Chöre versprühen Freude

450 Zuhörer erleben ein mitreißendes Konzert des Sängerbunds Laupheim

In die (zauberhafte) Welt der Oper, Operette und des Musicals haben die Chöre des Sängerbunds Laupheim mehr als 450 Zuhörer im Kulturhaus Schloss Großlaupheim entführt. Sie erlebten ein mitreißendes, facettenreiches Konzert, das eine Werbung für den Chorgesang und den veranstaltenden Verein war. Der Sängerbund und sein musikalischer Leiter Tobias Wahren haben einmal mehr im gemeinsamen Lied bekräftigt, was der Deutsche Chorverband bei jeder Gelegenheit propagiert: „Singen bewegt – selber singen macht Spaß.“

In diesem Sinne war auch das Grußwort des Sängerbund-Vorsitzenden Dr. Thomas Strobel, der in dem ausverkauften Haus ein Zeichen der Wertschätzung des Chorgesangs und Vereins sah. In den nächsten zwei Stunden konnte sich das Publikum davon überzeugen, mit welcher Freude am Singen die Aktiven bei der Sache waren und sie dementsprechend auch gut machten. „Das war ein wunderschönes Konzert“, sagten viele rundum zufriedene Hörer am Schluss des abwechslungsreichen Programms.

Den ersten Konzertteil eröffnete der gemischte Chor des Sängerbunds mit dem begeistert vorgetragenen Volkslied „Guten Abend, guten Abend euch all hier beisamm“. Nach diesem flotten Aufgalopp entführten die mehr als 50 Sängerinnen und Sänger in die Welt der Oper. Mit dem „Chor der Landleute“ aus „Die verkaufte Braut“ von Friedrich Smetana („Das klingt nach Sklaverei, doch dem ist nicht so“, so Tobias Wahren) hatten Chor und sein musikalischer Leiter einen Volltreffer gelandet. Dörfliche Szenen beim Kirchweihtag, „ein Fest der Freude“ und bei einer ländlichen Hochzeit – „ja die Freiheit lebe hoch, lebe hoch“ – trugen zum guten Gesamteindruck bei.

Jessica Miller begeistert Publikum

„Und wenn zwei geheiratet haben, dann küssen sie sich“, wusste Tobias Wahren und sah darin eine geniale Überleitung zum genauso genialen Auftritt der jungen Solistin Jessica Miller. Die 19-Jährige, beim letztjährigen Sängerbund-Konzert noch im Chor dabei, studiert jetzt im ersten Semester in Karlsruhe Gesang. Mit ihrer ausdrucksstarken und kraftvollen Stimme meisterte sie ihren Part ohne technisches Hilfsmittel (Wahren: „Jessica braucht kein Mikrofon“) beim Lied „Meine Lippen, die muss man küssen“ von Franz Lehár. Donnernder Applaus, vermischt mit Bravo-Rufen, war für die Sängerin der verdiente Lohn.

In die weitere, sehr ansprechende Melodienfolge teilten sich die Sänger (Priester) mit dem berühmten Männerchor „O Isis und Osiris“ aus „Die Zauberflöte“ von W. A. Mozart sowie die Frauen mit dem Chorsatz „Bald prangt den Morgen“. Ein Liebesbeweis gegenüber der auf nunmehr über 20 000 Einwohner angewachsenen Stadt Laupheim sollte der Auszug aus Verdis „Chor der Gefangenen“, „Teure Heimat, wann seh ich dich wieder“, sein.

Offener Chor überzeugt

Nun war der Zeitpunkt für den mit Spannung erwarteten Auftritt des Offenen Chores unter neuer Leitung gekommen. Die acht Sänger und 25 Sängerinnen präsentierten zunächst ein Spiritual-Medley mit beliebten Songs wie „Amen“, „Michael, row the boat ashore“ und „Nobody knows the trouble I have seen“. Ein Querschnitt aus dem Musical-Dauerbrenner „Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber rundete den erfolgreichen Beitrag des Offenen Chores ab. Chorleiterin Christine Russ hatte ihre Feuertaufe bravourös bestanden.

Den Schluss eines in sich stimmigen Konzerts bildeten die schönsten Melodien – gewürzt mit ein bisschen Show einiger Choristen – aus dem Musical „My Fair Lady“ von Fredrick Loewe. Im Finale standen beide Chöre auf der Bühne, die von Marcus McLaren perfekt am Piano begleitet wurden.

Klaus Haid, 28. Nov 2011, Chorgattung, gemischte Chöre, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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