Kästner als Gemeinschaftsprojekt Schule-Verein

Erich Kästners „Die 13 Monate“- eine Lesung für alle Sinne, bei der mit Witz und Poesie der ewige Kreislauf der Jahreszeiten lebendig wird. Dabei begaben sich die Gäste der Eintracht Jesingen mit Martin Seidler und Peter Grabinger auf einen literarisch-musikalischen Spaziergang durchs Jahr. Begleitet wurden sie vom Schulchor und der Instrumentalgruppe der Grund- und Werkrealschule Jesingen und den Chören der Eintracht Jesingen.

Um es vorweg zu nehmen: Die Kooperation Schule – Verein war ein voller Erfolg. Kleine Künstler sorgten für die Ausschmückung der Gemeindehalle. Die Kunstlehrerinnen der Klassen 1 – 5 hatten ihre Schüler in das Thema eingeführt und es entstanden entzückende Bilder von den einzelnen Monaten.

Sichtbar begeistert genossen die Kinder des Schulchores und der Instrumentalgruppe ihre Auftritte. 46 Kids  waren es, die voller Freude und Temperament mit ihrer Musiklehrerin  Jolante Kaiser-Dressel den Abend einleiteten. Sie scheuten sich nicht, Mozarts Zauberflöte aufs Programm zu setzen und tauchten kurz mit Instrumenten und ihren Stimmen in die Welt von Papageno, Pamina und Tamino ein, die man herrlich verkleidet auch auf der Bühne bewundern konnte.
Großen Glanz und Professionalität nach Jesingen brachten Martin Seidler und Peter Grabinger. Was das eingespielte Team Seidler/Grabinger darbot, brachte Gänsehaut-Feeling in die Zuschauerreihen. Jeder der 13 Abschnitte wurde durch eine eigene Musik untermalt. Der fröhliche Mai etwa durch den beschwingten Mozart; der düstere Dezember durch die traurige Mondschein-Sonate und der Juni mit dem Popklassiker „Save The Best For Last“.
Martin Seidler wusste genau, wann Peter Grabinger welchen Ton spielte, welchen Satz, welches Wort er parallel zu sprechen hatte. Alles war aufeinander abgestimmt – Gestik, Mimik und Stimme zur einfühlsamen Klavierbegleitung.
Um auch dem Nachwuchs die Chance zu geben, vor großem Publikum zu singen, hatte Gabriele Grabinger zwei junge Solisten eingeladen, die zwischen den Monaten auftraten.
Die Auftritte der Chöre waren eingeteilt in Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
Der Männerchor hatte sich den Frühling vorgenommen. Die Männer schafften es, mit ihren Liedern auch die jungen Leute zu beeindrucken.
Der Sommer war wieder für die Kinder reserviert. Voller Begeisterung nahmen sie die Bühne ein. Sie begannen mit „Freude schöner Götterfunken“ und endeten mit einem Sommergewitter, das bei den Zuschauern wahre Beifallsstürme auslöste.
Herbst und Winter waren für den Gemischten Chor vorbehalten. Die Bandbreite der Lieder reichte von Johannes Brahms Liebeslied „Da unten im Tale“ bis zum Schlager „Winter Wonderland“.  Einen weiteren Farbtupfer setzte Gunther Ambacher, Tenor aus den eigenen Reihen des Vereins, mit seiner Soloeinlage bei „Auf der Heide blüh‘n die letzten Rosen“ von Robert Stolz.
Das Finale: Vier Generationen – die Kinder – die Solisten – die Jesingers und der Stammchor – versammelten sich auf der Bühne und veranstalteten ein stürmisches Feuerwerk an Gefühlen. Michael Jacksons Welterfolg  „We are the World, we are the Children“ erklang im Saal. Kleine und große Sänger  schwangen ihre Leuchtstäbe im Rhythmus und verzauberten das Publikum, das mit viel Beifall dankte.
Die Gesamtleitung dieses anspruchsvollen Projekts hatte die Chorleiterin Gabriele Grabinger. Bei ihr liefen alle Fäden zusammen. Sie kam mehrmals zu den Kids in die Schule, sie hatte die Idee zum Thema.  Sie führte durchs Programm und verstand es, die Chöre zu einer harmonischen Einheit zusammenzuführen. „Schaun wir mal was uns als Nächstes einfällt“, so ihr Blick in die Zukunft. (br)

Labudde-Neumann, 14. Aug 2013, Chorverband Karl-Pfaff, gemischte Chöre, Jugendchöre, Kinderchöre, Männerchöre, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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