„Wasser“ beim Herbstkonzert Sängerbund Neckarhausen

Mit dem facettenreichen Element „Wasser“ beschäftigte sich der Sängerbund Neckarhausen in seinem Herbstkonzert in der Beutwanghalle.

Gleich vier Chorformationen: Frauenchor, Männerchor, Gemischter Chor und Neckar-Singers mit zahlreichen Solisten aus den eigenen Reihen vermochten das zahlreich erschienene Publikum in Begeisterung zu versetzen. Hinzu gesellten sich Herwig Rutt am Flügel und Günther Dachsel als Conferencier und Chanconier. Unter der Gesamtleitung von Daniela Schüler und verbindenden Worten von Günther Dachsel wurde das Auditorium auf eine literarisch musikalische Reise von der Klassik bis zur schrägen Rockmusik geschickt.

Dank professioneller Leitung hat der nunmehr seit 20 Jahren bestehende Frauenchor sein Leistungsvermögen kontinuierlich steigern können und sich auch über die nähere Region hinaus bekannt gemacht (1998 – 2. Preis beim Chorwettbewerb des SCV und Sonderkonzerte im Uhlandverband). Er eröffnete mit der Chorbearbeitung der „Hornpipe“ aus Händels „Wassermusik“ klangschön den musikalischen Reigen und setzte fort mit Volksliedern, Schmankerln aus Operetten und endete mit der voll Sprachwitz interpretierten „Schönen Tilla“.

Der Männerchor erfreute mit Silchers „Schifflein“, dem „Mühljung“ und Seemannsliedern, u. a. das von den Comedian Harmonists bekannte Lied „Das ist die Liebe der Matrosen“. Als Aufhänger des Konzerts dienten die Variationen von Franz Schöggl über Schubert’s „Launige Forelle“, die vom Gemischten Chor bewundernswert herausgearbeitet wurden. Besonders schön bei Wagner, das Schlussmotiv der Frauenstimmen aus dem „Brautchor“ im „Lohengrin“.

Die impressionistischen Stimmungsbilder der Folksongs „Deep River“ und „Moon River“, das Spiritual „Swing Low, Sweet Chariot“ mit seiner im Refrain eingefügten Rockvariante und eingeschobenen Soloeinlagen, wurden von den Neckar-Singers gekonnt vorgetragen. Höhepunkt war das modern bearbeitete Volkslied „Es klappert die Mühle“. Dieses a-capella-Stück, mit seinen ständig wechselnden Tonarten, sich nur scheinbar an die Grundmelodie haltenden Dissonanzen und komplizierten Takten, kann nur ein versierter Chor bewältigen.

Eine Bereicherung waren auch die solistischen Einlagen. So von Daniela Schüler mit der Puccini-Arie „O mio babbino caro“ und den „Capri-Fischern“, von Fritz Gehring das Bariton-Solo „Junge, komm bald wieder“ und von den im Chor eingefügten Solisten Hans Jürgen Mauser, Caro Greiss und Walter Sihler.

Ein besonderes Lob an Herwig Rutt, der am Klavier den Akteuren die nötige Stütze gab und nicht zuletzt der souveränen und agilen Chorleiterin Daniela Schüler. Sie verstand es wieder einmal, zwei Dinge zu vereinen: die Chormitglieder zu Höchstleistungen anzuspornen und gleichzeitig das Publikum zu begeistern. (Text: Sängerbund Neckarhausen)

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