss eines erlebnis- und auftrittsreichen Tages und ein weiteres Mosaik in der Geschichte des Gau-Männerchores bildete bei der Abschlusskundgebung auf dem Marienplatz der Gesamtmännerchor zusammen mit dem Hornensemble der Jugendmusikschule Ravensburg mit Stücken aus der Kantate „Wald und Jägerei“ und der Gesamtchor mit Bläser beim „Schon die Abendglocken klangen“ aus der Oper „Nachtlager von Granada“.

Wolfgang Layer, 12. Sep 2007, Gaue und Verbände, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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