Herbstkonzert in Weidenstetten

Foto: Amrei Groß

Raritäten aus der Romantik, Zigeunerlieder und Musicalhits: Beim traditionellen Herbstkonzert am Freitag präsentierten sich die beiden Chöre des Liederkranzes Weidenstetten vielseitig und stimmgewaltig. Das Publikum war begeistert. „Verstohlen geht der Mond auf“: Unter diesen Titel stellte der Liederkranz Weidenstetten sein traditionelles Herbstkonzert am Freitag. Zu hören gab es Modernes und Volkstümliches, aber auch Zigeunerlieder und Raritäten aus der Romantik – darunter Mozarts „Kleine Nachtmusik“ in einem bezaubernden Arrangement für männliche Stimmen. Zur Einstimmung erklang Franz Schuberts „Nachtgesang im Walde“, erst filigran und fein, dann drangvoll und energisch. Ein beeindruckender Einstand des stimmgewaltigen Männerchors. Hellwach trotz des abendlichen Konzertmottos verstanden es die Sänger unter Dirigent Hartmut Premendra Mayer meisterhaft, Spannung aufzubauen und sich gleichzeitig mit spielerischer Leichtigkeit durch das anspruchsvolle Programm zu singen. Nach Robert Volkmanns „Abendlied“, einem musikalischen Streifzug durch die ruhende Natur, gehörte die Bühne dem Neuen Chor. Dessen 30 Sängerinnen und Sänger holten mit einem bunten Potpourri aus bekannten Musicalsongs die fantastische Welt des Broadways direkt in die Weidenstetter Dorfwiesenhalle.

Melodien wie „Don’t Cry For Me Argentina“ aus Evita, „Camelot“ aus Camelot oder „Memory“ aus Cats verzauberten das Publikum und machten Lust auf mehr. Mehr folgte auf dem Fuße: Pianistin Beate Frey und Liederkranz-Chorleiter Hartmut Premendra Mayer gefielen mit Max Bruchs instrumentalem „Kol Nidrei“, einem beeindruckenden Adagio für Cello und Klavier nach hebräischen Melodien. Zum Abschluss vereinten sich alle Weidenstetter Sängerinnen und Sänger zu einem gigantischen Schlusschor. Gemeinsam zelebrierten sie volkstümliche Klassiker und feurige Zigeunerlieder aus der Feder des deutschen Komponisten Johannes Brahms – vom bekannten „Da unten im Tale“ über „Erlaube mir, feins Mädchen“ bis hin zum geheimnisvollen Konzerttitel „Verstohlen geht der Mond auf“. Die „Hochgetürmte Rimaflut“ aus den Zigeunerliedern zog schließlich einen beeindruckenden Schlussstrich unter ein gelungenes Konzert. Das Publikum war begeistert und forderte mit energischem Beifall gleich zwei Zugaben ein.

Johannes Pfeffer, 11. Nov 2011, Chorverband Ulm, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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