90 Jahre Chorverband Enz – Singen im Kurpark Bad Wildbad

So viele Sänger und soviel Gesang hat man selbst beim Festival „Rossini in Wildbad“,  das demnächst beginnt, noch nie im Wildbader Kurpark erlebt. Vom Chorverband Enz und dem Sängerkreis Pforzheim, beide erstrecken sich entlang der Enz von Oberriexingen bis Sprollenhaus, waren am Sonntag, 1. Juli 2012  22 Laienchören nach
Bad Wildbad gekommen, um ein musikalisches Großereignis zu begehen: drei Stunden lang „Singen im Kurpark“ an zwei Standorten mit über 600 Sängerinnen und Sängern und vielen begeisterten Zuhörern und Zuschauern.
Anlass für dieses Mammutspektakel, das übrigens zum zweiten Mal stattfand, erstmals 2007 im Enzauenpark in Pforzheim, war das 90jährige Bestehen des Chorverbands Enz, der 1922 als Enzgau-Sängerbund gegründet wurde und die in Württemberg liegenden Gesangvereine im Bereich der Enz umfasst.
„Lasst uns singen frohe Lieder“ betonte der Vorsitzende des Chorverbands Enz, Rolf Czudzowitz aus Mühlacker, in seiner Begrüßung und erwähnte dabei, dass 69 Gesangvereine mit insgesamt 100 Chören, einer Instrumental- und einer Tanzgruppe zum Chorverband gehören. Dazu kommen 17 Kinder- und sieben Jugendchöre, neun Vereine haben eine Kooperation mit Schulen. Insgesamt hat der Chorverband Enz 7880 Mitglieder, wovon mehr als ein Drittel aktiv singen. Czudzowitz dankte vor allem Uli Keller, dem Vorsitzenden des Gesangvereins 1919 Sprollenhaus, der zusammen mit seinen Sangesfreunden die Organisation vor Ort vorbereitet hatte. Er freute sich über die gut-nachbarschaftlichen Beziehungen zum (badischen) Sängerkreis Pforzheim, dessen Gesangvereine ebenfalls an dieser Demonstration des Chorgesangs teilnahmen.
„Singen ist interessant“, meinte auch der Vizepräsident des Schwäbischen Chorverbandes, Wolfgang Oberndorfer, der speziell zu diesem Großereignis nach Bad Wildbad gekommen war. Oberndorfer stellte fest, dass es am Sonntag in Bad Wildbad „Ganz Chor“ heiße, wie es auch beim Deutschen Sängertag in Frankfurt genannt wurde. Er übermittelte die Grüße und Glückwünsche von Dr. Eckhart Seifert, dem Präsidenten des Schwäbischen Chorverbands, und freute sich über die Teilnahme der Sangesfreunde aus dem badischen Sängerkreis Pforzheim.
Jochen Borg, Bad Wildbader Bürgermeisterstellvertreter, übermittelte die Grüße der Stadt und dankte den Organisationsteams aus Mühlacker und Sprollenhaus für ihre fast zweijährige Vorbereitung dieses Chortreffens.
Und dann wurde gesungen. Das Repertoire war schier unendlich und reichte vom klassischen Männerchor – hier gefielen vor allem die Sänger des MGV Ötisheim und das Rebstock-Quartett mit knapp 20 Sängern, – der Frauensingkreis Arnbach über zahlreiche Gemischte Chöre bis zu den Jungen Chören und sogar einem Kinderchor aus Ölbronn. Das Liedgut war überaus vielseitig: so standen neben bereits bekannten klassischen Liedern, Liebes- und Sehnsuchtsgesängen, eine Vielzahl von neueren Kompositionen, Musicalmelodien, Gospels, Schlagern, Pop- und Rockmelodien auf dem Programm.
Zahlreiche Zuhörer wollten das Singfest im Kurpark erleben und hörten trotz ständigen Nieselregens mit großer Aufmerksamkeit und viel Beifall den Liedvorträgen zu. Und alle waren begeistert, denn jeder Chor hatte seine besondere Richtung, keiner glich dem anderen!
Besonders fielen natürlich die in Biedermeisterkostümen gekleideten Sängerinnen und Sänger des Chors Eintracht Illingen auf, die mit Wiener Melodien begeisterten. Den glanzvollen Schlusspunkt der parallel im Musikpavillon bei der Trinkhalle und unter der Ladenzeile am Kurparkeingang stattfindenden Gesangsdemonstration bildete im Pavillon mit rund 60 Sängern der aus zwölf Vereinen kommende Projektmännerchor Biet mit der „Hymne an die Zukunft“ und dem hübschen, typisch badisch-schwäbischen Lied „Im Besen.“  In der Ladenzeile brillierte die TonArt MGV Chöre Mühlacker stimmlich und choreographisch ausgezeichnet mit „Tribune to Heroes, “ der „Bohemian Rhapsody“ (Queen) und „Super Trouper“ (Abba), Darbietungen, welche  die Zuhörer begeisterten. Viel Beifall gab es für alle Chöre, und sicher tauchte bei manchem der Zuhörer der Gedanke auf, selbst einmal in einem Chor mitzusingen – schließlich wartet man in den Chören dankbar auf neue Nachwuchssänger.

Arnold, 6. Jul 2012, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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