Konzert „25 Jahre Chorleiterin Ulrike Keßler“

Beinahe an die Höhlenmalereien von Lascaux erinnert wurden die zahlreichen Besucher des Konzertes „25 Jahre Chorleiterin Ulrike Keßler“ am 29. Oktober im Dorfgemeinschaftshaus in Friedberg. Das nicht ohne Grund, denn Ulrike Keßler eröffnete mit ihrem Kinderchor des Liederkranzes Bolstern den Konzertabend mit dem Steinzeit-Musical „Ein Fest für König Gugubo“.

Eine tolle Truppe, die Steinzeitmenschen des Kinderchores Bolstern

Mit der schrillen Aufführung um ein Geburtstagsfest in der Steinzeit hatten die Chormitglieder sichtlich großen Spaß, der sich ganz unmittelbar auf das restlos begeisterte Publikum übertrug. So spielten und sangen die Mitglieder des wilden Stammes um den Riesen Motz, herrlich dargestellt von der Chorleiterin selber, teils solistisch, teils im Ensemble sehr selbstbewusst, in bester musikalischer Qualität und überzeugend. Die liebevolle Dekoration, Ausstattung und Kostümierung, aber auch die gekonnte Begleitung durch die Erzähler und den Instrumentalisten taten ihr übriges. So konnten die Besucher die verrückte Geschichte von König Gugubo dem Missgeschickten erleben, der eine Party ausgerichtet bekam. Das konnten auch Mac Miesepit und Grumpf Grimmig („Partys sind doof“) nicht verhindern.  Schlusspunkt dieser Party und krönender Abschluss des Musicals war das eindrucksvoll im feinsten Piano gesungene Schlaflied „Höhlennacht“.

Gut drauf, die Jungs der „Allgäuer Herzbuaba“

Ulrike Keßler, wie man sie Kennt – in voller Aktion mit ihrem DeJuChoBo

Aus der Steinzeit in die Jetztzeit holten die musikalischen Gäste des Abends die „Allgäuer Herzbuaba“ aus Leutkirch-Reichenhofen die Zuhörer zurück. Den 11 jungen Männern aus dem württembergischen Allgäu, in zünftigen Lederhosen gekleidet, spürte man an, wie sehr ihnen Singen Spaß macht. Unter der Leitung von Chordirektorin Anne-Regina Sieber servierten sie in herzerfrischender und humorvoller Art Oldies wie „The Roots of Rock and Roll“, „Route 66“ und „King of the road“.  „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“ der Nilson Brothers war der Evergreen, mit dem die Mitglieder des Jungen Chores Bolstern/ DeJuChoBo, ihre musikalische Aufwartung begannen. Ein glänzender Auftakt bei dem die 28 Sängerinnen und Sänger in bester Feinabstimmung den Intentionen ihrer Chorleiterin und Gründerin des Chores Ulrike Keßler folgten. Weitere gern gehörte Ohrwürmer servierten sie mit „Something stupid“, dem Mey’schen „Über den Wolken“ und „I’m walking“, bei denen, wie auch schon beim Musical, Richard Fischer am Klavier ein einfühlsamer, kongenialer Partner war. Den Jungs aus dem Allgäu auf den Leib geschnitten war „Hello again“, ein Howard Carpendale-Medley, mit dem sie, wie auch mit „Mein bester Freund“ und dem „Über sieben Brücken musst du gehn“die mitgehenden Zuhörer für sich gewannen. Als Zugabe gab es dann von den „Allgäuer Herbuaba“ und ihrer hervorragenden Reisebegleiterin am Klavier Irene Streiß den Gassenhauer „Fürstenfeld“. „Chor-Hitparade“ betitelte der DeJuChoBo seinen zweiten Auftrittsblock, bei dem der Chor seine  musikalische Flexibilität und Wandlungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellte.  Mit dem in die Jahreszeit passenden Goißer’schen Liebeslied „Weit, weit weg“, dem „Perfect Day“, dem afrikanischen „Mamaliye“ und dem „Thank you fort he music“ boten die Sängerinnen und Sänger qualitätsvolle Unterhaltung die beim Publikum ankam, so dass auch sie nicht ohne Zugabe von der Bühne kamen. Ein eindrucksvolles Finale aller drei Chöre mit „Goodbye my love goodbye“ und dem Zuckowski-Hit „Ich wollte nie erwachsen sein“ beendete ein abwechslungsreiches, auf hohem Niveau stehendes Konzert, das trotz seiner Länge nie langweilig war.

Das sahen auch die total begeisterten Zuhörer so, die die Akteure mit frenetischem Beifall und vielen lobenden Rückmeldungen verabschiedeten. Blumen und Wein gab es dann auch vom Vorsitzenden des Liederkranzes Bolstern Gerhard Reichelt für die Verantwortlichen dieses Abends, der eindrucksvoll bewies, dass Chorgesang Zukunft hat.

Ehrung von Ulrike Keßler

Ulrike Keßler(Mitte) mit den Laudatoren, dem Vorsitzenden des Liederkranzes Bolstern Gerhard Reichelt und der Verbandschorleiterin Chordirektorin Anne-Regina Sieber

Das Jubiläumskonzert war auch die Plattform für die Ehrung von Ulrike Keßler für ihre 25jährige Tätigkeit als Chorleiterin im Liederkranz Bolstern. „Uli, sie sind wohl eine der jüngsten Chorleiterinnen, die die Ehrung des Deutschen Chorverbandes für 25 Jahre Chorleitertätigkeit erhalten“ so die Verbandschorleiterin des Oberschwäbischen Chorverbandes Chordirektorin Anne-Regina Sieber bei ihrer Laudatio. Mit 16 Jahren hat Ulrike Keßler den neu gegründeten Kinder- und Jugendchor Bolstern 1986 übernommen. Seither leitet sie diesen Chor, in dem derzeit 33 Kinder und Jugendliche singen, mit großem Erfolg. 1994 gründete sie den Jungen Chor Bolstern/ DeJuChoBo, den sie ebenfalls seit dieser Zeit leitet. „Begeisterungsfähigkeit, pädagogisches Feingefühl aber auch Durchsetzungsfähigkeit zeichnet ein gute Chorleiterin neben dem fachlichen Können aus. Dass sie das besitzen, zeigt nicht nur der jahrelange Erfolg, sondern insbesondere das heutige Konzert“ so das Lob der Verbandschorleiterin, die Ulrike Keßler namens des Deutschen Chorverbandes mit der Ehrenurkunde auszeichnete. Viele Dankesworte, Gratulation und Geschenke gab es auch vom Vorsitzenden des Liederkranzes Gerhard Reichelt, von den Sängerinnen und Sängern des „DeJuChoBo“, die es mit einem extra getexteten Lied musikalisch machten und von den Jüngsten, die ihrer Uli mit Rosen gratulierten.

Klaus Haid, 1. Nov 2011, Jugendchöre, Kinderchöre, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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