Mit Hits kreuz und quer durch drei Jahrzehnte

Mit seinem sechsten Projekt hat der Projektchor Aldingen den Geschmack des Publikums mehr als getroffen. Unter der Leitung der neuen Dirigentin Monika Konsek und der Begleitung durch das Jugendorchester II des Hohnerklang, unter der Leitung von Christian Möller, präsentierte der Chor in der voll besetzten Erich-Fischer-Halle einen Streifzug durch die größten Hits von drei Jahrzehnten.

Sandra Frank vom Projektchor hatte in den Charts der 60er Jahre geblättert, die geprägt waren von den Beatles bis zu Jimmy Hendrix. Nach dem einstimmenden 60s Chicks-Medley mahnten die Sänger musikalisch, dass sich Liebeskummer nicht lohnt und ließen das Publikum träumen von Napoli, von Palmen und Mädchen am Strand mit der Reise in den Süden und den zwei kleinen Italienern.

Ruhig ging die Fahrt hinein in die 70er Jahre mit „September“. Den großen Durchbruch der Kultband „Abba“ aus dem Jahr 1974 wiederholte der Projektchor 35 Jahre später noch einmal und kassierte dafür einen rauschenden Applaus: „Mamma Mia“, „S.O.S“, „Thank you for den Music“, „Dancing Queen“, „I have a Dream“ und „Waterloo“. A Capella ließen die Sängerinnen und Sänger von Monika Konsek das Publikum weiterschweben, nicht auf Wolke sieben, sondern „Über den Wolken“, wo nach Reinhard May bekanntlich die Freiheit grenzenlos ist. „Ist es wahre Liebe?“, diese Frage vermochte der Projektchor wie schon vor über 30 Jahren Marianne Rosenberg nicht eindeutig zu klären, aber mit der selbstbewussten Überzeugung „Er gehört zu mir“, wurde das Publikum in die Pause entlassen, um knappe 20 Minuten später von Christian Möller und dem Jugendorchesters II des Hohnerklang mit schwungvoller Harmonikamusik wieder auf die Plätze in die Halle gelockt zu werden.

Möller bedankte sich, dass das Jugendorchester beim Konzert des Projektchores  eine Plattform bekommen habe. Mit einem Streifzug durch das bunte Repertoire von „Tango & Ballad“ bis zu „Trance“, das er als „exquisit und exklusiv arrangiert“ ankündigte, bewies das junge Orchester seine Professionalität und riss das Publikum zum Klatschen mit.

Schnippsend sang sich der Projektchor von zwei Seiten her kommend durch das Publikum zum zweiten Male auf die Bühne. Auch wenn die 80er Jahre eher laut und schrill daherkamen und mit der Neuen deutschen Welle fetzige Trends in die elektronische Musikwelt setzten – so startete der Projektchor mit „We Belong“ doch mit leisen Takten in dieses neue Jahrzehnt, drückte dann lustvolle seine Freude beim „Walking on Sunshine“ aus und riss das mitklatschende Publikum mit bei „What a Feeling“. Aber „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“ rückte  der Zeiger langsam auf das Konzertende zu, doch bevor der Vorhang fiel, ließ der Chor viele gelbe Sterne, gebastelt von den Kindern des Kindergartens im Brühl,  am „Sternenhimmel“ in der Erich-Fischer-Halle erstrahlen.

Der musikalische Streifzug hatte beim Publikum viele nette Erinnerungen an vergangene Zeiten geweckt. Der großartige Applaus dürfte eine Motivation an den Projektchor und die stets gute Laune versprühende Monika Konsek sein, im nächsten Jahr ein neues Projekt zu starten. Die Zusage dafür hat Dirigentin Monika Konsek mit der Zugabe dann auch gegeben: Mit „Singen macht Spaß“ rührte sie kräftig die Werbetrommel um weitere neue Stimmen für das kommende Projekt.

Hahnel, 10. Dez 2009, Chorverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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