175 Jahre Liederkranz Oberdischingen

Mit einem Festabend und einem Freundschaftssingen feierte der Liederkranz sein Jubiläum

Freude am Singen, sowie Kameradschaft unter den Sängerinnen und Sängern verdeutlichte an beiden Tagen das Jubiläumsfest des Liederkranzes Oberdischingen. Der erste Vorsitzende Erwin Berner betonte in seiner Begrüßungsrede, dass 175 Jahre auf die Geschichte der Menschheit bezogen, nicht mehr als ein Wimpernschlag sind, jedoch auf den Liederkranz bezogen stehen fünf Generationen mit ihrer Freude zum Chorgesang dahinter. Die Turn- und Festhalle war voll besetzt mit Angehörigen der Chormitgliedern, Sängerfreunden aus den umliegenden Gesangvereinen, Bürgern und Gästen aus vielen Bereichen. Der genauen Tag, an dem der Liederkranz einst als Musik- und Gesangverein aus der Taufe gehoben wurde, könne leider nicht genau festgestellt werden, sagte der Vorsitzende. Aber sicher sei, dass die Gründer den Grundstein für ein wunderbares Gemeinschftswerk gelegt haben, das nicht nur für Körper, Geist und Seele wohl tut, sondern, was ganz wichtig ist, auch die Menschen zusammenführt. Erwin Berner war es ein sichtliches  Anliegen, den früheren und jetzigen Sängerinnen und Sängern für ihr Engagement zu danken, ebenso den bisherigen Vorsitzenden, Chorleitern und Förderern, die dem Liederkranz so lange getragen und die Treue gehalten haben. Bürgermeister Benno Droste, selbst aktiver Tenorsänger, schwärmte: „Heut ist ein ganz besonderer Tag.“ Landrat Heinz Seiffert bezeichnete die Vereine als Säulen im Gemeinwohl. Wolfgang Oberndorfer, Vorsitzender des Donau-Bussen-Sängergaues, zitierte einige Zeilen aus dem Oberdischinger Heimatlied. Er sagte weiter: „Singen sorge für ein Glückscocktail im Gehirn. Gemeinsames Singen verhilft zu Begegnungen und Komunikation. Deshalb ist der Chorgesang kein Auslaufmodell, sondern es sollte jeder Chor immer wieder nach hoher musikalischer Qualität streben, andererseits auch denjenigen eine Heimat bieten, die in erster Linie Freude am Singen haben.

All diese Kriterien unterstrich der anschließende musikalische Part des Festabends. Der Liederkranz Oberdischingen, das Sinfonieorchester Ay-Oberkirchberg, sowie die Sopranistin Annerose Wanner, Tenor Johannes Striegel und Marcella Spies unter der Gesamtleitung vonUlrich Spies brachten das Puplikum in`s Schwärmen. Chor, Solisten und Orchester bezauberten mit Dynamik, Frische und sehr hohem Niveau. Nach dem schwungvollen Marsch „Wien bleibt Wien“ des Sinfonieorchesters überzeugten beim Potpourrie „Maske in Blau“ Annerose Wanner mit glockenklarer Stimme und der Tenor Johannesw Striegel durch überwältigende Ausdruckskraft. Ulrich Spies, der langjährige Chorleiter, forderte anschließend den Chor mit kraftvoller Gestik und einem schier überflüssigen Temperament zu Höchstleistungen. Er selbst schien, bei der Intonation tief in die Welt der Musik versunken, aber dennoch lebendig, wie die romantischen und gefühlvollen Werke des Walzerkönigs Johann Strauß und der weiteren Komponisten zeigten. Es war ein wunderbarer gelungener Festabend, wie er hätte schöner nicht sein können. Der rauschende Schlussbeifall, der kein Ende nehmen wollte unterstrich noch einmal diesen Festabend anlässlich des 175 jährigen Jubiläums. Am nächstenTag kamen dann die befreundeten Chornachbarn nach Oberdischingen und gratuliertem dem Liederkranz zum Jubiläum. Insgesamt haben acht Chöre zugesagt. Jedem Chor wurden 20 Minuten für seinen Auftritt gewährt, was auch von allen Chören strikt eingehalten wurde. Der Liederkranz Allmendingen unter der Leitung von Ursula Glück machte den Anfang mit fröhlichen Frühlingslieder. Eine ganze Kollektion von Volksliedern hatte sich der Männerchor aus Rißtissen ausgedacht. „Jetzt wird es ein glückliches Jahr“ sangen sie für ihre Oberdischinger Freunde. Zahlenmäßig den stärksten Chor stellte der Nachbar aus Öpfingen mit seinem Dirigenten Tobias Dorow. Ganz viel russische Seele mit viel Melancholie enthielt ihr „Russisches Intermezzo“.

In die schöne Natur entführte der Liederrkranz Cäcilia aus Griesingen mit „Der Sonne entgegen“.  Im zweiten Teil forderte der Gesangverein „Frohsinn Ingstetten“ mit seiner Chorleiterin Inga Schmidt auf: “ Sing mit mir „, – “ Noch sind die Tage der Rosen,“ –  “ Die Welt ist wunderschön.“  Der Kirchenchor aus Schwörzkirch ließ es sich ebenfalls nicht nehmen dem Liederkranz Oberdischingen seine Grüße zu überbringen. Unter der Leitung von Ruth Schenk hatten sie vier Volkslieder im Gepäck, mit den Titeln: “ Ein Jäger längs dem Weiher ging, – Es klappert die Mühle, – Freude am Leben, und Irgendwo auf der Welt.“ Der Nachbarchor aus Ersingen mit dem Titellied aus dem Musical „König der Löwen“ und dem flotten „Lollipop“ einstdiert von Shanna Schok machten müde Sängerfreunde wieder munter. In neuen, leuchtend rot-weiß gestreiften Sommerhemden kam der Männergesangverein Berg zum guten Schluss  und setzte mitdem Song „Yesterday“ von den Beatles nochmal einen richtigen und würdigen Höhepunkt dieses Jubiläums.

Heinz Fischer, 5. Mai 2012, Chorverband Donau-Bussen, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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