St. Johannes-Messe in der Ev. Kirche

Ein bemerkenswertes Konzert mit Kompositionen aus der französischen Romantik erlebten am Samstag, 31. März 2012, viele Musikliebhaber in der evangelischen Kirche in Dagersheim. Im Rahmen der „Stunde der Kirchenmusik“ präsentierte der Liederkranz Dagersheim unter der Leitung von Hartmut Becker die St. Johannes-Messe von Charles Gounod und setzte mit der Solistin Annette Rabus und den Orgel-Soli von Hartmut Becker weitere musikalische Höhepunkte.

Feierlich heiter erklang von der Empore das „Tollite hostias“, (Text nach Psalm 96) von Camille Saint-Saens, mit dem der Gemischte Chor den Konzertabend eröffnete. Dass er die „Königin der Instrumente“ meisterlich beherrscht, bewies anschließend Hartmut Becker mit seinen solistischen Orgelstücken wie der „Toccata“ von Gaston Béller oder dem Prélude von Louis Léfebure-Wély. Für weitere Glanzlichter sorgten die vier Soloauftritte der Böblinger Sopranistin Annette Rabus. Begleitet von Hartmut Becker an der Orgel zog sie mit ihrer hellen, wohlklingenden Stimme die Zuhörer in ihren Bann. Ein besonderer musikalischer Leckerbissen war das gefühl- und hingebungsvoll vorgetragene berühmte „Ave Maria“ von Bach/Gounod, das die Zuhörer sichtlich berührte.

Das titelgebende Werk, die „Messe de St. Jean“, nach Vorbild der gregorianischen Gesänge von Charles Gounod, geriet zum Höhepunkt des Abends. Nach einer gründlichen Vorbereitung auf die vierstimmige Vertonung des lateinischen Messetextes boten die 40 Sängerinnen und Sänger eine überzeugende Darbietung. Da Hartmut Becker nun als Dirigent gefragt war, nahm Tobias Becker den Platz an der Orgel ein und sorgte für eine souveräne Begleitung. Engagiert und emotional beteiligt brachte der Chor die Botschaft der fünf Teile der Messe dynamisch zum Ausdruck: Ruhig und andächtig erklang am Anfang das „Kyrie“, sowohl ernst als auch heiter das „Gloria“. Auf das majestätisch gesungene „Credo“ folgte ein strahlend helles „Sanctus“ und mit dem verhaltenen „Agnus Dei“ endete die Messe mit der Bitte um Frieden – „dona nobis pacem“.

Durch lang anhaltenden Applaus bedankte sich das Publikum bei allen Akteuren, die sich über die gelungene Aufführung genauso freuten wie die Konzertbesucher..

Ursula Wagner, 25. Apr 2012, Chorverband Otto Elben, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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