Zum 5.Mal „Starke Töne“

Selbst heftige Regenschauer hielten die Zuschauer nicht davon ab, zum zehnjährigen Jubiläum des GoodNews Chors des Gesangverein Frohsinn nach Kirchberg an der Murr zu kommen. Unter dem Motto „Starke Töne – Junge Chöre in Concert“ veranstaltete GoodNews bereits zum sechsten Mal ein Konzert mit jungen Chören aus der Region.
Gospel Light „mit großem L“, so Moderatorin Helga Igel, eröffnete das Konzertprogramm und kam singend mit „Rock my Soul“ auf die Bühne. Unter der Leitung von Koka Nikoladze zeigten die Sängerinnen und Sänger, dass zu ihrem Repertoire nicht nur Gospel, sondern auch „Listen to your Heart“ und Rap gehört.
Ju wie jung, Li wie Lieder, Co wie Chor, so kann man den Julico aus Neckarweihingen unter der Leitung von Christel Pechmann zusammenfassen. Sie präsentierten sich „Völlig losgelöst – Major Tom“ kamen nach „Tears in Heaven“ in München beim „Skandal im Sperrbezirk“ an.
Unterstützt wurden sie von den Musikern des Abends mit Christoph Müller am Flügel, der am vorigen Wochenende in Weimar als Gesamtsieger sowie als Gewinner des Publikumspreises des Bundeswettbewerbs Schulpraktisches Klavierspiel hervorging und Johannes Reischmann am Schlagzeug.
„Du bist niemals zu alt für Rock’n’Roll“ sagte Bon Scott (verstorbener Leadsänger von AC/DC), so leitete Helga Igel gekonnt zum nächsten Chor über. Dieses Motto hat sich der Rock- und Popchor aus Neckargröningen auf die Fahne geschrieben. Mit Dirigent Eric Fichtler hat der Rock- und Popchor ein wahres Multitalent, der seinen Chor mit  Gitarre aber auch am Flügel souverän begleitet. Von „San Francisco“ bis „California Dreamin’“ rockte der Chor auf der Bühne.
Zum ersten Mal bei „Starke Töne“ dabei „chor:so!“. Der „kleine feine“ Chor:so! aus Gemmrigheim, so beschreiben sie sich selbst im Programmheft, lieferte unter der Leitung von Dwight Robson eine große Bühnenshow mit bekannten Gospels und einem swingenden „Swing low sweet Chariot“. Begleitet wurden sie am Flügel von Chris Pritzl.
Viva Musica, frei nach einem Kanon von Michael Praetorius gab dem Chor aus Burgstetten seinen Namen. Mit deutschen Liedern von Hubert v. Goisern, aber auch ABBA sowie choreographische Einlagen zeigte der Chor unter der Leitung von Peter Gehrmann sein Können und wurde vom Chorleiter selbst am Flügel begleitet.
Sie wurden schon oft eingeladen, endlich hatte es geklappt. Mit fast 30 Sängerinnen und Sängern waren die Young Voices aus Tamm unbestritten der größte Chor des Abends. Die Anzahl der Männer ließ die meisten anderen Chöre neidisch werden. Aber auch die Darbietungen der „Perfekten Welle“ und der sehr anspruchsvollen „Bohemian Rhapsody“ unter der Leitung von Manfred Frank führten beim Publikum verdientermaßen zu wahren Begeisterungsstürmen, die auch ihrem Pianist Bastian Weber galten.
Den krönenden Abschluss bildete der Gastgeber „GoodNews“. Zugleich war dies die Premiere der neuen Dirigentin Irena Khani-Jancévskyté, die seit Anfang des Jahres den Chor übernommen hat. Mit ihrem litauischen Temperament „knetet sie an unseren Stimmen, bis sie locker wie in der Kirche und gleichzeitig verrückt, cool und sogar etwas hysterisch klingen“, so Moderatorin Helga Igel. Mit einem sehr gefühlvollen „How deep is your love“, begleitet von Christoph Müller am Flügel, Christiane Holzenbecher auf der Geige und Johannes Reischmann am Schlagzeug zeigte die Dirigentin, zu welchen Höhenflügen der Chor fähig ist. Aber auch Solisten hat der Chor, wie die Tenöre Wolfgang Banzhaf, Thilo Kiebler und Anton Klotzbücher bewiesen. Eine wahrhaft besondere Komposition des bekannten „It’s raining men“ gelang den Musikern mit einem Vorspiel von Vivaldi. Tosender Applaus und Zugaberufe waren der Lohn, dem der Chor gerne mit dem klassischen „Bona nox“ von Wolfgang Amadeus Mozart als a capella Stück im Kanon nachkam.

Zu „einem riesigen Chor, den wohl jeder Chorleiter gerne hätte“ formierten sich als letzten Höhepunkt alle Chöre, um unter der Leitung von Irena Khani-Jancévskyté das gemeinsames Abschlusslied „There’s one more song“ zu singen.
Ein großes Lob für das hervorragend organisierte Konzert bekam der Veranstalter von den mitwirkenden Chören und ein herzliches Dankeschön für alle Helferinnen und Helfer, ohne die ein so umfangreiches Konzert nicht zu bewältigen wäre.

Katja Holderle

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