Glanz mit Händels Halleluja

Der Sängerkranz-Harmonie Tübingen mit stimmungsvollem Adventskonzert

Zur Einstimmung des Adventskonzerts des Sängerkranz-Harmonie am 2. Advent erklang festliches Orgelspiel mit Bachs Präludium in G-Dur, gespielt von Michael Stadtherr. Der an diesem Abend mit knapp 80 Stimmen besetzte Chor unter Leitung von Eberhard Höngen intonierte anschließend mit Orgelbegleitung die Weihnachtskantate „Brich an du schönes Morgenlicht“ von Wolfgang Lüderitz, gefolgt von dem a cappella vorgetragenen Choral „Gott wird dich tragen“ von F.A.Sankey. Den ersten Block beschlossen alle Akteure gemeinsam mit dem gefühlvoll vorgetragenen Christkinds Wiegenlied „Schönstes Kindlein“ nach einem alten Volkslied, bearbeitet von Ludwig Gaber. Den Sopran-Solopart übernahm Adelinde Bohn.

In die Barockzeit versetzt wurden die Zuhörer mit den ersten 3 Sätzen von Corellis Weihnachtskonzert, dem Concerto grosso Op 6 Nr. 8 g-moll „fatto per la notte di natale“, stimmungsvoll und wohltönend intoniert vom Streichquartett „Bellevue“. Der zeitgenössischen Chorliteratur zuzurechnen ist dagegen das Chorstück „Danket dem Herrn“, 1995 von Franz Koringer komponiert. Jedoch folgt es der traditionellen Psalmvertonung (Text Psalm 118.1), stilsicher a cappella vorgetragen. Anschließend ertönten die Weisen „Mariä Wiegenlied“ von M. Reger in einer Bearbeitung für vierstimmigen Chor von E.Höngen und „Transeamus“, ein schlesischer Weihnachtshymnus von J. I. Schnabel. Mit diesem 7-stimmig vorgetragenen Chorsatz wusste der Chor mit großer Dynamik und beeindruckender Souveränität zu überzeugen.

Im zweiten Teil brachte Michael Stadtherr mit dem Choralvorspiel „Nun komm der Heiden Heiland“ von J. S. Bach die Stiftskirchenorgel bravourös zum Erklingen. Der Frauenchor beeindruckte mit dem gefühlvoll vorgetragenen „Search me, o Lord“ von Charles Ives, gefolgt von „Adoramus, te Christe“ von Francois Roussel. Beeindruckend, wie es dem Chor gelang, die spirituelle Intensität durch ein Wechselspiel von Piano und Forte herauszuarbeiten. Nach den Spirituals „All night, all day“ (Satz: K.-H. Jäger) und „Give Thanks“ von H. Smith, arrangiert von Ph. Keveren folgten die Arien „Sei stille dem Herrn“ aus Mendelssohns „Elias“ und Händels „Tochter Zion, freue dich“ von der Sopranistin Adelinde Bohn, Händels „O du, die Wonne verkündet in Zion“ aus dem „Messias“ mit Chor, Streichquartett und Orgel sowie Mozarts „Laudate Dominum“.

Und schließlich nochmals Händel: Das „Halleluja“ aus dem Messias geriet zum Glanzpunkt des Abends. Dieser Chorsatz verlangte den Akteuren hohe Konzentration und Ausdruckskraft ab. Dem Chor gelang es, das Werk mit großer Dynamik und Klangfarbe stimmgewaltig vorzutragen und sich auch in den hohen Stimmlagen brillant zu präsentieren. Ein stimmungsvoller Schlusspunkt gelang mit dem Lied „Lobe den Herren, den mächtigen König“ in einer Bearbeitung von Klaus Fischbach, das alle Akteure gemeinsam mit dem Publikum anstimmten. Nach lang anhaltendem Beifall und dem Wunsch nach einer Zugabe erklang das „Halleluja“ ein zweites Mal. (h.r.frick)

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