„Nie mehr Hass und Streit“ – Notenhüpfer bauen Noah´s Arche

Die kleinen Sängerinnen und Sänger des Kinderchors Notenhüpfer aus Bühlertann präsentierten beeindruckend die musikalische Erzählung über Noah und den Bau der Arche vor voll besetzter Kirche.

Die Tierkarawane zieht in die Arche.

Bühlertann. Sie haben ihr Publikum in die Arche geholt, die Notenhüpfer aus Bühlertann. Von der Maus bis zum Elefant, alle Tiere konnte der kleine Noah (Jakob, 9 Jahre) am vergangenen Sonntag in der St. Georg-Kirche in Bühlertann vor der Sintflut in die Arche retten. Chorleiterin Margit Gröhler und ihr Team erzählten eine der ältesten Geschichten der Welt in so herzlicher Inszenierung, dass der Beifall nicht abebben wollte. „Einfach nur toll“, „wahnsinnige Kulissen“, waren oft gehörte Worte, die sich die Besucher beim Verlassen der Kirche zuwarfen.

Der Bau der Arche

Die Kirche ist dunkel. Das Konzert beginnen die Notenhüpfer von der Empore: „Gott sah die Erde an und es bekümmerte ihn in seinem Herzen, dass alle Menschen, die er geschaffen hatte, so böse waren“, rufen sie die Geschichte von Noah ihrem Publikum mit dem ersten Lied wieder ins Gedächtnis. Der Dialog zwischen Gott und Noah über den Auftrag zum Bau der Arche wird vorgelesen, die Notenhüpfer übernehmen die Geschichte in Ton und Schauspiel. In faszinierender Einfachheit gestaltet, bauen die kleinen Sänger die Arche selbst auf: Sie schleppen und hämmern, stapeln unterschiedlich lange Holzschwarten aufeinander und schon ist der „Kasten“ fertig. Jetzt nimmt die Geschichte ihren Lauf: „Noah nahm den Wanderstecken“, wiederholen sie mehrmals und holen alle Tiere in die Arche. Dabei sind beeindruckende Masken zu sehen: Riesige Giraffen, Elefanten mit großem Rüssel, winzige kleine Mäuse und Bienen. Große Sorge macht sich Noah um die beiden Schildkröten gespielt von Samuel und Eileen, weil sie doch „gar so langsam sind.“ Singend zieht die Tierkarawane durch die Kirche. Das ist tragendes Element der Aufführung. Es ist immer etwas los, Abwechslung bestimmt die Inszenierung, was jedoch nie als Unruhe wahrgenommen wird: Chorleitern Margit Gröhler mit Pianist Walter Dworschak halten ihren kleinen Zoo mühelos zusammen. Mit dem dynamischen Stück „Die Tür ist zu“ rudern die kleinen Sänger dem Höhepunkt ihrer Erzählung entgegen: „Und niemand kann jetzt mehr hinein“. Mit einem kleinen Stoß haben es auch die Schildkröten noch geschafft, wofür sie sich mit einem kleinen Solo bedanken. „Denn Gott hat gesagt, so viel Hass und Streit sollen nie mehr auf Erden sein,“ singen die Tiere voller Inbrunst, sicher in der Arche angelangt. Dann kommen sie, die „Wassermassen“: Regenmacher, Wassertanz, auch das Publikum hilft mit: Alle Zuhörer trommeln auf Joghurtbecher und spielen den Regen. Ein unerwartet lautes Rauschen geht durch den Kirchenraum, bis dann die weiße Taube Jasmin (7) ausfliegt und mit dem grünen Zweig die frohe Kunde vom Ende der großen Flut bringt.

Die Macher der Erzählung

Zum Zeichen des Bundes zwischen Gott und den Menschen, damit nie mehr eine Sintflut kommen kann, hat Gott einen Regenbogen in die Wolken gesetzt.

Die Autorin der Geschichte ist 2001 verstorben. Es war die Mutter von Heidelind Spieß, Mitglied des Chorleiterteams. Sie gab den Tieren ihre Stimmen in Gedichtform. Eine Freundin fasste die Gedichte zu den Tieren, die Noah auf die Arche holt, in eine Melodie. „Vor 30 Jahren haben wir die Erzählung anlässlich eines Sommerfestes zum ersten Mal aufgeführt“, erzählt Heidelind Spieß aus ihrer Zeit als Kindergartenleiterin in Heidelberg. „Heute haben wir für meine Mutter eine Kerze auf dem Seitenaltar aufgestellt, damit sie bei uns ist“, lässt sie uns an der Bedeutung dieser Zweitaufführung teilhaben. Viele fleißige Hände haben eine großartige Aufführung zu Wege gebracht. „Die Kulissen, die Arche, Lichtinszenierung, der Tanz, alles haben Freunde, Ehemänner und Mitglieder aus dem Liederkranz Bühlertann gemacht. Das Bild auf unserem Plakat hat meine beste Freundin Claudi gemalt“, erklärt Margit Gröhler sichtlich gerührt nach dem erfolgreichen Konzert. „Es war unheimlich frisch! Alles auswendig und mit so einfachen Mitteln, so beeindruckend dargestellt. Das war schon super!“, fasst Grit Möller ihre Eindrücke zusammen.

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Johannes Pfeffer, 20. Nov 2013, Eugen-Jaekle-Chorverband, Kinderchöre, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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