Stimmgesundheit am World Voice Day

Mit dem heutigen World Voice Day soll auf die Bedeutung einer gesunden Stimme für die Entwicklung des Menschen hingewiesen werden. Mit dem folgenden Artikel möchten wir uns beteiligen.

Um zu zeigen, wie Singen der Gesundheit nutzt, sollten wir uns nochmals kurz überlegen, welche Bereiche im Körper für das Singen vonnöten sind. Im Wesentlichen sind dies drei Bereiche: die Atmung, der Stimmapparat und der Vokaltrakt mit der Gesichtsmuskulatur. Letztendlich ist am Singen jedoch der gesamte Körper unaufhörlich beteiligt. Spüren Sie es am besten nach.

Unsere Stimme ein Kraftakt

Für eine gesunde und klare Stimme ist vorallem die richtige Atmung unerlässlich. Hierbei sind eine Vielzahl von Muskel beteiligt, die teilweise nicht direkt aktiv kontrollierbar sind, wie zum Beispiel die Zwischenrippenmuskulatur. Wesentlicher Bestandteil der kräftigen und gesunden Stimme ist die Tiefatmung. Hierbei wird spürbar das Zwerchfell aktiviert, dessen Bewegung sich auf den gesamten Organtrakt auswirkt.

Chor statt Fitnesstudio

Durch die erhöhte Atem- und Muskelaktivität kommt das Herz-Kreislauf-Sytem in Schwung, der Körper wird besser mit Sauerstoff versorgt, man fühlt sich fitter. Wie Forscher des Instituts für Musikpädagogik an der Universität in Frankfurt herausfanden, erhöht sich der dabei auch die Anzahl der Immunoglobine A, dadurch wird das Immunsystem gestärkt. Diese Wirkung konnte allerdings nur bei aktivem Musizieren nachgewiesen werden, beim passiven Musikgenuß tritt dieser Effekt nicht ein. Auch der Anstieg von Glückshormonen, wie Serotonin, Noradrenalin und auch Oxytocin wurde wissenschaftlich nachgewiesen.

Körper und Geist als untrennbare Einheit

Durch die Verbindung von Text und Musik erlangen Kinder, die singen eine ausgeprägtere Sprachkompetenz. Durch das regelmäßige Üben verbessert sich die Konzentrationsfähigkeit und die Lernkompetenz. Bei Auftritten und auch durch die Haltungsschulung in den Proben werden auch auf die Nervosität und das Selbstwertgefühl positiv beeinflusst und die Kontrolle über dein eigenen Körper trainiert.

Neben den körperlichen Vorteilen birgt das Singen auch psychologische Gesundheitsfaktoren. Musik ist emotionstragend und fördernd. Musik, und hier vorallem das aktive Musizieren, helfen gegen Depressionen und Müdigkeit. Das Singen ruhiger Musik verlangsamt die Atmung und führt zu einer Entspannungswirkung.

Singen ist ein Spiegelbild unserer Seele, wer singt gibt viel von sich preis, dies kann beängstigend wirken aber sehr befreiend sein, wenn der Schritt getan wird. Aber auch schon das morgendliche Singen unter der Dusche befreit auf natürliche Weise von Anspannung und Nervosität. Wer singt lebt gesünder, so Wolfram Seidner, emeritierter Professor an der Charité in Berlin. Um das Glückgefühl des Singens zu erhalten, gehen SängerInnen bewusster mit ihrem Körper um.

Und nun alle gemeinsam

Nicht zuletzt hat Singen, so es denn in Gemeinschaft beispielsweise im Chor, stattfindet eine soziale Funktion. Über drei Millionen Menschen in Deutschland singen im Chor. Singen verbindet die Menschen und schafft das Gefühl von Zusammengehörigkeit und Geborgenheit. Diese wirken wieder zurück auf den einzelnen Menschen und schaffen körperliches und psychisches Wohlbehagen.

Oftmals scheuen sich Menschen aufgrund von schlechten Erfahrungen zu Singen, doch jeder Mensch kann singen und mutiger singen lernen.

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