Aktuelles Editorial SINGEN, Ausgabe 12-2012

Liebe Sängerinnen und Sänger, liebe Ehrenamtliche,

das Vereins-, Verbands- und Musikjahr 2012 neigt sich zu Ende. Sie haben sich angestrengt und gemüht, ein musikalisch reichhaltiges Programm zu gestalten, eine solide Vereins- und Verbandsarbeit zu gewährleisten. Das hat Sie viel Kraft und viel Zeit gekostet. Aber das Glück und die Freude im Chor sowie der Erfolg im Verein und im Verband  haben es Ihnen gelohnt. Vielleicht musste die eine oder der andere auch einen Rückschlag einstecken, Grund zur Entmutigung ist das nicht. Die Realität ist gelegentlich gegen uns, aber die Zukunft zeigt immer wieder, dass die Umstände oder die persönlichen Bedingungen besser werden können. Für Ihren Einsatz für die Chorfamilie des Schwäbischen Chorverbands im Jahr 2012 möchte ich Ihnen von Herzen danken. Seien Sie gewiss, dass Sie Ihr Bestes geleistet haben, und schöpfen aus Ihren Erfolgen die Kraft, an diese anzuknüpfen.

Weihnachten ist ein Glaubensfest. Darum darf ich einen alten Kirchenvater, Johannes Chrysostomus, im 4. Jahrhundert Bischof von Konstantinopel, zitieren. Er meint: „Nichts erhebt die Seele auf ähnliche Weise, nichts beflügelt sie so, befreit sie vom Irdischen, löst sie von Körperfesseln, gibt ihr Liebe zur Weisheit.., wie der melodische Gesang“. So ist der Gesang etwas Himmlisches, nicht etwa den Engeln vorbehalten, sondern uns Menschen mit in die Wiege gelegt. Die vielen Chorkonzerte vor, an und nach Weihnachten beweisen, wie schön wir mit dieser Gottesgabe umgehen.

Weihnachten ist auch ein Fest der Geschenke. Mit diesen zeigen wir unsere gegenseitige Zuwendung. In unserer materiellen Welt lohnt es sich, an eine Schenkmöglichkeit zu erinnern, die sich in keinem Kaufhaus und in keinem Katalog findet. Schenken Sie Zeit! Zeit für ein Gespräch, Zeit für eine gemeinsame Unternehmung. Ein solches Geschenk kann Wunder wirken. Und schenken Sie auch sich Zeit! Verlangsamen Sie bewusst die zum Jahresende aufkommende Hektik. Gehen Sie einmal ruhig in ein Konzert, in dem Sie nicht auftreten, sondern zuhören. Leisten Sie sich ein Vergnügen, ohne eine Uhr. Legen oder stellen Sie die Uhr einmal ab und genießen Sie Ihre Überlegenheit gegenüber dem Alltagsstress. Gut Ding will Weile haben!

Ich wünsche Ihnen ein klingendes, singendes Weihnachtsfest, an welchem Sie die Gnade des Herrn erfahren. Wie singen Engel und Menschen: Gloria in excelsis Deo!

Ihr
Eckhart Seifert

Wolfgang Layer, 30. Nov 2012, Editorial, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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