Kommt die stille Zeit

Ein Adventskonzert mit dem Vokalensemble „cantores mundi“ Gechingen, in außergewöhnlichem Ambiente. Nicht wie sonst üblich in der Kirche oder in einem Konzertsaal, nein diesmal im stilgerechten Rahmen einer Scheune fand am 1. Advent das Konzert statt. In eine alte Scheune nach Holzgerlingen hatte das Ensemble seine Gäste eingeladen. Und ca. 100 Besucher folgten dem Ruf dieses, in der Region inzwischen bestens bekannten Ensembles. Mit stimmungsvollen Liedern, mal beschwingt mal andächtig führten die neun Sängerinnen und Sänger die Besucher für gut eine Stunde raus aus der vorweihnachtlichen Hektik und dem Alltagsstress. Bekannte und weniger bekannte Lieder ertönten und ließen am Ende ein begeistertes Publikum zurück.
Der Chorleiter Robert Teltscher hatte ein sehr schönes abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, welches vom Chor mit spürbarer Begeisterung und Stimmsicherheit vorgetragen wurde. Das Konzert wurde durch den Adventjodler eröffnet. Danach folgten insbesondere Kompositionen von Lorenz Maierhofer im alpenländischen Stil. Durch ihre Schlichtheit und Ursprünglichkeit wirkt diese Musik direkt auf die Zuhörer. Die wohltuenden Weisen und Klänge verbreiten gerade in der Vorweihnachtszeit eine feierliche Besinnlichkeit. Aber es erklangen auch Lieder, die sich kritisch mit dem eigentlichen Sinn von Weihnachten befassen. Da hieß es in dem Lied „Denk‘ a mal außi heut“: Denk auch an die andern Leut‘, fang an bei den Nachbarn, höre ob vielleicht jemand zu dir rein will, auch wenn er arm ist, schau wem du helfen kannst.“ Im zweiten Teil kamen Lieder und Melodien aus Skandinavien, Tschechien, England, Italien und Deutschland zur Aufführung. Insbesondere die skandinavischen und englischen Lieder überraschten mit ihren schwungvollen mitreißenden Rhythmen. Natürlich durften auch Klassiker wie das „Kalenderlied“ von Franz Grothe oder „Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit“ von Robert Stolz nicht fehlen. Perfekt ergänzt wurden die Darbietungen durch die feinfühlige Klavierbegleitung von Senta Eisenbacher, die auch noch mit einem Klavierstück von Mendelssohn-Bartholdy überzeugte. Eine Überraschung erlebten die Konzertbesucher als beim „Trommellied“ tatsächlich ein Trommler den Chor auf seiner Trommel rhythmisch begleitete. Interessant war auch die Vertonung des Gedichtes „Weihnacht“ besser bekannt unter dem Titel: Markt und Straßen stehn verlassen. Gemeinsam mit dem Publikum wurde zum Schluss das Lied „Macht hoch die Tür“ gesungen. Mit dem Lied „Maria durch ein Dornwald ging“, verabschiedeten sich die Sängerinnen und Sänger dann endgültig von ihren Zuhörern. Kommentar eines Besuchers:“Des war richtig schee, jetzt bin i auf Weihnachten eing‘stimmt.“

Wolfgang Layer, 2. Jan 2014, Gaue und Verbände, Hermann-Hesse-Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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