Chöre und Orchester preisen Gott

Grandioses Gemeinschaftskonzert als Hommage an Dirigent Klaus Hetges zum „50-Jährigen“

Das Gemeinschaftskonzert der Kirchensinger und des Liederkranzes Lautlingen war ein kirchenmusikalisches Ereignis erster Güte. Zu Ehren von Klaus Hetges, der beide Chöre seit 50 Jahren leitet.

Lautlingen. Kein besserer Titel als „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ hätte für dieses Konzert anlässlich des Chorleiter-Jubiläums des Dirigenten Klaus Hetges (wir berichteten) bei den beiden Chören gewählt werden können.

Zum Gelingen trugen zudem die Sopranistin Evelyn Schlude (mit Lautlinger Wurzeln), Tenor Johannes Petz (gebürtiger Lautlinger) und aus dem Chor Monika Bodmer, Alt (Tochter von Klaus Hetges) und Martin Leibold, Bass, die Organistin Sigrun Pfeil am Cembalo, das Ebinger Kammerorchester, verstärkt durch die Südwestdeutsche Bläserphilharmonie und als Projektchor Mitglieder des katholischen Kirchenchores Tailfingen bei. Die Gesamtleitung lag beim Jubilar in besten Händen.

Pfarrer Andreas Gog würdigte die Verdienste von Klaus Hetges, ebenso Guido Buck von den Kirchensingern. Durchs Programm führte Stefan Hetges.

Voller Andacht und eindrucksvoller Dynamik wurde das „Vater unser“ von Dmitri Bortnjanski vom Männerchor in wunderbar homogenen Klang gesungen. Mit den beiden Rezitativen des Uriels aus dem Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn leitete Johannes Petz mit seinem hellen und angenehm warmen Tenor strahlend klar und ausdrucksvoll zum grandiosen Chor „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ über. Voller Chorklang, wunderbares Orchester und ein eindrucksvolles Zusammenwirken der Solistengruppe mit dem Chor ließen das Lob Gottes als Schöpfer prächtig erschallen.

Nahtlos schloss sich daran die wunderbar gestaltete lyrische Tenorarie „Mit Würd und Hoheit angetan“ an. Überzeugend dynamisch ausgestaltet trug der stattliche Männerchor Friedrich Silchers Hymnus „Jauchzet dem Herrn“ mit eleganter Orchesterbegleitung vor. Das „Laudate Dominum“ von Mozart mit seinem Sopransolo voll arioser Schönheit und dem feinsinnig einstimmenden Chor leitete zu zwei Stücken aus der „Krönungsmesse“ über. Prachtvoll war der Beginn des „Gloria“ mit vollem Chor und Orchester. Sodann traten Solostimmen und Chor wirkungsvoll gegenüber. Besonders eindrucksvoll war das „Agnus Dei“ mit dem wunderschönen, arienhaften Sopransolo zu Beginn, das in die Friedensbitte „Dona nobis Pacem“ einmündete.

Ganz anders geartet war das „Agnus Dei“ von Georges Bizet mit wirkungsvollem Zusammenwirken von Tenor, Chor und Orchester mit opernhaften Zügen. Sehr prächtig war auch das Arrangement von Panis Angelicus“ von César Franck für Chor Solistenquartett und Orchester von N.P. Cork. Einmalig schön und ergreifend gestaltete Johannes Petz die Tenorarie „Selig sind, die Verfolgung leidet“ zusammen mit dem Männerchor und den Orchester. Mit „Tu virginum“ und „Halleluja“ aus Mozarts Motette „Exsultate, jubilate“ für Sopran und Orchester setzte Evelyn Schlude einen großartigen Glanzpunkt.

Bezaubernd schön und mühelos meisterte sie die Koloraturen für virtuose Kehlen im „Halleluja“ und erfüllte den Kirchenraum mit geradezu himmlischen Klängen. „Klänge der Freude“ war eine gelungene Bearbeitung von „Pomp und Circumstance“ von Edward Elgar durch Willy Trapp. Ein grandioser Schlusspunkt bildete das berühmte „Halleluja“ von Georg Friedrich Händel und als Zugabe nochmals „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“.
Bericht von Wilfried Groh zur Verfügung gestellt

Foto: Dieter Dürrschnabel

Isabelle Arnold, 29. Mrz 2013, Chorgattung, Chorverband Zollernalb, Gaue und Verbände, Singen und Stimme, sonstige Chöre, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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