Aktuelles Editorial SINGEN, Ausgabe 11-2012

Liebe Sängerinnen und Sänger,

eigentlich ist es für einen Jahresrückblick noch zu früh, aber der Jahresreigen um das 100-jährige Jubiläum unseres Silcher-Museums hat sich bereits geschlossen.

Wir haben Friedrich Silcher, unserem Ahnherrn, wie ich gerne sage und schreibe, eine grandiose Hommage gewidmet. Seit der Auftakt-Matinee im Februar bis zur Schluss-Matinee am 20. Oktober haben wir Friedrich Silcher, sein Museum, seine Werke und vor allem sein Vorbild nach Kräften gefeiert. Geblieben sind schöne und auch Appetit machende Erinnerungen. Denn, wenn auch das Festjahr vorbei ist, so ist doch unser Hunger nach Silcher eher gestiegen als gestillt. Silcher ist einfach besser als alles, was heutzutage unter so genannter Volksmusik läuft. Er ist nämlich echt.

Geblieben sind auch die Erinnerung an Begegnungen mit den Nachfahren Friedrich Silchers. Wir konnten seine Urenkelinnen mehrfach bei Veranstaltungen begrüßen, ebenso männliche Nachkommen, die heute noch den Namen Silcher tragen. Das Jubiläumsjahr hat die Familie Silcher wieder näher an unser Museum gebracht, und der Schwäbische Chorverband bildet als Träger des Museums die Brücke.

Ergreifend für mich war, dass eine Gönnerin dem Museum ein Albumblatt von Friedrich Silcher „Die Traubenblüthe“ geschenkt hat. Wir haben uns das Lied bei der Festjahreröffnung vom virtuosen Carus-Quartett vorsingen und bei der Schlussveranstaltung von Dr. Rafael Rennicke von der Universität Tübingen erläutern lassen. Der Vorgang zeigt mir, dass es immer wieder Gönnerinnen und Gönner gibt, die eine Nachlassenschaft von Friedrich Silcher in unserem Museum für die Nachwelt gut aufgehoben wissen.

Ausgezeichnet finde ich, dass wir dem Museum zum Jubiläumsjahr eine Bronzeskulptur von Karl Ulrich Nuss schenken konnten. Sie wird sicher noch in 100 Jahren ein Schmuckstück sein. Diese Skulptur konnten wir erwerben durch das Entgegenkommen von Karl Ulrich Nuss, er schenkte uns seine Arbeit und Kreativität. Spenden der Eva Mayr-Stihl Stiftung sowie des Sparkassenverbands Baden-Württemberg deckten den Materialaufwand.

Ich will allen Beteiligten, Mitwirkenden, Künstlerinnen und Künstlern, Gönnerinnen und Gönnern überaus herzlich danken, die zu unserem Projekt „100 Jahre Silcher-Museum 2012“ beigetragen haben. Drei Namen zu nennen, möge mir erlaubt sein: Susanne Blessing, die als Vizepräsidentin des SCV und als Vorsitzende des Museumsbeirats die Fäden gesponnen hat, Hannelore Rauscher, die dem Museum engagiert vorsteht, und Rudolf Veit, der als wissenschaftlicher Berater des Museums uns immer wieder Einblicke in unsere dortigen Schätze gewährt und bestens dafür wirbt, dass diese Schätze sich gelegentlich vermehren.

Ein großer Dank geht an alle, die sich an unserer Aktion Silcher Socke beteiligt haben. Mit ihrer Hilfe konnten wir einen Teil der Kosten des Jubiläumsjahrs decken. Dieses Gemeinschaftswerk wird mir in fester und dankbarer Erinnerung bleiben. Bewahren Sie alle das Silcher-Museum auch als Ihr Herzensanliegen, besuchen Sie es, erhalten Sie es!

Ihr
Eckhart Seifert

Wolfgang Layer, 1. Nov 2012, Editorial, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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