Dona nobis pacem

Uraufführung eines Oratoriums für den Frieden von Tilman Heiland als gemeinsames Projekt des Philharmonischen Chors Fellbach mit dem MGV Ludwigsburg im März 2012

Es war im Frühjahr 2009, als Ulrich Egerer, Leiter des MGV Ludwigsburg, auf Tilman Heiland mit der Anregung zuging, ein Oratorium zu komponieren, welches das Thema Frieden und Verständigung zwischen Völkern, Kulturen und Religionen zum Inhalt hat.

Egerer und Heiland kannten sich seit langem und hatten bereits mehrfach bei musikalischen Großprojekten zusammengearbeitet. Da Heiland damals als musikalischer Leiter des Philharmonischen Chors Fellbach in der Nachfolge von Alfons Scheirle bereits feststand, bot sich an, bei diesem Projekt die bewährte Zusammenarbeit der beiden Dirigenten wieder zu aktivieren. Darüber hinaus sollte diese Kooperation beispielhaft zeigen, dass gerade auch im Bereich der Laienmusik eine solche Urauff¸hrung möglich ist. Es ist bisher einzigartig, dass ein derartiges Werk durch die Zusammenarbeit zweier Vereine des Schwäbischen Chorverbands initiiert und durch einen Komponisten aus den „eigenen Reihen“ geschaffen wurde.

Bei dem Werk handelt es sich ein groß besetztes Oratorium von etwa 90 Minuten Spieldauer, in dem Gedichte und religiöse Texte zum Thema Frieden vertont wurden. Die Texte stammen aus verschiedenen Kulturkreisen und sind in vielen europäischen Sprachen, aber auch in hebräisch, arabisch oder Sanskrit verfasst. ‹berall wird deutlich, dass die Sehnsucht nach Frieden und Verständigung universell ist. Als Heiland und Egerer das Projekt planten, konnte noch niemand ahnen, wie aktuell es z.B. angesichts der derzeitigen Ereignisse im arabischen Raum werden würde.

Im formalen Aufbau folgt das Werk der Liturgie des Requiems; damit steht es in der Tradition der Werke von Brahms, Britten oder Jenkins, die ebenso die Form des Requiems mit freier Textauswahl verbanden. Musikalisch entwickelt sich das Werk „durch Nacht zum Licht“, d.h. die musikalische Darstellung der Schrecken von Krieg und Unterdrückung und der Trauer um die Opfer zu Beginn wandelt sich zur Hoffnung und Zuversicht, dass Frieden und Verständigung möglich ist.

Die Uraufführung von „Dona nobis pacem“ findet am 10.03.2012 in der Friedenskirche Ludwigsburg und am 11.03.2012 in der Schwabenlandhalle Fellbach statt. Das Projekt  hat über die Standorte der beteiligten Chöre hinaus eine Bedeutung für die Region. Entsprechend soll es von der Presse und ggf. vom SWR begleitet werden. Besonders freuen wir uns, dass Henning Scherf, Präsident des Deutschen Chorverbands und ehem. Regierender Bürgermeister der Freien und Hansestadt Bremen, die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat.

Der Philharmonische Chor Fellbach lädt interessierte Sängerinnen und Sänger herzlich ein, bei den Aufführungen dieses Werkes als Projektsänger mitzuwirken! Probentermine: Mo 20:00-22:00 Großer Chor (Frauen), Di 19:30-21:30 Favoritchor (Kammerchor „Opus 7“), Do 20:00-22:00 Großer Chor (Männer).

Alle Proben finden im Chorzentrum Fellbach, Schillerstraße 26 in Fellbach statt. Weitere Informationen erhalten Sie vom Dirigenten Tilman Heiland (Tel. 0711-350441, ggf. auf dem AB die eigene Rufnummer hinterlassen).

Wolfgang Layer, 29. Aug 2011, Chorliteratur / Medien, Chorverband Friedrich Silcher, gemischte Chöre, Veranstaltungen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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