Wer singt, betet doppelt und brillant vor

Getragene Musikstücke multiplizieren diese Aussage. Zu erleben war dies mit Genuß bei der erstmaligen Wiederholung des traditionellen „Weggentalkonzertes“ des Ludwig-Uhland-Chores in der Steinhilber Kirche. Eine prächtige Akustik und der dringende Ruf eines Mitgliedsvereins waren Grund genug für den Chor des Verbandes, den geistlichen Ausdrücken der Vorwoche noch einen Nachhall im Bezirk Alb zu verleihen. 36 überdurchschnittlich engagierte Sänger aus dem gesamten Einzugsbereich des Verbandes waren hier am Werk um geistlich-inhaltliche Musik beispielgebend für den Chorverband darzubieten.

Und wie das bei Wiederholungen oft so ist, konnte das Niveau noch einmal deut lich gesteigert werden. Nicht zuletzt Dank der hohen Motivation des Chorleiters Jürgen Knöpfler , unter dessen Regie der Chor zu außergewöhnlichen und nicht geahnten Leistungen fähig war. Dazu ausgesuchte Stimmen aus den Reihen des Chores, Ellen Maria Dieter und Sibylle Brückel, die ganze Solostücke oder Soloparts übernahmen. Dem „guten Zweck“ nämlich der Kirchendachrenovierung war dies alles nur äußerst zuträglich.

Oberste Prominenz Irmgard Naumann und Vizepräsident Günther Laib aus den Vorstandsreihen des Verbandes ließ es sich nicht nehmen den Jahreshöhepunkt „seines“ Chores mitzuerleben. Angefangen mit Knöpflers Genesis- Orgel startete der Chor mit Rossini-Weisen um in einem ersten Höhepunkt in Kaminski`s Vertonung zu landen „Aus der Tiefe rufe ich, Herr…“ Dieser aufrüttelnde 130. Psalm, hervorragend solistisch untermalt durch Sibylle Brückels ausgezeichneten Sopran, wurde beruhigt durch Klein`s Psalm 23 um sofort wieder untermauert zu werden mit Mendelssohn`s bekanntem Psalm 43 „Richte mich Gott“.

Hier zeigte sich die ganze Stärke eines gefestigten Chorteams mit excellenter Ausdrucksstärke und Gehorsamkeit zum Dirigat. Ellen Maria Dieter war es danach übertragen mit ihrer ausgebildeten Stimme enorme Soloqualitäten aus den Reihen des Chores zu demonstrieren. Mit Ihrer warmen Stimme über- zeugte die hocherfahrene Sopranistin sowohl bei Mascagni`s „Ave Maria“, als auch in Faure`s ansprüchsvollem „Pie Jesu“… Mit dem anrührenden „Ave maris stella“ von Grieg gelang dem Chor ein glänzender Anschluß um mit Bruckner`s „Ave Maria“ einen weiteren Höhepunkt zu gestalten. Mit dem Wechsel in englischsprachige Gospels zeigte der Chor eine interessante Facette der geistlichen Chormusik dir richtungsweisend sein soll. Stimmungscharakter bei „Give me Jesus“ mit Solisten, tiefsten Tönen und lautestem Fortissimo…wer danach gefragt wurde gab zur Antwort: „Das war die Gänsehaut des Abends“ Selbst der Dirigent drehte sich um… Nach einer feurigen Orgel-Toccata durfte sich der Chor in seine Lieblingsstücke „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ und „Abendlied“ fallen lassen. Mit rhythmischem Applaus, allerdings nicht ohne Zugabe wurde dieser in den musikverhangenen Abend entlassen.

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Mara Sander, 13. Nov 2012, Chorverband Ludwig Uhland, Singen und Stimme, sonstige Chöre, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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