Schwelgen im Wirtschaftswunder

Kinderchöre Stimmbande I und II der Chorwerkstatt

Filmregisseur William Black spielt eine wichtige Rolle in "Filmreif"

Der Chorwerkstatt-Jugendchor hatte im Musical "Filmreif" eine wichtige Aufgabe

Mit Gesang und Choreografie gänzte der Jugendchor

Stehende Ovationen erntete die Chorwerkstatt Neckartenzlingen bei zwei ausverkauften Vorstellungen für ihr neues Musical „Filmreif“

Zwischen seligem Schwelgen in Liedern vergangener Zeiten, wippenden Füßen und Lachtränen bewegten sich die Emotionen der insgesamt fast 1.400 Zuschauer bei „Filmreif – Das Wirtschaftswunder-Musical“ in der Nürtinger Stadthalle K3N. Den mehr als 160 Mitwirkenden waren zwei wahrlich filmreife Vorstellungen gelungen, die gleichermaßen beeindruckten wie Spaß machten.

Bei Familie Tadellos hängt der Haussegen schief, weil sich Sohn Peter und Tochter Monika nur noch für „Urwaldmusik“ und Hollywoodfilme interessieren. Dass auch Mutter Hildegard und ihre Freundinnen – ob besenschwingend oder beim Kaffeeklatsch – für die Filme von Regisseur William Black schwärmen, muss ja niemand wissen. Während die Männer im Dorfkrug über die Lasten des Wirtschaftswunders lamentieren, naht Ungemach in Gestalt des amerikanischen Starregisseurs. Begeistert vom deutschen Bier und den „beautiful Frolleins“ beschließt er, hier einen Film zu drehen. Kleinstadt steht kopf und ist bei Blacks Rückkehr mit Filmteam „more American als America“.

Mit einer kurzweiligen Handlung voller Überraschungen ernteten die Chorwerker schon nach wenigen Worten die ersten Lacher und Szenenapplaus und kamen gleich richtig in Fahrt. Wie schon so oft hatte Heike Weis den Chormitgliedern die Rollen auf den Leib geschrieben. Mit viel schauspielerischem Talent sorgten die Darsteller mehrfach für quietschende Heiterkeitsausbrüche im Publikum.

Zum Erfolg getragen wurde die Story aber von allen Chorwerkern, die nicht nur stimmlich, sondern auch tanzend und schauspielernd zur Hochform aufliefen. Perfekt funktionierte das Zusammenspiel der einzelnen Chorformationen, die nicht nur mit ihrem jeweiligen Klang glänzten, sondern immer wieder zu neuen Einheiten verschmolzen. So ergänzten sich 70 Kinder aus Stimmbande I und Stimmbande II mit Sing and Swing-AG der Auwiesenschule wunderbar unbeschwert bei der lautstark bejubelten Schulszene, bevor die größeren Kinder gemeinsam mit dem Jugendchor um die Wette twisteten. Die Jugendlichen wiederum lieferten den Gesang zu den skurrilen Twist-Versuchen von Erwachsenen – eine Szene, bei der selbst Gudrun Fahr auf ihrem Dirigentenpodest die Tränen vor Lachen nicht zurückhalten konnte.

Zum Abschluss des ersten Aktes wie auch beim großen Finale „Gar nichts hält uns jetzt noch auf“ mischten sich Jugendchor und Großer Chor stimmgewaltig bei gleichzeitig mitreißender Choreografie und auch die frenetisch geforderten Zugaben gab’s gemeinsam.

Wie viel Arbeit die Macherinnen Gudrun Fahr und ihre Tochter Heike Weis mit Unterstützung von Katrin Werner (Stimmbande I) und vielen kreativen Kräften und Helfern der Chorwerkstatt in dieses Stück gesteckt haben, kann man nur erahnen. Am Ende machte die überwältigende Resonanz der Zuschauer alles wett. Aufgrund des großen Erfolges wird es eine dritte Aufführung geben am Sonntag, 06. Februar 2011 in der K3N Stadthalle Nürtingen, Beginn 17 Uhr. Karten gibt es ab 13.12. beim Stadtbüro der Nürtinger Zeitung, Tel. 07022/9464-150 oder online unter: www.die-chorwerkstatt.de (Text: rei, Foto: Holzwarth)

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