Adventskonzert des Liederkranz Seissen

In der vollbesetzten Nikolauskirche in Seißen gestaltete der Liederkranz Seißen ein besinnliches Adventskonzert. Neben etlichen romantischen Werken gab es auch volkstümlicheWeisen und zeitgenössische Lieder zu hören.

Unter der Leitung von Imke Niebel präsentierten sich der rund 35-köpfige gemischte Chor des Liederkranz Seißen sowie der Frauenchor vielseitig und engagiert. Die Besucher konnten innehalten und sich während des Konzerts aus der vorweihnachtlichen Hektik herausnehmen, was sehr wohltuend war. Dem Chor gelang es, seine Zuhörer zur eigentlichen Botschaft von Advent und Weihnachten zurückzuführen. Schön war, dass die Besucher immer wieder in bekannte Advents- und Weihnachtslieder mit einstimmen konnten. Einen interessanten Auftakt bildete eine moderne Vertonung des Psalms 103 „Lobe den Herrn meine Seele“ von Gerhardt Ziegler. Die Sänger verteilten sich in Gruppen in der ganzen Kirche und die eingängige Melodie erklang mitreißend und mehrstimmig von allen Seiten. Das Spiritual „Mein Gott welche Freude“ in einem Satz von Andreas König wurde ebenso gekonnt dargeboten wie das poppige „You raise me up“ von Rolf Lovland, das vom Frauenchor gefühlvoll zur Aufführung kam.Wohltönend und mit vollem Klang wurde „Gegrüßet Maria“ von Johannes Brahms gesungen.
Sehr schwungvoll kam „Hell vom Turm die Glocken künden“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy zur Aufführung. Kraftvoll mit viel Volumen kam „Herbei, o ihr Gläub´gen“ in einer Vertonung von Friedrich Silcher zu Gehör, bei welchem sich Chor und Besucher versweise abwechselten. Einige Werke von Josef Gabriel Rheinberger waren von beiden Chören zu hören.

In bedächtigem Tempo, mit guter Artikulation und schöner dynamischer Ausgestaltung die Adventsmotette Nr. 8 „Prope est Dominus“. Klangschön gelang das Kyrie und Sanctus aus der Messe in A op.126, welches vom Frauenchor und Fabian Gärtner an der Orgel dargeboten wurde. Das bekannte „Abendlied“ von Rheinberger,ebenfalls von den Frauen präsentiert, wirkte dagegen etwas dünn und inhomogen. Feierliche Stimmung kam bei „Tollite hostias“ aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saens auf. Etliche muntere, eher volkstümliche Weisen polnischenUrsprungs wurden vom gesamten Chor teils sehr lebendig und bewegt aufgeführt.

Sehr gelungen war etwa „Lasst die Stimmen hell erklingen“ in einem Satz von Josef Swider bei dem sehr akzentuiert gesungen und das rhythmisch ausgefeilt
daherkam. Vom gleichen Komponisten stammt „Als die Welt verloren“, das innig von sechs Frauen zweistimmig dargeboten wurde und in das der gesamte Chor dann mit einstimmte. Lobenswert waren die Übersetzungen oder Einführungen in bestimmte Werke und Lieder, die es für die Konzertbesucher einfacher machten, den Darbietungen und ihren Inhalten folgen zu können. Mit „StilleNacht“ ging das Konzert zu Ende.

M.Autenrieth-Kronenthaler, Blaumännle

Johannes Pfeffer, 6. Jan 2014, Chorverband Ulm, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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