Anne-Regina Sieber leitet den Sängerkranz seit 20 Jahren

Der Chor feiert das Jubiläum mit einem Musicalkonzert
Leutkirch (Barbara Rau)  – Was braucht’s schon viele Reden, wenn die Jubilarin Chordirektorin ist. Besser als mit dem Jubiläumskonzert hätte der Sängerkranz Leutkirch nicht beweisen können, wie fruchtbar die  20 Jahre mit Chorleiterin Anne-Regina Sieber gewesen sind.
Die Jubilarin hatte eindeutig die größte Arbeit mit ihrem Fest unter dem Titel: „Zauber des Musicals“. Wer die temperamentvolle Chorleiterin beim Konzert mit dem Taktstock erlebte, gewann aber schnell den Eindruck, dass ihr das große Freude machte. Eigentlich gab es sogar zwei Jubiläen zu feiern, denn 2002 ist Anne-Regina Sieber der Titel Chordirektorin von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände verliehen worden. Eine Ehre, die sie sich mit ihrer jahrelangen „überdurchschnittlichen“ Chorarbeit verdient hat. Aber zurück nach Leutkirch, in die Festhalle, die ganz im Zeichen des Musicals stand. Das Konzert war nicht nur die Aneinanderreihung einzelner Lieder, sondern bot auch ein wenig Show und einen Hauch von Glamour. Anne-Regina Sieber verstand es durch ihre humorvolle Moderation, den Musikstücken Leben einzuhauchen, das Verstehen zu erleichtern.  Dass die Sängerinnen und Sänger durch Accessoires  Anspielungen auf verschiedene Musicals gaben – sogar drei niedliche Katzen waren dabei – und die Dekoration darauf abgestimmt war, rundete das Bild ab.

Ein Chorkonzert lebt aber vom Können der Sänger und weniger von der Dekoration. Kein Problem für den Sängerkranz Leutkirch. Die Chorleiterin hat ihre Sängerinnen und Sänger für dieses Konzert wahrlich gut trainiert. Sie dürften sich auch alle an den „Wasserkrug auf dem Kopf“ erinnert haben, den sie sich nach Anweisung der Chorleiterin der guten Haltung wegen vorstellen sollen, wie Vorsitzende Elfriede Rauscher verriet. Von Cabaret bis Wicked, von My fair Lady bis König der Löwen war vieles dabei, was es an schwungvollen oder romantischen meist sehr bekannten Musicalhits gibt. Auch wenn die Musicals zur leichten Muse gehören, leicht zu singen sind die Stücke nur in den seltensten Fällen. Der Sängerkranz war ihnen gewachsen und machte das Zuhören zum ungetrübten  Vergnügen. Die beiden jungen Solisten Diana Hones und Luis Lau, Gesangsschüler der Chorleiterin, wagten sich gar erfolgreich und berührend an das gefühlvolle Liebes-Duett aus der Westside-Story. Trotzdem Diana Hones erkältet war, erreichte sie die Höhen bewundernswert kräftig und rein. Höhepunkte waren Anne-Regina Siebers eigene Soli als Maria Magdalena aus Jesus Christ Superstar und als Evita – geradezu ergreifend. Einfühlsam begleitet  wurde der Chor von Irene Streis am Klavier, Daniel Wenk am Schlagzeug und Jeff Wohlgenannt am Kontrabass. Stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Wild überbrachte Glückwünsche, Dank und Blumen der Stadt, auch  im Namen von OB Henle. „Mutig und großartig“, nannte Wild die Chorleiterin, die gekonnt Erwachsene und auch Kinder zum Singen motiviere. Der Sängerkranz leiste seit 177 Jahren einen großen Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt. Die exzellente Dirigentin und die starken Sänger seien eine gute Voraussetzung dafür, dass der Chor weiter bestehe, so Wild. Heiterer und beschwingter Ausklang des Konzerts war das Medley aus dem Gute-Laune-Musical Mamma Mia. „America“ – eine Art gesungenes Streitgespräch von  Frauen und Männern – war willkommene Zugabe.

Klaus Haid, 10. Okt 2012, Chorgattung, gemischte Chöre, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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