Sängerbund Unteropfingen bietet mit Klassik und Moderne gelungene Mischung Chormusik

Mit einem bunten Melodienreigen aus Klassik, moderner Rockmusik und Musical hat der Contakt-Chor des Sängerbundes Unteropfingen seinen zahlreichern Besuchern einen wieder einen höchst unterhaltsamen und vergnüglichen Abend geboten. Mit großen Erwartungen war die wachsende Fangemeinde wieder angereist und wurde auch diesmal nicht enttäuscht, denn Chorleiterin Karin Schoch mit ihren Sängerinnen und Sängern wieder ein anspruchsvolles Programm einstudiert. Eine  Begegnung verschiedenen Stilrichtungen und  musikalischer Epochen sollte es werden.

Dazu machten die im ersten Konzertteil ständig zwischen klassischen und zeitgenössischen Chorsätzen wechselnden Programmbeiträge zwar deutlich, dass sich die Stilrichtungen und Ausdrucksformen im Laufe der Zeit verändert haben, aber die die Menschen bewegenden Themen vielfach die gleichen geblieben sind. Um die Liebe ging es sowohl bei Orlando di Lasso mit seinem „Madonna ma Pieta“ als auch bei „And so it goes“ von Billy Joel und später beim „Parkplatzregen“ von Roland Pflüger und Oliver Gies. Bei Hochzeitsfeiern gleichermaßen beliebt ist Mozarts „Ave Verum“ wie „You Raise me up“ von Brendan Graham. Als zeitlos konnten die Zuhörer auch die in wiegender Melodie daherkommende Landschaftsbeschreibung „Ecco mor morar Londe“ von Claudio Monteverdi empfinden. Viel Beifall fand  das von der Dirigentin arrangierte „Chasing Cars“, in dem Ulrike Haar, Karin Schoch, Dirk Dunkewitz und Martin Bock im Quartett auftraten. Tosenden Applaus erntete der Männerchor für seine in Walser-Mundart erzählte humorvolle Geschichte eines jungen Mannes, der wohl zu später Stunde und unfreiwillig den Weg von Mellau nach Schoppernau zurücklegen muss und bei der Ankunft klagt: „I bin gloffa, des hot mir weh dau“.  Gleiches galt auch für die vom Chor zum Thema Festfreude, für „Viva la vida“ und  „Time warp“ ebenso wie das mit überschäumender Fröhlichkeit dargebotene „Il Carnevale di Venezia“, bei dem Sänger und Musikanten alle Register ihres Können ziehen konnten.

Der zweite Teil des Konzertabends blieb wie schon seit Jahren dem Musical vorbehalten, diesmal mit Ausschnitten aus dem „König der Löwen“. Dazu bewegte sich der Chor, in zwei Gruppen aufgeteilt, zur Melodie des „ewigen Kreises“ gemessenen Schrittes aus dem Rückraum der Halle nach vorn,  umschloss dabei zum Lied vom „ewigen Kreis“ allmählich das  Publikum und erreichte schließlich die Bühne, wo Ulrike Haar als Erzählerin schon bereitstand. Schritt für Schritt führte sie nun die Zuhörer durch die Geschichte des Löwen Mufasa, dem Herrscher der bunten Tierwelt, und dessen Sohn Simba, der einmal seinen Thron erben sollte.  Beeindruckend waren dabei wieder einmal die Solisten, die mit ihren Auftritten den einzelnen Liedtiteln ihre besondere Note gaben: unter anderen Kathrin Binder als  gewandte Morgenreporterin; Martin Bock als der böse und listige Scar, Tanja Letsch als Bewohnerin des Schattenlandes oder Birgit Weber als Simbas Jugendfreundin Nala. Gewohnt souverän begleitet wurde der Chor wieder einmal vom Pianisten Thomas Hörmann und einer aus vier Bläsern und je zwei Gitarristen, Streichern und Schlagzeugern bestehenden Instrumentalgruppe.

Ihnen und den Sängerinnen und Sängern galt nach einem minutenlangen Schlussapplaus  der Dank des Chorsprechers, ebenso den Zuhörern, vor allem aber der Dirigentin Karin Schoch und Stephanie Hieber, die ihr bei der Probenarbeit eine wertvolle Hilfe war. Der Ausmarsch des Chores zum nochmaligen Lied vom „ewigen Kreis“ bildete sodann den gelungenen Abschluss eines beeindruckenden Konzertabends.

Klaus Haid, 16. Nov 2013, Chorgattung, Junge Chöre, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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