Liederkranz Cäcilia Zwiefalten im Münster mit adventlichen Klängen

Mit der mehr als tausend Jahr alten Hymne „Hört eine helle Stimm` erklinge“ eröffnete der Liederkranz Cäcilia Zwiefalten in dem noch dunklen Münster, mit der nur hell erleuchteten Muttergottes am Hochaltar, sein Adventskonzert. Diakon Johannes Hänn griff dieses Eingangslied auf und erinnerte in seinen Worten an die klare und wegweisende Stimme, die zu Moses im Dornbusch sprach. Noch heute sei der Advent eine Zeit des Aufbruchs, die in Texten und Bildern, aber auch in der Musik ihren unauslöschbaren Niederschlag gefunden habe.
In vielfältiger und gekonnter Weise führte Heidi Fischer mit dem gemischten Chor der Cäcilia die Zuhörer durch die verschiedenen Jahrhunderte der adventlich ausgerichteten Chorliteratur. Die Botschaft „Tröstet mein Volk“ bekam musikalisches Profil durch die dezent gestalteten Passagen einzelner Chorstimmen bis hin zum strahlenden Alleluja. Angenehm klingend war das Lied „Über´s Gebirg Maria geht“ wie auch die zart und empfindsam dargestellte Melodie bei „Leise in der Nacht,“ dabei konnte man die besondere Atmosphäre ebenso spüren wie im gut ausgeformten und vorgetragenen „Benedictus“. In originalen Latein, weitschwingend mit vielen dezenten Solopassagen, weitete sich der Chorklang bis zum aufstrahlenden „Hosanna in Exelsis“ des Gesamtchores. Immer gern gesungen aber auch immer gern gehört ist John Rutters Weihnachtswiegenlied „Strahlend und hell“, mit dem Übergang im Text zu dem optisch aufleuchtenden „Ave Maria“.
Es folgten nun mit einer ganz anderen Klangfarbe einige hervorragend vorgetragene Männerchöre. Eine musikalische Wanderung zwischen den Bässen zu den Tenören konnte man beim Vortrag „Gegrüßet seist du, Maria“ und beim „Maria durch ein Dornwald ging“ feststellen. Auch bei den folgenden beiden Stücken „Macht hoch, die Tür“ und „Es ist für uns eine Zeit angekommen“, konnte man sich auf die Adventszeit und auch bereits auf die weihnachtliche Stimmung einstellen.
Harmonischer Chorklang beim Jungen Chor Zwiefalten.
Zusammen mit Gertrud Karnik am E-Piano zeigte Franziska Heidecker mit dem Jungen Chor bei „Winters day“, dass auch die Jugend mit zartem und einfühlsamem Vorträgen sich bei diesem Adventskonzert einbringen konnte. Dies prägte auch „Are you ready for the son?“. Hier zeigte sich einmal mehr zum gesamten Chorklang, die variable Lautstärke und die Freude am jugendlichen Singen.
Zart berührend über geheimnisvolle Mehrstimmigkeit bis zu virtuosen Klangformen erklang unter den Harfenklängen von Christine Behringer der ganze Reichtum einer Harfe. Ein harmonisches Zusammenspiel von Sängern und Harfe kennzeichnete die Wiedergabe von John Rutters „Angel Carol“. Besonders anspruchsvoll wurde ein, von allen Beteiligten, vielstimmiges Magnificat empfunden, das klar in der Aussprache und im Gesang bis zum jubilierenden Ehre sei dem Vater, die Abrundung der adventlichen Stunde darstellte. Mit dem gemeinsam gesungenen Abschlusslied „Tauet Himmel, den Gerechten“ endete die adventliche Stunde im Münster in Zwiefalten.

Heinz Fischer, 9. Jan 2013, Chorverband Donau-Bussen, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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