Der Männerchor im Musikverein Dettingen lädt ein zum Regionssingen

Acht Chöre machen großen Eindruck

Der Männerchor im Musikverein Dettingen lädt ein zum Regionssingen

Der Singkreis Erlenmoos begeistert mit dem Leonard-Cohen-Klassiker „Hallelujah“. sz-Foto: Heinz Morlok

Fragt man Petra Maier, Chorleiterin des Singkreises Erlenmoos und des Chors Horizont, nach der Faszination der Chormusik, so sprudelt es aus ihr heraus wie aus einem Wasserfall. „Erstens bereitet Singen Freude und zweitens macht Singen in der Gruppe noch mehr Spaß.“ Das gilt nicht nur für die aktiven Teilnehmer, sondern auch für das Auditorium.

Kein Stuhl blieb leer in der Dettinger Festhalle. Die Chorgemeinschaft Liederkranz Kirchdorf/Sängerbund Unteropfingen zog die Zuhörer mit afrikanischen Harmonien und Rhythmen sofort in seinen Bann. Äußerst abwechslungsreich war das musikalische Angebot der acht teilnehmenden Chöre. Vom traditionellen Volkslied aus dem schönen Wiesengrunde über Bill Ramsey mit seinen Erinnerungen an Paris, Place Pigalle, bis hin zu Udo Jürgens, der angeblich noch nie in New York war – alle Musikgenres waren vertreten. Melodien von Jacques Offenbach bis hin zur Hymne an das Bier, vorgetragen von den Hausherren, erheiterten das Publikum.

Gemessen mit dem subjektiven „Applausometer“ war der Singkreis Erlenmoos ganz weit vorn. Nachdem er mit einem gewagten Griff in die Kiste der Popmusik Leonard Cohens „Hallelujah“ beendete, waren die Zuhörer nicht mehr zu halten. Stürmischer Applaus ist der schönste Lohn der Sänger.

Auf Goisern folgt Stille

Ein Musikerlebnis der besonderen Art war für viele das letzte Lied des Chors Horizont unter der Leitung von Petra Maier. Aus dem Repertoire des österreichischen Edelbarden Hubert von Goisern ausgegraben, trugen die Sänger sein traurig-melodiöses Lied mit seinem ebenso traurigen Text „Weit, weit weg“ vor. Die Wirkung war faszinierend: Nach dem Schlusston trat sekundenlange Ruhe ein, bis alle verarbeitet hatten, was der Liedermacher transportieren wollte. Aber dann gab es anhaltenden Beifall.

Letztes Lied, jetzt nichts wie heim – jedoch nicht in Dettingen, man war ja schließlich der Musik wegen hier. Der Hammer unter den Zugaben war der reine, kleine Frauenchor „Halba Drui“. Alle stammen aus dem Unteropfinger Sängerbund „Con-Takt“ und haben sich ihrer Muttersprache verschrieben. Schwäbische Texte auf Pop-Knaller wie zum Beispiel „Super Trouper“ von Abba. Das hält die Zuhörer bei Laune und keiner will heim.

Zum gelungenen Chornachmittag trugen außerdem die Chorgemeinschaft Männerchor Gutenzell/Hürbel, der Männergesangverein Bonlanden/Iller 1922, der Liederkranz Rot an der Rot 1836 und der Männerchor MV Dettingen 1909.

SZ-Bericht vom 02.11.2013

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