Editorial SINGEN Ausgabe August/September 2010

Liebe Sängerinnen und Sänger,

der 150. Todestag von Friedrich Silcher am 26. August 2010 lieferte den roten Faden für dieses Heft, das mehrfach auf die Person Friedrich Silchers und seine Nachwirkung eingeht. Er ist ja ein Ahnherr unserer Sängerbewegung. Was würde uns fehlen, wenn wir seine Lieder nicht hätten! Sie sind zum Volksgut geworden und müssten eigentlich als Kulturerbe der Schwaben und Deutschen geschützt sein, wenn es denn einen solchen Schutz gäbe.
Die vielen Bearbeitungen zeigen, dass Silcher weiterhin lebendig ist. Eine sich recht weit vom Original entfernende Interpretation durch den GewandhausChor Leipzig wurde im letzten Heft SINGEN beschrieben.

Diese Interpretation (in Auszügen) gibt es in unserem Silcher-Museum in Schnait zu erwerben. Wir haben die dortige Silcher-Schau entstaubt und neu eingerichtet. Der Unterhalt des Museums durch den Schwäbischen Chorverband zeigt, dass wir unser kulturelles Erbe sehr wohl zu schätzen und zu wahren wissen. Die Kustodin unseres Museums, Frau Hannelore Rauscher, wartet auf Sie und Ihren Besuch. Einmal im Leben sollten jede schwäbische Sängerin und jeder schwäbische Sänger dort gewesen sein!

Deshalb ein persönlicher Ausflugstipp von mir, der auf eigenen Erfahrungen beruht: Das Silcher-Museum erreicht man mit dem öffentlichen Nahverkehr, nämlich von Stuttgart aus, mit der S 2 bis Beutelsbach. Von dort wandert man an der Stiftskirche (die einen Besuch wegen der ältesten Grablege der Württemberger durchaus lohnt) vorbei an das nächst Schnait gelegene Ortsende, wo bei der Sporthalle  so viele Parkplätze zu finden sind, dass man auch dort die Wanderung beginnen kann. An dieser Sporthalle beginnt der Weinstädter Liederweg, der sich Altmeister Gotthilf Fischer verdankt, auf Liedertafeln Singenswertes aufweist und in ca. einer Stunde Wanderzeit über die Höhen von Weinbergen nach Schnait führt. Noch auf der Höhe, mit Blick auf das Silcherdorf, kann man sich vom Wengerterehepaar Stilz eine Weinprobe reichen lassen und dann beschwingt das Silcher-Museum besuchen. Oder zuerst Museum, dann Weingut Stilz oder ein anderes Weingut, oder, oder… Denn gute Einkehrmöglichkeiten in Schnait gibt es auch. Das Tal entlang gelangt man in 20 Minuten wieder zurück zur Sporthalle, Anfangs- und Endpunkt des Liederwegs.

Kultur gibt es also im Silcher-Museum. An allen Liedertafeln kann man singen, für Essen und Trinken ist gesorgt. Habe ich Ihnen Appetit gemacht?
Ihr
Eckhart Seifert
Präsident

Wolfgang Layer, 2. Jul 2010, Editorial, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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