Aktuelles Editorial SINGEN, Ausgabe Mai 2011

Liebe Sängerinnen und Sänger,

der bevorstehende Chorverbandstag in Leonberg zeigt, dass mein erstes Präsidentenjahr im SCV schon bald vorbei ist. Im Rückblick sehe ich, dass ich 50 Mal in den letzten sechs Monaten von 2010 für Sie im Einsatz war und 32 Mal in den bisherigen Monaten 2011. Ehrlich gesagt, mit so vielen Terminen habe ich vor meiner Wahl nicht gerechnet, aber das ging manchem von Ihnen vermutlich genauso. Vor allem Jubiläen haben mich an die sängerische Basis geführt, viermal war ich bei unseren Chorverbänden eingeladen.

Einiges hat sich in der doch kurzen Zeit bewegt. Einen Hauptpunkt bilden die Impulse, die von der Klausurtagung des Präsidiums in Kirchheim u. T. ausgingen: Leitbildentwicklung, Einführung des Familienreferats, Neustrukturierung der Aus- und Fortbildung in unserem Seminarwesen. Ein weiterer Hauptpunkt war die Sicherung unserer Finanzierung durch das Land, in welcher die Gleichbehandlung mit dem Sport erreicht wurde. Auch der Umzug der Geschäftsstelle in neue Arbeitsräume ist zu nennen.

Viel Freude habe ich erfahren, wenn es um spontane ehrenamtliche Einsätze ging. Was hier von den Mitgliedern des SCV in die Gesellschaft eingebracht wird, ist einfach bewundernswert. Enttäuschungen gab es auch. Zum Beispiel, wenn ich erfahren musste, dass die Bestandserhebungen der Mitglieder Ende März noch nicht komplett waren. Dabei zeigten leider nur einige wenige Chorverbände und Gaue, dass man durchaus Mitte Januar bei den Vereinen Inventur machen und die Zahlen bis Mitte Februar liefern kann. Diese will ich dankend loben und den anderen als Vorbild empfehlen. Ohne solche soliden Basiszahlen kann man einfach keine Verbandsarbeit betreiben.

Wenn Sie den Zahlen entnehmen, dass der SCV rd. eine Million Euro vom Land bekommt, und welche nur drei- oder vierstelligen Beträge bei Ihnen ankommen, weil Sie so Viele sind, können Sie ermessen, welche Fleißarbeit der Geschäftsstelle hinter diesen Förderprogrammen steht. Und mit dem Zuweisen der Förderung an Sie ist es ja nicht getan, sie muss gegenüber dem Land auch noch abgerechnet werden.

Ein schönes Beispiel gelungener Teamarbeit war für mich die Aufstellung des Haushalts für 2011. Nachdem das Wünschenswerte das Finanzierbare zunächst um 70.000 Euro überstiegen hatte, konnten wir uns am Ende einvernehmlich und gütlich auf das Ergebnis einigen. Dabei zeigte sich freilich, dass der Haushaltsentwurf auf Kante genäht ist, wie auch die Abrechnung für 2010 bereits erforderlich machte, dass ein Abmangel durch eine Reduzierung der Rücklagen gemindert werden musste. Diese nicht rosige Perspektive hat das Präsidium veranlasst, über eine Beitragserhöhung für erwachsene Mitglieder des SCV ab 1.1.2013 nachzudenken, zumal die letzte Erhöhung zum 1.1.2003 erfolgte. 10 Jahre Beitragsstabilität bei allgemein steigenden Kosten ist eigentlich unglaublich.

Insgesamt wäre alles nicht leistbar, wenn die Mitglieder, die Chorverbände und Gaue, die Funktionärinnen und Funktionäre, der SCV mit seinen Gremien und seiner Geschäftsstelle nicht an einem Strick zögen. Dafür will ich mich bei allen ganz herzlich bedanken. Wenn Ihr Einsatz weiter trägt, ist mir um unserer Zukunft nicht bange.

Ihr

Eckhart Seifert
Präsident

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Wolfgang Layer, 1. Mai 2011, Editorial, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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