Mai 2008

Wo bleiben die Männer und Söhne

Sigi Bütefisch, 30.05.2008, Eltern-Kind-Musik, Nachwuchsarbeit / Werbung, Singen und Stimme, Veranstaltungen, Kommentare geschlossen

Alle, die schon einmal dabei waren wissen: Die Vater-Sohn-Wochenenden sind klasse. Umso erstaunlicher, dass für das nächste Wochenende am Lochen noch (zu)viele Plätze frei sind. Also schnell auf der SSB Seite (www.ssb1849.de) anmelden, damit es wieder eine große Runde gibt. Die Veranstaltungsdaten:

Wenn der Vater mit dem Sohne

Jugendherberge Lochen
Auf der Lochen 1 72336 Balingen
11.07.08 – 17.00 Uhr
13.07.08 – 13.00 Uhr

normal: 80,00
erm.: 80,00

Die sechste Auflage unseres Angebotes für alle Söhne, die Ihre Väter ein ganzes Wochenende für sich haben wollen: Drei Tage voller Erlebnisse warten auf die Teilnehmer: Vom Erlebnisparcours im Lochenwald mit Pyranha Fluß, Balance Akt und Spinnennetz übers Lagerbauen und Kochen am offenen Feuer bis hin zu einer Nachtwanderung auf der Albhochfläche. Dazu bietet die nähere Umgebung am Lochenstein weitere spannende Möglichkeiten: Verschiedene Waldlichtungen bieten ideale Örtlichkeiten zum Bogenschießen und der Schömberger Stausee lädt zum Floßbau ein. Darüberhinaus gilt es in der jugendherbergseigenen Kletterhalle sein Können unter Beweis zu stellen! Dabei soll das Singen natürlich nicht zu kurz kommen: Ob am abendlichen Lagerfeuer, beim Warm Up oder beim Workshop „Rhythmus und Stimme“, bei dem es mal so richtig abgeht – auch die Stimme erhält ihr Training!

Dozent

Michael Zonsius

Seminarleiter

Marcel Dreiling


Ihre Stimme für die Abendsterne aus Ludwigsburg

Sigi Bütefisch, 30.05.2008, gemischte Chöre, Singen und Stimme, 2 Kommentare

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Die ABENDSTERNE aus Ludwigsburg vertreten Baden-Württemberg beim Grand Prix der Chöre im ZDF. Sie sind der einzige Chor aus unserem Bundesland, der alle Hürden geschafft hat. Jetzt geht es nur noch um Ihre Stimme. Denn die letzte Hürde ist das sog. Online-Voting im Internet. Die ZDF-Zuschauer haben nun vom 19.5. bis 30.5. die Möglichkeit, sich an Hand von Videoclips einen Eindruck von den 16 qualifizierten Chören zu verschaffen und dabei gleichzeitig abzustimmen, welche Chöre in der großen Livesendung, „Grand Prix der Chöre 2008“, am 13. August, um 20:15 Uhr im ZDF auftreten werden.

Unterstützen Sie die ABENDSTERNE mit Ihrer Stimme!

Alles weitere unter www.choere.zdf.de


Chorreise nach Thüringen

Arnold, 29.05.2008, Chorverband Enz, Gaue und Verbände, Kommentare geschlossen

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Der Männer-Projektchor des Chorverbandes Enz unternahm eine viertägige Chorreise nach Thüringen. Schon vor einigen Jahren hatte das Chormitglied Siegfried Lepold, aus Gotha stammend, Kontakte zum Sängerkreis Gotha / Ilm
geknüpft. Die begonnene Beziehung zum SängerkreiGotha / Ilm wurde nun mit dem Besuch des Männer-Projektchores (MPC) weiter vertieft. Die Reisegruppe bestand aus 80 Sängern, aus 67 Gesangvereinen des Chorverbandes Enz, und 60 Begleitpersonen. Das Ziel war die Thüringische Landeshauptstadt Erfurt.

Der Chor sang sich mit niveauvollen Auftritten in die Herzen der Thüringer. So auch auf dem alten Rittergut im beschaulichen Ballstädt, wo eigens hiefür ein großes Open-Air-Frühlingskonzert veranstaltet wurde. In der Thüringischen Presse wurde der Besuch des Männerchores als „Extraklasse aus Baden-Württemberg“ angekündigt. Der Vereinsvorsitzende de Ballstädter Männerchores Horst Dünkel, sowie Vertreter des Sängerkreises Gotha / Ilm dankten Chormeister Werner Dippon und den Sängern des MPC mit bewegten Worten.

Am zweiten Tag der Reise besuchte die Reisegruppe das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald. Nicht ohne beklemmende Gefühle verweilte die Reisegruppe an der Gedenkstätte. Nach dem gesungenen Chorsatz „Frieden“ (von Gotthilf Fischer), im Eingangsbereich des ehemaligen Lagers, wurde die Fahrt nach Weimar fortgesetzt.

Weimar ist einabsolutes Muss, entlang der Klassikerstraße. Wo sonst könnte man besser auf den Spuren von Goethe und Schiller wandeln. Dass Weimar 1999 zur Kulturhauptstadt Europas ernannt, noch einiges mehr an historischer Geschichte und Kunst zu bieten hat, erfuhren die Teilnehmer bei der zweistündigen Stadtführung. Aber auch die Landeshauptstadt Erfurt entzückte mit historischen Sehenswürdigkeiten und ihrem neu renoviertem Stadtkern. Am zweiten Abend hatte Chorleiter Dippon die Ehre mit dem Chor die Abendvesper im Erfurter Dom mit zu gestalten. Es gab wohl keinen in
der Reisegruppe, der nicht überwältigt war, von diesem Bauwerk aus der Gotik (1154-1450). Auch die Akustik erwies sich als gigantisch und unterstrich den vollen Klangkörper und die ausgereifte Präzision des Männerchores.

Am dritten Tag der Reise, dem Sonntag, gestaltete der MPC den Gottesdienst in der Gothaer evangelischen Margarethenkirche mit. Chorleiter Werner Dippon ließ es sich nicht nehmen, in der Heimatkirche und dem Geburtsort von Siegfried Lepold, anschließend ein kleines, gelungenes Chorkonzert zu geben. Im Anschluss fuhr die Reisegruppe in den Thüringer Wald zum Inselsberg (916 m). Danach stand noch ein Besuch des Ohrdrufer „Technikmuseums der besonderen Art“ auf dem Programm. Hier konnte auch der sogenannte „Tobiashammer“, ein technisches Denkmal besichtigt werden. Mit dem Besuch und Besichtigung der Wartburg endete die viertägige Chorreise.

Es war ein gelungener Abschluss und ein besonderes Erlebnis für alle, die zum ersten Mal dieses Welt-Kulturerbe sahen. Auch hier präsentierte der Verbandschormeister des Chorverbandes Enz Werner Dippon den Männer-Projektchor, der auf der Reise überall großen Anklang fand.


150 Jahre MGV Harthausen/Scher

Boehme, 29.05.2008, Chorverband Zollernalb, 1 Kommentar

Ganz in der Tradition der Gründerjahre vor 150 Jahren wurde das Jubiläumskonzert vom Männergesangverein (MGV) Harthausen eröffnet. Ein großer Chor aller Mitwirkenden Sänger/innen und ein Bläserensemble vom Musikverein Harthausen ließ das Bundeslied “Brüder reicht die Hand zum Bunde”, nach Musik von W.A. Mozart feierlich erklingen. Dieser Beginn war der Auftakt einer Jubiläumsveranstaltung, die dem zahlenmäßig kleinen Chor in der vollen Harthauser Festhalle zur Ehre gereicht. Ganz im Sinne der Mut machenden Grußworte von Schirmherrin Bürgermeisterin Gabriele Schlee, dem Gaupräsidenten Helmut Miller, Werner Winkler vom Sängerbezirk Sigmaringen und Ortsvorsteher Emil Oswald war das abwechslungsreiche Programm beim Empfang von Ehrengästen und Vereinsvertretern wie beim Festkonzert gestaltet. Andreas Gauggel, ein von vielen Vorbereitungen gestresster Vorsitzender, sah man Freude und Erfüllung während seiner Begrüßung an. Seinen Dank für Mithilfe und ideelle wie materielle Unterstützung an viele Adressen, richtete er besonders an die Harthauser Musiker, die in selten erlebter Kameradschaft, den Sängern im Jubiläumsjahr zu Seite stehen. Während des Programms beeindruckte der Gastgeber unter Leitung von Manfred Hengstler mit Chorbeiträgen in denen nicht nur die Melodien erfreuten, sondern gleichsam die Texte die Zuhörer daran erinnerten, dass Zeit in jeder Epoche ein Geschenk ist. “Jahre kommen, Jahre gehen” war passend den Bogen von 1858 bis zur Gegenwart zu spannen. Mit einem Chorsatz nach einem Kirchenlied wurde der Verstorbenen des Vereins gedacht. Zwischen den Darbietungen der Gastchöre wurden noch Grußworte gehalten und eine Chronik verlesen. Zuvor bezeugte jedoch der Musikverein mit seinem Blasorchester unter Leitung von Dr. Jochen Rieber mit hervorragender Internation von “La Storia”, der ungarisch beschwingten “Anitschka” und dem schwungvollen Fliegermarsch von H. Dostal seine Verbundenheit zum Jubiläumschor. Otto Abt führte umsichtig galant durch den Abend und machte jedem Gastchor vor seinem Auftritt mit einer Kurzbiografie bekannt. Im musikalischen Part führte der Junge Chor “cantus iuvenis” unter Chorleiter Oliver Geiger und begleitet von Pianist Bernd Koch mit zwei bekannten Hits gefühlvoll ins Reich des Musicals. Ehrenchorleiter Sigmund Traub zog in gekonnter Rhetorik zum Motto “ MGV wird 150 Jahre alt” einen Faden durch eineinhalb Jahrhunderte Vereinsgeschichte, wobei es ihm gelang, vielen besonderer Ereignissen den gebotenen Rahmen zu geben, ohne dass sein Rückblick die Spannung verlor. Bürgermeisterin Schlee erweckte in ihrem Grußwort Hoffnungen bei den Sängern mit ihrer Feststellung: “ Die Menschen brauchten wieder musische Komponente um sich seelisch und geistig im Gleichgewicht zu halten. Am diesem Gleichgewicht fehle es den Sängern vom MGV Harthausen nicht; sie singen mit Freude und Erfolg und noch sei kein Ende des Anfangs vor 150 Jahren in Sicht ”. Unter starken Beifall gratulierte sie Vorsitzenden Andreas Gauggel und übergab ihm die Jubiläumsgabe der Gemeinde. Nach dem Gesangsbeitrag vom MGV Winterlingen, der im gleichaltrigen Jubiläumsstress steht, freute sich Gaupräsident Helmut Miller über die zukunftsweisenden Worte der Schirmherrin. Er gratulierte für den Zollernalb-Sängergau zum stolzen Jubiläum und dankte den Sängern, die mit ihrem MGV in all den Jahren eine Säule des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens war und heute noch ist. Vom Deutschen Chorverband bekam der Jubiläumschor durch den Gaupräsidenten eine spezielle Urkunde mit einem dicken Dankeschön des Präsidenten verliehen. Nach Ehrungen durch Sängergau und Chorverband überraschten die Sänger vom MGV Jungingen und Harthausen unter Leitung vom Junginger Vorsitzenden Andreas Nam ihren für 40 Jahre Chorleitertätigkeit geehrten Manfred Hengstler mit zwei Liedern. Die Harthauser Vereine, die nach Ausführungen vom Fördervereinsvorsitzenden Emil Oswald untereinander ein gutes Verhältnis pflegen, gratulierten dem Männergesangverein mit einer farblich anschaulich gestalteten Fahnenschleife. Danach erwies der gemischte Chor “Eintracht” Winterlingen unter Chorleiter Geiger dem Jubilar seine Reverenz mit zwei festlich beschwingten Liedern. Einen Ohrenschmaus boten noch mal alle Chöre unter Manfred Hengstler mit dem Bläserensemble (zwei) vom Musikverein mit dem klangvollen Vortag “Lobt den Herrn der Welt”. Mit den Darbietungen vom Männnervokalensemble Zollernalb, das unter Chorleiter Jürgen Bolle mit drei getragenen und zwei heiteren Chorsätzen seine Visitenkarte abgab, ging mit Dankesworten des Vorsitzenden ein gesellschaftlicher Höhepunkt im Jubiläumsjahr zu Ende.

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Singen mit älteren Menschen – Literaturliste

Sigi Bütefisch, 27.05.2008, Chöre 50+, Singen und Stimme, 2 Kommentare

Tageszentrum am Geiersberg, Wetzlar:
Verschiedene Liederbücher (Volkslieder, Fahrtenlieder, Weihnachtslieder, Stimmungslieder, Schlager der 20er bis 40er, Schlager ab 45, Kirchenlieder) im Großdruck, ohne Noten; dazu gibt es Begleit-CDs mit und ohne Führungsstimme. Tel: 06441/43742, Homepage: www. tageszentrum-am-geiersberg.de

Liederbuch „Wo man singt, da laß dich ruhig nieder“, Ev. Heimstiftung, ISBN: 3-929912-14-7,
Homepage: www.ev-heimstiftung.de (8,50€)

„Kein schöner Land“, 2 Bände, Großdruck, mit Noten, z.T. mehrere Lieder auf einer Seite,
Strube Verlag / 1.Band ISBN: 3-89912-027-2 / 2. Band ISBN: 3-89912-026-4

„Singen mit Spaß“, Komplettpaket: Handbuch für Leiter, CD, Liederbücher im Großdruck mit Noten,
Schott ISBN: 3-7957-5608-1, Homepage: www.schott-musik.de

„Lieder aus meiner Heimat“, Paket: Handbuch, CD, Liederbücher im Großdruck mit Noten,
Schott ISBN: 3-7957-56605-7, Homepage: www.schott-musik.de

„Freude am Singen“,
Sammlung beliebter Lieder mit Akkordsymbolen und Anmerkungen zu jedem Lied
Schulz-Kirchner Verlag – ISBN: 3-8248-0170-1

„Musik im Leben älterer Menschen“, Inge Latz,
Dümmlers Verlag – ISBN: 3-427-58586-7

„Mit Musik Demenzerkrankte begleiten“,
Mechthild Hamberger, Deutsche Alzheimer Gesellschaft
Homepage: www.deutsche-alzheimer.de

Tanzanleitungen und CDs des Bundesverand Seniorentanz e.V., Bremen, Tel: 0421/441180

„Musik erleben und gestalten mit alten Menschen“,
Heidrun Harms, Gaby Dreischulte, Urban und Fischer, ISBN: 3-437-45036-0 (mit CD)

„Beschäftigung mit alten Menschen“, Gisela Mötzing, Urban und Fischer, ISBN: 3-437-46500-7

„Musizieren mit dementen Menschen“, Ratgeber für Angehörige und Pflegende, gerontologische Reihe Reinhardt Verlag, ISBN 3-497-01877-5 (mit CD)


Aussprache beim Chorsingen

Sigi Bütefisch, 27.05.2008, Fortbildungen, Singen und Stimme, 1 Kommentar

Eine grundlegende Voraussetzung zur richtigen Aussprache beim Chorsingen: Der Chorleiter muss nicht nur Bescheid wissen, sondern auch selbst korrekt sprechen, möglichst nicht Mundart („senged au richdig“).

Hilfen: gemeinsames Sprechen, Singen auf einem Ton (dazu klatschen), Texterklärungen einstreuen.

1. VOKALE
Beginnt ein Wort mit einem Vokal, so wird es nicht an die vorhergehende Silbe angebunden, weder an Vokal noch Konsonant. Lustige Beispiele erläutern dieses Problem:
…nie kann ohne (Kanone) Wonne deinen Glanz ich sehen.
…wie ein stolzer Adler (Radler) durch die Lüfte fliegt.
…und alles (und Dulles)

Vokale sind lang oder kurz, geschlossen oder offen. Meist sind lange Vokale geschlossen, kurze offen.

„a“: Im Gegensatz zum Schwäbischen sind sie kurz: heran, was, das;
und lang: Spaß, Magd, gehabt, Nachbar.

„e“: lang, geschlossen: Feder, Erde, Weg, werden, Wert, Efeu, schwer, wer.

kurz, offen: Held, Eltern, Herberge, Rebhuhn, Ferse.

„i“: lang, geschlossen: siebzig, Kritik, Fabrik, Paris, Notiz, Nische, Wiesbaden, Krokodil.

„o“: kurz, offen: wollen, fordern, Most, Frosch, floss, Geschoss, ob, Lorbeer.
lang, geschlossen: Schloße, Obst, Vogt, Mond, Montag, Herzog.

„ö“: lang, geschlossen: Herzöge, Bischöfe, höchst, Vögte, Österreich, Behörde.
kurz, offen: Köche.

„u“: lang, geschlossen: Uhu, -tum, ruchlos, pusten, Geburt, Konsum.
kurz, offen: Rum.

„ü“: lang, geschlossen: Küchlein, düster, Rüster.

2. DIPHTONGE
Der Diphtong ae (gechrieben ai oder ei) entsteht durch die Gleitbewegung von kurzem a zu einem sehr kurzen geschlossenen e; ao (geschrieben au) durch die Gleitbewegung von einem etwas dunkleren kurzen a zu einem sehr kurzen geschlossenen o; eu oder äu durch eine Gleitbeweung von kurzem offenem o zu sehr kurzem geschlossenem ö.

3.KONSONANTEN
„s“: stimmhaftes s wird gesprochen im Anlaut vor Vokal, auch in Zusammensetzungen: sehen, Gesang, Drangsal, seltsam; im Inlaut zwischen Vokalen: Rasen, Wiese.
„ch“ wird gesprochen in der Endung -ig im Silbenschluß vor Konsonanten: ewig, befriedigt, freudigste.
Alle „b, d, g“ im Silben- oder Wortauslaut sind stimmlos zu sprechen. Sie unterscheiden sich in nichts vom stimmlosen „p, t, k“.
Die Schreibung chs wird als ks gesprochen, wenn das s mit dem ch in allen Formen fest verbunden ist: Dachs, sechs, Deichsel, Wechsel.

Die Regeln sind nach Siebs zitiert. Weitere Ausspracheregeln sind zu finden bei
1. Kurt Thomas, Lehrbuch der Chorleitung, Bd.1, S. 75 ff (Breitkopf und Härtel),
2. Wilhelm Ehmann, die Chorführung, Bd.2, S.43 ff (Bärenreiter),
3. „der kleine Hey“, die Kunst des Sprechens (Schott),
4. Siebs, Deutsche Hochsprache (Walter de Gruyter & Co, Berlin) und
5. (für die Arbeit mit Kindern:) Die Pflege der Kinder- und Jugendstimme (Schott).


Kammerchor Altensteig gewinnt beim Deutschen Chorfest

Wolfgang Layer, 27.05.2008, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

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Der Kammerchor Altensteig unter der Leitung von Matthias Wurster hat beim „Internationalen Chorwettbewerb des Deutschen Chorfestes“ in seiner Kategorie gewonnen.

Zum Deutschen Chorfest, das nur alle 5 Jahre stattfindet, waren vom 22. bis 25. Mai 2008 etwa 7.500 Sängerinnen und Sänger aus ganz Europa nach Bremen gekommen. 200 Chöre boten bei 400 Konzerten den Festivalbesuchern, unter ihnen auch Bundespräsident Horst Köhler, einen Querschnitt durch sämtliche Spielarten der Chormusik – vom A-cappella-Gesang bis zur Chorsinfonik.

Der Kammerchor Altensteig, den 2004 junge Ehemalige der Christophorus-Kantorei gegründet haben und der sich in den wenigen Jahren seines Bestehens zu einem in Baden-Württemberg vielbeachteten Ensemble entwickelt hat, nahm im Rahmen des dort stattfindenden internationalen Chorwettbewerbs an diesem Festival teil.

Mit Werken von E. Whitacre und Arvo Pärt sowie einem zeitgenössischen Satz des Volksliedes „Ade zur guten Nacht“ stellte sich das Ensemble der Jury in der Kategorie „Moderne“. Für seine Leistung wurde der Chor, bei der mitternächtlichen Ergebnisbekanntgabe vom Bremer Ex-Bürgermeister Henning Scherf, mit einem ersten Preis und dem ersten Platz ausgezeichnet.

Darüber hinaus präsentierte sich der Chor noch in einem umjubelten und vielbeachteten Konzert in der Bremer Rathaushalle. Damit bewies der Kammerchor Altensteig, dass er den Vergleich mit hochkarätigen nationalen und internationalen Chören nicht zu scheuen braucht.


Feuriger Sang und Klang bei der Eintracht Maselheim

Schmidt, 26.05.2008, Gaue und Verbände, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Am 03.05.08 fand in der Mehrzweckhalle in Maselheim das Frühjahrskonzert des Männergesangvereins „Eintracht Maselheim“ statt. Unter dem Motto „Feuriger Sang und Mandolinenklang“ hatte die Eintracht den Kinderchor „GIN“ Maselheim, den jungen Chor „Canta Bella“ aus Sulmingen und den Mandolinenclub Wangen bei Illerrieden zu Gast. weiterlesen »


Frühling – Liebe – Gesang beim Liederkranz Talheim

Fahr, 25.05.2008, Chorverband Ludwig Uhland, Veranstaltungen, Kommentare geschlossen

Frühjahrsfeier des Liederkranz Talheim

Schon im Vorfeld zeichnete sich das Motto der Frühjahrsfeier ab: dem Mitglied Eberhard Haug wurde zu seinem 70. Geburtstag ein kleiner Vorgeschmack geboten mit „öffnet die Türen, die zur Freundschaft führen“. Musik ist sein Leben, so die Vorsitzende Ute Steinhilber, die den Jubilar beglückwünschte. Frühlingsgefühle kamen jedoch erst recht auf, als die Gäste die Festhalle als duftendes Frühlingsparadies vorfanden. Der passende gute Ton kam mit dem ersten Lied „Hello dolly“ des gemischten Chores unter der Leitung von Regina Störk. Sie führte mit heiteren Geschichten zu den Themen „Singen“ und „Liebe“ durch das Programm. Schlagermelodien drehten sich ebenfalls um diese Themen. So richtig frische Frühlingsluft und Bewegung kam mit der Kindertanzgruppe in den Saal. Zu ihrem Lieblingshit tanzten und wirbelten die Mädchen schwungvoll über die Bühne, angeleitet von Regine Plankenhorn. Farbenfroh und frisch traten auch die Jugendchor-Mädchen auf und präsentierten unter der Leitung von Regina Störk ihre Songs, die Yvonne Holzäpfel mit ihen einstudiert hatte.

Silberne Klänge aus blitzenden Blasinstrumenten waren danach zu hören. Eine Bläsergruppe der Jugendmusikschule bereicherte das Programm. Nach einer Pause wurde mit „Öfter mal was neues wagen“ ein weiterer Höhepunkt eingeleitet. Für 50 Jahre aktives Singen und Treue zum Verein ehrte Ute Steinhilber Alfred Bulmer und ihren Vater Albert Steinhilber. Dieser wurde außerdem zu seiner Überraschung vom Verein zum Ehrenvorsitzenden ernannt, nachdem er 42 Jahre lang erster Vorsitzender war, ein wohlverdienter Titel!

„Sing mit mir“ leitete zum letzten Teil des Abends über, in dem „Melodien zum Verlieben“ zu hören waren und „Rosen aus dem Süden“. Ute Steinhilber bedankte sich bei allen mit liebevollen Worten. In schönster Frühlingslaune klang die Frühjahrsfeier aus.


175 Jahre Chorgemeinschaft Liedertafel-Concordia Reutlingen

Fahr, 25.05.2008, Chorverband Ludwig Uhland, Veranstaltungen, Kommentare geschlossen

175 Jahre Chorgemeinschaft Liedertafel-Concordia ReutlingenJubiläumsmatinee im Spitalhof in Reutlingen.

Vorstand Hans Schäfer von Oberbürgermeisterin Barbara Bosch mit der Verdienstmedaille der Stadt Reutlingen ausgezeichnet.

Volles Haus zum Jubiläumsauftakt. „Willkommen seid alle von nah und fern, ihr wertesten Freunde, ihr Damen und Herrn“ – mit denselben Worten, mit denen vor 175 Jahren bei der Gründung des Vereins die Gäste begrüßt wurden, hieß Vorsitzender Hans Schäfer die Besucher der Chorgemeinschaft Liedertafel Concordia 1833 am Sonntagvormittag willkommen. Noch ehe bei der Jubiläumsmatinee die ersten Lieder erklingen, platzt der Spitalhof aus allen Nähten. Stadträte, Vertreter befreundeter Vereine und andere Wegbegleiter haben sich auf den Weg gemacht, um mit einem der traditionsreichsten Vereine der Stadt zu feiern. Den musikalischen Rahmen gestalteten die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Friedemann Becker mit einem gelungenen Programm, perfekt auf den Anlass abgestimmt. Stücke der Klassiker wie Mozart, Beethoven und Verdi waren dabei, zwei Lieder aus der Feder des langjährigen Chorleiters Hugo Herrmann, aber auch moderne Evergreens wie „Lebe dein Leben“ von Otto Groll. Das letzte Stück, mit dem sich die Lico musikalisch von ihrem Publikum verabschiedete, stammt aus der Feder des neuen jungen Chorleiters Friedemann Becker.

Und gar nicht wenige Ehrengäste haben etwas mitgebracht: Oberbürgermeisterin Barbara Bosch zauberte nicht nur den obligatorischen städtischen Jubiläumsscheck aus der Handtasche, sondern auch die Verdienstmedaille der Stadt für Hans Schäfer, der den Lico-Vorsitz vor fast einem Vierteljahrhundert übernommen hat. „Tag und Nacht denken Sie an die Lico“ , würdigte sie das unermüdliche Engagement des 70-jährigen, der Medaille, Urkunde und Scheck gut gelaunt kommentiert: „Eine Tante, die etwas mitbringt, ist besser als ein Onkel, der Klavier spielt“, frei nach Wilhelm Busch.

Barbara Bosch hat aber auch noch einen Rückblick aufs Gründungsjahr dabei, auf die 66 Mannen, die – von der Obrigkeit misstrauisch beäugt – die Lico gründeten: „Aufmüpfige Protestler und Umstürzler“, die das Gründungsverbot für politische Vereinigungen singend umgingen. Dazu passt die Zeile „alle Menschen werden Brüder“ aus der „Ode an die Freude“, einer der Beiträge des gemischten Chores zum Matineeprogramm, das außerdem mit der „Liebesfeier“ des Frauenchors und dem „Haus der Reinen“ des Männerchors aufwartete.

Und mit einem Wiedersehen mit Martin Kuhn: 32 Jahre lang hat er den Chor geleitet, zur Feier des Jubiläums erklimmt er noch einmal das Dirigentenpult für den Gefangenenchor aus „Nabucco“. Dafür erntete der Ehrenchormeister stürmischen Applaus.

Musik ist und bleibt eben eine der schönsten Ausdrucksformen und sie vereint die Menschen, unterstreicht Landrat Thomas Reumann: Musik wendet sich direkt an die Seele, wird von allen Menschen auf der ganzen Welt verstanden, kann sanfter und gütiger machen. Der Faszination Musik, der Lust, rhythmische und melodiöse Töne zu erzeugen, seien die Menschen zu allen Zeiten erleben – und tun sie es, wie im Falle der Lico, in der Gemeinschaft, trägt es obendrein auch noch dazu bei, „das kulturelle Leben im Landkreis zu bereichern und entscheidend mitzugestalten“, lobt der Landrat.

Und das mit viel Begeisterung, Gemeinschaftssinn und harter Arbeit, so Dr. Lorenz Menz, Präsident des Schwäbischen Sängerbundes: „Das sind die Elemente, die wir brauchen.“ Die große Vergangenheit der Lico sei auch ein Fundament für die Zukunft des Chorgesangs: „Der Boden rund um die Achalm ist fruchtbar für Chöre, weil die Verantwortlichen ein Gespür für gewachsene Tradition und Freude am feiern haben und offen für Neues sind.“

Trotz des hohen Alters äußerst lebendig, bescheinigt die Präsidentin des Chorverbandes Ludwig Uhland, Irmgad Naumann, der Lico augenzwinkernd. „Ein Garant für höchsten musikalischen Anspruch, weil die Mitglieder das Ich-Gefühl gegen ein Wir-Gefühl eingetauscht und die Verantwortlichen den Mut haben, Dinge zu ändern, für die es sich lohnt, Kraft einzusetzen“.


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