Trilogie – was ist das? – eine Art Kirchenkonzert mit drei Musikstilen für den Chor

Die Katholische Kirche, Grötzingen mit ihrer dankbaren Akustik, ermöglichte in schlichten Choreographien des Chores und der Begleitinstrumente ein unvergessliches Erlebnis für alle Anwesenden. Von der Empore begannen die Sänger mit dem „Classic-Teil“. Dass in diesem Teil der Spontanbeifall weggelassen werden sollte (Wunsch des Sängerbund) hat den Zuhörern ermöglich, sich in Text und Ton geborgen zu fühlen. Mit dem ersten gemeinsamen Lied von Gästen und Zuhörern endete dieser Teil und der Chor stellte sich auf den Altarstufen auf. „Populares Liedgut“ – so der zweite Teil – ertönte in rein englischer Sprache. Der Inhalt war den Zuhörern bekannt und nun lag es am Chor, die Botschaft der bekannten Songs „Hymn“, „Tears in Heaven“, „Earth Song“ und „Only time“ ausdrucksstark zu singen. Der Höhepunkt war Hymn – der Chor war um das gesamte Publikum aufgeteilt und spannte einen Gesangsbogen über alle Anwesenden. Chor und Gäste waren Eins geworden.

Vor dem Gospelteil war eine Pause – Zeit für neues Outfit, Zeit um sich in der lauen Abendstimmung zu stärken. Der letzte Teil war Neuland für den Chor – Moderatorin Dorothea Labudde-Neumann erzählte, dass Gospels erst seit diesem Jahr in der Literatur nach einem Workshop Einzug gehalten haben. Dass der Chor als „noch-Lernende“ bezeichnet wurde, konnte man nur daran merken, dass die Texte nicht alle auswendig gesungen wurden. Dass diese Musik den Sängern gefiel war sofort zu spüren – zumal hier die Chorsolisten Ernst-Uwe Merkle und Margit Weller ganz schlicht und passend ausdrucksstark ihre Partien gemeistert hatten. Der Chor war stolz – zu Recht. Ebenfalls viel Beifall wurde den Begleitern Alexander Halda (Klavier) und Manfred Schlag (Cajon) zu Teil. Beide verstanden es in allen Teilen der Trilogie, den Chor zu begleiten, ohne ihn zu übertönen. Ein Klaviersolo wurde auch noch von Halda ganz passend in den Programmrahmen vorgetragen, bevor der Chor seine letzten Gospels sang. Monika Grohmann – Dirigentin des Chores – konnte am Ende beinahe selbiges nicht einleiten, denn die Gäste wollten weitersingen, weiterklatschen. Sie hatte es mit diesem für den Chor neuen Konzertstil geschafft, dass trotz relativ wenigen Besuchern das Konzert lange nachklingen wird, bei Gästen und dem Sängerbund. (MW)

Labudde-Neumann, 14. Aug 2013, Chorverband Karl-Pfaff, gemischte Chöre, Junge Chöre, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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