130. Geburtstag des Konzertchor Eintracht Ebingen

Günther Domian,

der erste Vorsitzende, begrüßte zum Festakt anläßlich des 130. Geburtstages des Konzertchor Eintracht Ebingen viele Gäste.
Der Schirmherr, OB Dr. Jürgen Gneveckow konnte leider nicht an diesem Empfang teilnehmen. Sein Stellvertreter, Bürgermeister Rainer Mänder nahm deshalb die Einladung zum Empfang gerne an.
Domian gab erst ein paar Eckdaten des Vereins bekannt ehe er etwas aus dem Nähkästchen plauderte und vom Verlauf der Vereinsgeschichte berichtete. Theodor Groz war es, der am 08. Mai 1881 den Gesangverein Eintracht Ebingen mit 51 Sänger gründete. 20 Pfennig Monatsbeitrag und 1 Reichsmark Aufnahmegebühr mußten bezahlt werden. Heute unvorstellbar. 1930 wurde dann der Frauenchor der Eintracht gegründet. Eine Namensänderung beantragte der Verein 2007 und wurde zum Konzertchor Eintracht Ebingen. Mind. 1 Konzert jährlich soll jedes Jahr durchgeführt werden. Im Vordergrund steht aber die Förderung junger Künstler und Studenten, denen man eine entsprechende Plattform bieten wolle, so Domian. Mit der Stiftung „Konzertchor Eintracht Albstadt“ wird auch eine entsprechende Finanzierung  sichergestellt.
Helmut Miller, der Gaupräsident des Zollernalb Sängergau, gratulierte dem Konzertchor für 130 Jahre Chorarbeit. Er überbrachte die Grüße vom Präsidium und dem Musikbeirat des Zollernalb Sängergau. Er hob besonders das große Engagement der Männer und Frauen der Eintracht hervor, ohne deren Arbeit kein Konzert stattfinden kann.
Schließlich wird durch den Gesang auch die Kreativität, Konzentration und Kommunikation gefördert.
Bürgermeister Rainer Mänder grüßte herzlichst den Jubel-Verein und ließ OB D. Gneveckow entschuldigen. Sehr gerne folgte er der Einladung und weiß es sehr zu schätzen,was der Verein jedes Jahr leistet.
Landrat Günther Martin Pauli reihte sich bei den Gratulanten ein. Auch im Namen von Herrn MdL Hansmartin Haller beglückwünschte er zu einem solchen Jubiläum. Singen ist schließlich nicht nur ein Hobby, es ist eine Bereicherung für die Pflege der Gemeinschaft.
Walter Schreiber, der „Manager“ des Enemble „5+1 Cellisten“ gratulierte dem Konzertchor ebenfalls. Eine lange Freundschaft war Grund genug, dieses Ensembe nach Albstadt zu holen. Er gab ein paar Informationen über die 5 Männer und 1 Frau bekannt und freute sich, daß sie den Geburtstagsreigen musikalisch eröffnen durften. Im Anschluß an die vielen Glückwünsche lud Günther Domian zu einem kleinen Umtrunk ins Foryer der Festhalle Albstadt ein.

Mit einem Meisterkonzert der besonderen Art feierte der Konzertchor sein Jubiläum.

5 Männer und eine Frau von den berühmten Wiener Philharmoniker unterhielten die vielen Gäste. Nur bestückt mit ihren Cellen boten sie eine musikalische Meisterleistung.
Im ersten Teil sollte ausschließlich klassische Stücke gespielt werden. Johann Strauß schrieb „Draußen in Sievering blüht schon der Flieder“. Eindrucksvoll bewiesen die 6 Cellisten,was sie können. Der weltberühmte Hummelflug von Rimski Korsakow folgte sogleich. Zwar nicht in Weltrekordzeit (gehalten von Oliver Lewis), aber präzise in der Vertonung konnten die Zuhörer begeistern.
Nochmals Bach und zum Schluß (vor der Pause) Antonin Dvorak standen Pate für 2 weitere Stücke.
Nach der Paus wurde es dann sehr gefühltvoll. Eine Liebesgeschichte erzählten das Ensemble mit ihren Cello’s. Mit Werken von Astor Piazzolla, Beethoven, Zhang Yan u.v.m. berichteten sie musikalisch von der Liebe eines Wiener Musikers zu einer chinesischen Frau. Die 4 jungen Männer lachten den älteren Mann, der über sein Unglück klagt, keine Frau zu finden. Mit verschiedenen Variationen über das Thema  „Ein Mädchen oder Weibchen wünscht Papageno sich“ spielte das Ensemble aus der Zauberflöte von W. Mozart.
Nachdem die wunderschöne Chinesin, gespielt von der Cellistin Joanna Sachryn, auf der Bühne erschien, verlieben sich die jungen Männer in sie und spielen um ihre Gunst. Zum Schluß versuchte der ältere Mann, gespielt von Prof. Gerhard Kaufmann, sein Glück. Er versuchte mit Charme sein Glück. Mit „Reich mir die Hand mein Leben“ aus Mozarts Oper „Don Giovanni“ konnte er schließlich das Herz der Chinesin gewinnen. Un so verließen die jungen Männer gekränkt nacheinander die Bühne.
Diese Liebesgeschichte ist hervorragend inszeniert und gekonnt aufgeführt worden. Mit der Abschiedssinfonie von Josef Haydn verabschiedeten sich die 6 Cellisten. Dies waren Prof. Gerhard Kaufmann, Milan Karanovic, Berhard Hedenborg, Stefan Koncz, Sebastian Bru und Joanna Sachryn.
Viel Beifall war der Lohn für diesen tollen musikalischen Leckerbissen.
Mit einem Blumenstrauß für die Dame und jeweils einem Weinpräsent bedankte sich Günther Domian bei den Cellisten der Wiener Philharminikern.

 

Isabelle Arnold, 20. Jun 2011, Chorverband Zollernalb, Singen und Stimme, Veranstaltungen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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