Liederkranz Langenenslingen gestaltet schwungvolles Konzert

Publikum bejubelt originelle Bewegungen,- „Da Capo“ aus Bingen glänzt mit Musical-Melodien.

Deutlich spürbar ließen sich die Sänger vom Liederkranz Langenenslingen, vom Temperament ihrer Chorleiterin Marianne Fiseli beim Jahreskonzert anstecken. Wie die Chorleiterin die Sänger fixierte, zeigte Wirkung in gelöster Stimmung und originellen Bewegungen, schelmischem Komödiantentum nachempfunden, die beim Publikum bestens ankamen. Nicht weniger Beifall konnte „Da Capo“ Bingen als Gastchor verbuchen. Vor allem bei den unsterblichen Melodien der Comedian Harmonists wurde deutlich, dass vielen der Langenenslinger Sänger der Schalk im Nacken sitzt. Locker und gelöst, mit viel Freiheit für publikumswirksame Gestik lud der Chor zu „Wochenend und Sonnenschein“ ein. Ganz anders, mit Gespür und Einfühlungsvermögen Werner Richard Heymanns „Irgendwo auf der Welt“. Nicht fehlen durfte natürlich „Veronika der Lenz ist da“. Der Höhepunkt in der szenischen Darstellung war Michael Jarys Evergreen „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“. Obwohl das Sängerschiff in sängerischer Geschlossenheit sich beträchtlich zur Seite neigte, blieb die Mehrstimmigkeit im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Dass der Liederkranz auch dem Volkslied seine Achtung erwies, war beim „Horch was kommt von draußen rein“ und bei Goethes textorientiertem „Röslein“ zu spüren. Nach dem „Spaziergang als vergnüglicher Ballade und dem schwungvollen Besuch bei „Katja“ bewies der Chor erstaunliche Beweglichkeit bei der Trilogie zu Ehren von „Marina“ mit Temperament und Freude am Singen. Gertrud Kanrnik zeigte sich mit Leichtigkeit, Prägnanz und Zuverlässigkeit als parterschaftliche Mitgestalterin am Flügel. Der gemischte Chor „Da Capo“ Bingen zauberte in vielfältiger Weise Musical-Atmosphäre in die Festhalle. Andrew Webber scheint dieser Sängergruppe zu liegen. Gut aufeinander eingestellt, überzeugend in der Ausstrahlung des Chors mit sicheren choreigenen Solisten gewann „Memory“ aus „Cats“ an Profil. Melodisch und rhytmisch gut strukturiert überzeugte „Wein nicht um mich, Argentinien“ aus der Rockoper „Evita“ sowie echter Musicalsong beim Titelsong aus „Phantom der Oper“.

Stürmisch gefeiert, glänzte danach der Chor mit drei Beispielen aus dem Udo-Jürgens-Musical. Zwischen dem Kultsong „Ich war noch niemals in New York“ und dem neckischen „Aber bitte mit Sahne“ hatte Ehrenchorleiter Erich Schneider in Vertretung von Detlef Siber die Erinnerung an „66 Jahre“ platziert. Nicht nur hier zeigte Frank Boos, der kurzfristig als Pianist eingesprungen war, sein phantastisches Können am Flügel. Mit der Zugabe in Form von „The lion sleeps tonight“ durfte der Gastchor aus Bingen die Bühne verlassen. In seinem „Flieger-Medley“ hat Siegfried Liebl Filmusiken aus den 30er-Jahren neu arrangiert. Nach dem Flieger, der die Sonne grüßt, rundete der Liederkranz sein jahrekonzert mit der Feststellung ab „Richt`ge Männer wie wir“: Dem wollte niemand im Publikum widersprechen, sondern man war voll des Lobes über den schönen Abend und über ein schwungvolles und abwechslungreiches Chorkonzert.(Quelle: SZ Riedlingen, Kurt Zieger)

Heinz Fischer, 1. Dez 2012, Chorverband Donau-Bussen, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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