Festival der Jungen Chöre in Bolstern

Man nehme für einen interessanten, abwechslungsreichen und kurzweiligen Abend vier Junge Chöre und eine Tanzformation. Dieses Rezept ging beim Festival der Jungen Chöre im Bolsterner Weinkeller am 14. September voll und ganz auf. Die zahlreichen Besucher brauchten in der Tat ihr Kommen nicht zu bereuen, denn die über 100 Akteure des Abends legten sich gewaltig ins Zeug.

Die vier Chorleiterinnen vereint ( Ulrike Keßler, Conny Christ; Simone Dangel und Setphanie Baacke)

Humorvoll und stimmgewaltig erinnerten die Young voices aus Altshausen mit „Schalt aus dein Handy“ die vergesslichen Handybesitzer, des Mannes liebstes Spielzeug auszuschalten. Wäre allerdings nicht nötig gewesen, denn in Bolstern gibt es eh keinen Empfang, stellte der Vorsitzende des Liederkranzes Gerhard Reichelt bei seiner Begrüßung fest. Mit den immer wieder gern gehörten Ohrwürmern wie „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“ , „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ und „Live is Life“ sorgten die gut disponierten Sängerinnen und Sänger um Simone Dangel für die perfekte Grundstimmung. Dass eine kleine Chorformation zu Großem im Stande ist, bewiesen Conny Christ und ihre sieben Kolleginnen von „Vocalis“ aus  Winterstettenstadt, die mit „Top oft he world“, „Super Trouper“, „Lollipop“ und dem inhaltsreichen „Wir alle sind Engel“ den ersten Begeisterungssturm des Abends auslösten. Beim „Likörchen für das Frauenchörchen“ ließ sich der Veranstalter sogar für eine Runde für die sympatischen Damen erweichen.

Stephanie Baacke in voller Aktion

Stephanie Baacke in voller Aktion

Aufhorchen ließen auch die Mitglieder des Jungen Chores Herbertingen, an diesem Abend unter der Leitung von Stephanie Baacke, die dem Chor eine sichere Leiterin war und ihre Mutter bestens vertrat. Mit „We will rock you“ und dem „Millionär“ von den Prinzen, bei dem es am Schluss süße Euros auf die Zuhörer regnete, wusste der Chor in seiner Ausdruckkraft zu überzeugen.  Der wohl international bekannteste deutsche Popsong von Nena „99 Luftballons“ gehörte genauso zum Repertoire wie „Come so far“ und „Use Somebody“ des würdigen Vertreters des Donau-Bussen-Sängergaues.
„Wochenend und Sonnenschein“, mit dieser Beat-Polka der Comedian Harmonists startete Der Junge Chor Bolstern seine musikalische Weltreise. Mit der österreichischen Hommage an die Liebe, dem „Weus’d a Herz hast wia a Bergwerk“ von Reinhard Fendrich, dem „I’m walking“ und „Amarillo“ wussten die Gastgeber um Ulrike Keßler zu überzeugen.  „Goodbye my love goodbye“ war dann der Abschluss des Abends, jedoch nicht ohne die von den Zuhörern, wie bei allen Chören, geforderte Zugabe zu singen.

Der Farbtupfer des Abends

Der Farbtupfer des Abends

Für die wirkungsvolle Abwechslung  und den rhythmischen und optischen Farbtupfer sorgten die Tänzerinnen der Showdance Delight vom TSV Bad Saulgau beim orientalischen Tanz und der Cancan-Show, welche beim voll mitgehenden Publikum ankamen. Der beeindruckende Chorabend, der der Auftakt zu „40 Jahren Bolsterner Weinfest“ war und der geprägt war von der hohen Qualität, aber auch der Unterschiedlichkeit und damit musikalischen Farbigkeit , hatte einen weiteren Gewinner. Denn der Reinerlös des Abends ging an die Kinderhilfe Bolstern, die mit ihren Einnahmen die Karl-Heinz-Böhm-Stiftung unterstützt.

FOTO (Kienzler)

Klaus Haid, 23. Sep 2012, Chorgattung, Jugendchöre, Junge Chöre, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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