Musikalischer Pokalwettbewerb

So jung und schon Dirigent. Beim Chor der Grundschule durften die Mitglieder selbst dirigierenMit drei Sängergenerationen von dem siebenjährigen Mädchen aus dem neuen Kinderchor der Grundschule bis zum 78-jährigen Sänger im Männerchor bestritt der Liederkranz Hohengehren im Kulturzentrum Baltmannsweiler sein Frühjahrskonzert. Mit den Kindern sangen im jungen Chor Joy of Music deren Eltern und im Männerchor die Großväter. Ähnlich wie bei dem am gleichen Abend in München stattfindenden Fußball-Finale traten bei diesem besonderen Konzert die drei Generationen in einem Wettbewerb um den Frühlingspokal gegeneinander an. Als Trainer der Chöre stellte Vorsitzender Jürgen Koch Chorleiter Wolfgang Layer und als Reporterin vor Ort seine Frau Sabine vor. Als Jurorenteam haben die 21 Kinder den Gesang der Erwachsenen kritisch beurteilt. Den Ausschlag für den Pokalgewinn gab im vollbesetzten Saal des Kulturzentrums letztlich aber der Beifall des Publikums.

An diesem ersten warmen Abend nach den Eisheiligen begrüßten die beiden Erwachsenenchöre in der Vorrunde den Frühling. Die Männer des Liederkranzes Hohengehren und des Männerchores  Aichschieß mit dem Frühlingsgruß von Robert Schumann und dem von Eduard Köllner vertonten Gedicht „Die Frühlingszeit“ von Müller von der Werra. Der gemischte Chor Joy of Music sang das Frühlingslied von Uli Führe und den Kanon „Spring Spring Spring von Thord Gummesson. Etwas schüchtern aber teilweise auch recht fachkundig beurteilte die Kinderjury im Gespräch mit Sabine Layer den Gesang der Großen. Beurteilt wurden die Texttreue, die Abhängigkeit vom Notenblatt und die Aufmerksamkeit beim Einsatz sowie bei der Führung durch den Dirigenten.

In der Hauptrunde erfreuten die beiden Chöre das Publikum mit ausgesuchten Lieblingsliedern. Bei Joy of Music waren das der Schlager „Lass die Sonne in dein Herz“, das Lied „Killing me softly“ von Charles Fox und der Abba-Klassiker „Money, money, money“. Der Männerchor holte sich viel Beifall mit dem Bergsteigerchor „La Montanara“ und gab dann der Sehnsucht von Verliebten mit dem „Riport’a me“ und dem „Bajazzo“ von Peter Brettner lebhaften Ausdruck. Beim Publikum gab es auch für diesen Programmteil viel Beifall und bei der Jury ein gnädiges Urteil.

Dass sie nicht nur über den Gesang anderer urteilen, sondern auch selbst singen können, bewiesen die Kinder mit dem altbekannten und teilweise in abgewandeltem französisch gesungenen Kanon „Bruder Jakob“ sowie zusammen mit Joy of Music mit dem altbekannten Frühlings-Volkslied „Alle Vögel sind schon da“. Eine besondere mit großem Beifall belohnte Leistung war das von den Kindern in wechselnder Solisten-Besetzung gesungene und vom Männerchor untermalte Lied „Ich schenke dir einen Regenbogen“ von Dorothée Kreusch-Jacob. Volle Konzentration nicht nur von den Sängerinnen und Sängern auf der Bühne, sondern auch vom Publikum verlangte der gemeinsam gesungene Kanon „Wir denken nicht daran uns einen Schirm zu kaufen“ von Ulrike und Bernd Meyerholz.Während die Männer sangen beurteilte die Kinder-Jury mit Reporterin Sabine Layer die Leistung

Die Endrunde um den Frühlingsprogramm wurde von Joy of Music mit dem „Fly me to the moon“ von Bart Howard und dem Kanon „Calypso“ von Jan Holdstock eingeleitet. Zuerst schwäbisch-deftig dann aber weich-gefühlvoll war der Vortrag des Männerchores mit den beiden Liedern von Carl Kromer „D´r Hirschwirt“ und „Fahr wohl“. Dann ging es um den Pokal: Von Sabine Layer, die in ihrer charmanten Art sicher durch das Programm führte, wurde das Publikum zur endgültigen Bewertung aufgefordert. Die beiden Erwachsenenchöre erhielten großen Beifall, der aber von dem Jubel für die Kinder bei weitem übertroffen wurde. So wurden die Kleinen Pokalsieger und ihre Begeisterung darüber war zumindest genau so groß wie zwei Stunden später in München bei den Siegern des Champions League-Finales.

Mit dem schönen Elvis Presley-Song „Love me tender“ und dem Liebeslied „Fehlst mir so sehr“ von Florian Eik verabschiedeten Joy of Music und der Männerchor das Publikum. Vorsitzender Wolfgang Digel bedankte sich beim Trainer und Dirigenten Wolfgang Layer für seine unermüdliche nervenaufreibende Arbeit mit den im Pokalwettbewerb aufgetretenen Mannschaften sowie bei der Reporterin Sabine Layer für die kompetente Berichterstattung und Regie. Beim Publikum, das er an diesem Abend als Fanclub bezeichnete bedankte sich Digel für den Verzicht auf die beim Fußball so ein Misskredit geratenen pyrotechnischen Mittel. Seine Aussage: „Lassen Sie als Fackel lieber die Musik in sich nachbrennen.“  Das Mehrgenerationen-Konzert des Liederkranzes und der erste gemeinsame Auftritt unter Chorleiter Wolfgang Layer hat als neues Projekt viele Freunde gefunden.Riesige Freude bei den Kindern über den gewonnenen Pokal

Labudde-Neumann, 13. Jun 2012, Chorverband Karl-Pfaff, gemischte Chöre, Kinderchöre, Männerchöre, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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