Frühlingswanderung des Reutlinger Liederkranzes

Liederkranz Reutlingen

„Gott sei Dank regnet es nicht“. Das war der Tenor der Sängerinnen und
Sänger des Reutlinger Liederkranzes, die sich am 1. Mai zu ihrer
Frühlingswanderung trafen. Neblig und trüb zeigte sich der Himmel bei der
Rundwanderung von Dapfen aus durch das Pfaffental über Wasserstetten nach
Dapfen zurück. Entschädigt für die fehlende Sonne wurde man aber durch das
satte, frische Grün der Wiesen und das frisch aufgebrochene Laub der Bäume.

Weil so eine Wanderung hungrig macht, fuhr man anschließend nach Eglingen,
wo die Wanderer in einem schwäbischen Gasthof zum Mittagessen erwartet
wurden.

Das nächste Ziel war das Bauernhaus-Museum in Ödenwaldstetten. Waltraud und
Willi Göhner, nutürlich „Liederkränzler“ haben sich dort mit vielen anderen
um die Pflege des Museums angenommen.

In zwei Bauerhäusern – eines davon über 400 Jahre alt – konnte man erleben,
wie anstrengend das Leben der Albbauern in den vergangenen Zeiten war.
Manchem wurde bewußt, wie gut es wir doch heute haben.

Mit ungeheurem Fachwissen und mit launischen Worten und Geschichten brauchte
Waltraud Göhnen den Besuchern diese Zeit nahe. So erfuhr man auch, dass man
früher das Ersparte auf das Dach des Himmelsbettes „auf die hohe Kante“
legte. Dass „koi Maus koin Fada abbeißt“ wurde an einer Mausefalle
demonstriert, bei der die arme Maus einen Faden durchbeißen musste um an die
ausgelegten Körner zu gelangen. Natürlich hatte sie das mit dem Leben
bezahlt. Erklärt wurde auch, wann, wo, und wie der „schwarze Brei“
hergestell und gegessen wurde.

Die Zeit verging wie im Fluge und man hatte doch nicht alles gesehen und
gehört. Allen das Freigelände mit einem „Göppel“ und die Remise mit mit
landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen (samt einem betriebsbereiten
Lanz-Bulldog) ist einen Extrabesuch wert. So mancher wird dieses Museum noch
einmal besuchen. so z.B. am 8.September, wenn die Bauernhäuser wieder zum
Leben erweckt werden.

Eine hervorragende Führung, für die sich der 1. Vorsitzende Gerhard Mench
bei Waltraud Göhner mit herzlichen Worten, einer kleinen Spende, und der
Chor mit einem Lied bedankte. Ein ebenso herzlichen Dank ging an den
Kulturausschuss Elsbeth Reich und Robert Trost für die Organisation dieser
Wanderung, die zwischenzeitlich auch von der Sonne begleitet wurde.(ug)

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Mara Sander, 14. Mai 2013, Chorverband Ludwig Uhland, gemischte Chöre, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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