Der älteste Verein Rutesheims singt und swingt

Rutesheim, 10.11.2012 – „Eine musikalische Reise durch die Zeit“

Der Sängerbund feiert mit einem Jubiläumskonzert sein 140-jähriges Bestehen. Dur und Moll tun den Menschen gut. Das weiß jeder, der Musik hört oder in der Badewanne vor sich hin trällert.

Wer wie die Sängerinnen und Sänger des Rutesheimer Sängerbundes gemeinsam singt, geht einem archaischen Bedürfnis nach und tut zudem etwas für die eigene Gesundheit. Wenn die Mitglieder des Sängerbundes am Samstagabend in der Aula des Schulzentrums Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ und Brahms` “Waldesnacht“ singen, wenn sie die „Schiwago-Melodie“ anstimmen oder „Cabaret“ und „New York, New York“ schmettern, denken sie sicherlich kaum darüber nach, dass gerade ihr Immunsystem einen positiven Schub erhält oder der Pegel des Stresshormons Cortisol sinkt. Ihnen macht das gemeinsame Singen einfach Spaß, und das, wie etwa bei der Pressewartin  des Vereins, Annette Hesse, manchmal schon seit Jahrzehnten.

Das liegt nicht zuletzt auch an der gehörigen Portion paprikagewürzten Temperaments, das die versprüht „Sie zieht die Leute unglaublich mit“ schwärmt Annette Hesse. Unter Wallners Regie haben die Sängerbund-Aktiven im vergangenen Jahr beim bestens besuchten „Ungarischen – Abend“ gesungen oder beim Stadtkonzert einem „Opernabend“ im Jahr 2008 sowie zwei Jahre später beim Festkonzert der Keplergau-Chortage.

Gemeinsam mit ihrer Dirigentin wollen die Sänger in der Aula des Schulzentrums eine musikalische Reise durch die Zeit unternehmen. Das Volkslied „Auf einem Baum ein Kuckuck“ wird ebenso zu hören sein, wie die irische Melodie von „Des Sommers letzte Rose“, „Die Zufriedenheit“ von Mozart in einer Chorfassung von Dieter Frommlet oder das zauberhafte italienische Lied „Con te partirò“ von Francesco Sartori, das als „Time to Say Goodbye“ besonders in der Version von Sarah Brightman und Andrea Bocelli bekannt wurde.

Auch wenn der Sängerbund sich längst auch gern und ausgiebig mit modernem Liedgut beschäftigt und von sakraler Musik über Madrigale, Volkslieder, Spirituals bis hin zu romantischer Chorliteratur oder Gospels ein  breites Spektrum pflegt, hat er doch dasselbe Problem wie viele andere Chöre: Es fehlt am Nachwuchs und an Sängern unter 50 Jahren. 41 Aktive singen hier gemeinsam, fast doppelt so viele Frauen wie Männer und der Altersdurchschnitt ist mit rund 70 Jahren relativ hoch, wenn auch nicht im Vergleich mit den meisten anderen Chören. Stolz ist man beim Sängerbund auf die Tatsache, dass der Chor der älteste Verein der jungen Stadt Rutesheim ist.

1872, also ein Jahr nach der Krönung des preußischen Königs Wilhelm I. zum deutschen Kaiser, ist der Sängerbund von Friedrich Mann gegründet worden, der dann fünf Jahre lang Vorstand war. Als erster Chorleiter ist Oberlehrer Schmetzer in die Annalen des Vereins eingegangen.

Mehr als 80 Jahre lang haben im Sängerbund nur Männer gegen Stress und Seelenballast angesungen. Erst 1957 ist aus dem reinen Männerchor ein gemischter geworden, in dem heute deutlich mehr Frauen als Männer singen.

Aber nicht nur Annette Hesse singt seit 30 Jahren im Verein mit den anderen. Armin Philippin, seit 23 Jahren der 1. Vorsitzende des Sängerbundes, ist dem Chor schon seit 48 Jahren treu – bereits seine Eltern und auch sein Großvater haben im ältesten  Verein Rutesheims gesungen.

A. Schnauder mit freundlicher Genehmigung Fr. B. Bross-Winkler, LKZ  vom 10.11.2012

Puritscher, 29. Nov 2012, Chorverband Johannes Kepler, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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