Chor DaCapo Achberg feiert 20. Geburtstag

Wenn sich Leute an der Kasse drängeln und die stilvoll dekorierte Achberghalle aus allen Nähten platzt ist das ein sicheres Zeichen, dass der Chor DaCapo ein Konzert gibt. Dieses Mal hatten die fünfzig rührigen Sängerinnen und Sänger zum zwanzigsten Geburtstag des Chores nach Achberg eingeladen und bescherten den Konzertbesuchern einen fröhlichen Abend mit musikalischen Glanzpunkten und witzigen Überraschungen. Inbegriffen war die Vorstellung des nächsten, interessanten Chorprojektes.

Der Chor DaCapo wurde 1993 als „Ableger“ des Gesangvereins Eintracht Achberg 1949 e.V. gegründet und feierte den zwanzigsten Geburtstag mit einem Jubiläumskonzert am 15. Juni. „Wir lassen zwanzig Jahre Chor DaCapo Revue passieren“ begrüßte Chorleiter Jürgen Jakob die rund 300 Besucher. Musikalischer Ideengeber war das umfangreiche Notenarchiv, das die fünf aktiven Gründungsmitglieder, darunter Vorstand Gerlinde Bader, durchforsteten. Aus dem Ergebnis erwuchs ein Programm mit sechzehn Stücken aus den letzten zwanzig Jahren: Volkslieder, Musicals, Schlager und internationale Hits.

Das Chorgeschehen „Revue passieren lassen“ war durchaus wörtlich zu verstehen – viele Stücke waren von originellen Ideen begleitet. „Lauf, Jäger lauf“ wurde unter Szenenapplaus von einem selbstgedrehten Video untermalt, bei „The Lions sleeps tonight“ bediente ein ausgewachsener Löwe die Bongos und bei „Beg, steal or borrow“ bevölkerte eine Schar Hippies die Bühne. Dass bei „Teddybär“ Stofftiere im hohen Bogen im Publikum landeten und der „Kleine grüne Kaktus“ stilgerecht im Frack gesungen wurde, versteht sich da von selbst.

Und doch waren all die sprühenden Ideen nur Beiwerk für ein hervorragendes Konzert mit zahllosen musikalischen Leckerbissen. „Summer Nights“ sang der ehemalige Chorleiter Eckart Spägele im Duett mit Birgit Fritsche und „Killing me softly“ wurde von Tina Haggenmüller herausragend intoniert.

Das längste Solo des Abends gehörte der siebzehnjährigen Sophie Dolle aus Wangen. Chorleiter Jakob kündigte mit einer Kostprobe aus „Magnificat“ von John Rutter die nächste Projektidee an. Zwei Chöre mit Orchester werden es im Frühjahr 2014 aufführen. Dolle sang daraus „Et misericordia“ und selbst ein kurzzeitiger Stromausfall konnte die umjubelte Sängerin nicht aus dem Konzept bringen.

Zwischen den Stücken berichteten die Sängerinnen und Sänger kurzweilig aus der Geschichte von DaCapo und erzählten von Auftritten und Ihren Erlebnissen mit den verschiedenen Chorleitern.

Trotz der Aufforderung „Time to say Goodbye“ in der Zugabe blieb das Publikum noch lange im Saal. Denn mit Korkenknall und Sekt für alle ging das Konzert nahtlos in eine fröhliche Geburtstagsparty über.

Klaus Haid, 18. Aug 2013, Chorgattung, Junge Chöre, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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